Kurzfassung

Der Schweizer Bundesrat hat am 19. Juni 2026 den Bericht «Perspektiven Schweiz 2040» zur Kenntnis genommen. Das Dokument entwickelt drei Szenarien für mögliche globale Entwicklungen bis 2040 und deren Auswirkungen auf die Schweiz. Aus dieser Szenarioanalyse leitet der Bericht sechs übergreifende Handlungsfelder ab. Die Bundeskanzlei erarbeitete den Bericht unter Beteiligung von Expertinnen und Experten aus Verwaltung und Wissenschaft. Der Bericht soll als Grundlage für die Legislaturplanung 2027–2031 und die Überprüfung sektorieller Strategien dienen.

Personen

  • Bundesrat (kollektives Organ; Entscheidungsträger)

Themen

  • Strategische Vorausschau
  • Szenarioplanung
  • Legislaturplanung 2027–2031
  • Bundesverwaltung

Clarus Lead

Der Bericht adressiert zentrale Unsicherheiten der kommenden Jahre: wirtschaftliche Volatilität, geopolitische Polarisierung, technologische Disruption und Klimawandel. Die transversale Struktur unterscheidet sich bewusst von sektoriellen Einzelstrategien und ermöglicht es der Bundesverwaltung, ihre bestehenden Massnahmen auf Kohärenz zu prüfen. Mit der Verankerung in Artikel 32c des RVOG erhält die Vorausschau einen institutionellen Rahmen für die kommende Legislaturperiode.

Detaillierte Zusammenfassung

Der Szenarien-Raum umfasst drei unterschiedliche Entwicklungspfade, die Bandbreiten von wirtschaftlicher Stagnation bis Aufschwung, von kritischer bis stabiler Sicherheitslage, von Klimaignoranz bis aktivem Klimaschutz sowie von multipolarer zu unipolarer Weltordnung abbilden. Der Bericht betont, dass diese Szenarien weder Idealbilder noch Wahrscheinlichkeitsprognosen darstellen, sondern bewusst positiv und negativ bewertbare Elemente enthalten. Dies ermöglicht es, verschiedene Dimensionen gesellschaftlicher, technologischer, wirtschaftlicher, ökologischer und politischer Entwicklungen durchzuspielen.

Ergänzend zu den Szenarien identifiziert der Bericht extreme Einflüsse – plötzliche, krisenhaften Ereignisse, die jeden Szenarienverlauf überlagern oder dominieren können. Die sechs abgeleiteten Handlungsfelder sind: Gesellschaftliche Kohäsion, Technologie- und Wissensstandort Schweiz, Wirtschaftliche Prosperität, Klima- und Ökosysteme, Die Schweiz in der Welt sowie Sicherheit und Verteidigung. Diese Felder bilden die Grundlage für proaktive und nachhaltige Bewältigung anstehender Herausforderungen.

Kernaussagen

  • Der Bericht nutzt Szenarioplanung, um Unsicherheiten der Zukunft systematisch abzubilden und nicht als Wahrscheinlichkeitsprognose zu funktionieren
  • Sechs übergreifende Handlungsfelder sollen Kohärenz zwischen sektoriellen Strategien der Bundesverwaltung sicherstellen
  • Die transversale Betrachtung ergänzt bestehende strategische Instrumente und dient der Legislaturplanung 2027–2031

Kritische Fragen

  1. Evidenz: Auf welchen Datenquellen und Expertisen basieren die drei Szenarien konkret? Welche wissenschaftlichen Methoden wurden zur Szenariokonstruktion angewendet?

  2. Interessenskonflikte: Inwieweit können Expertinnen und Experten aus der Bundesverwaltung unabhängig von Partikularinteressen ihrer Departemente Szenarien entwickeln?

  3. Kausalität: Wie werden Wechselwirkungen zwischen den sechs Handlungsfeldern abgebildet? Können Massnahmen in einem Feld Zielkonflikte in anderen Feldern auslösen?

  4. Umsetzbarkeit: Welche Verbindlichkeit haben die abgeleiteten Handlungsfelder für die Departemente bei der Legislaturplanung? Gibt es Sanktionsmechanismen bei Nichtbeachtung?

  5. Extreme Einflüsse: Nach welchen Kriterien werden «extreme Einflüsse» identifiziert und priorisiert? Wie werden Pandemien, Finanzkrisen oder Cyberanschläge systematisch berücksichtigt?

  6. Transparenz: In welchem Umfang werden die Szenarien und Handlungsfelder öffentlich debattiert, oder bleiben sie Planungsinstrumente der Exekutive?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Perspektiven Schweiz 2040 – Bericht des Bundesrats – https://www.bk.admin.ch/de/perspektiven-schweiz-2040

Verifizierungsstatus: ✓ 19.06.2026

Weitere Sprachen: Französisch | Englisch


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 19.06.2026