Kurzfassung

Die Schweiz verzeichnet 2025 einen Rückgang bei Verkehrstodesfällen, aber einen Anstieg bei Schwerverletzen. Mit 214 Todesfällen (-36 gegenüber 2024) und 3935 Schwerverletzten (+143) zeigt sich ein gespaltenes Bild der Verkehrssicherheit. Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung bei jungen Motorradfahrenden unter 18 Jahren, wo Schwerverunfallte deutlich zunahmen.

Personen

  • Bundesamt für Strassen (ASTRA)

Themen

  • Verkehrssicherheit Schweiz
  • Strassenverkehrsunfälle 2025
  • Motorradfahrende Jugendliche
  • Unfallursachen nach Verkehrsteilnahme

Clarus Lead

Die Schweizer Strassenverkehrsbilanz 2025 zeigt einen paradoxen Trend: Während die Zahl der Todesfälle um 36 Personen sank, stieg die Zahl der Schwerverletzen um 143. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) warnt, dass weiterhin grosse Anstrengungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit erforderlich sind. Ein besonderer Fokus liegt auf der wachsenden Gefährdung von 15- und 17-jährigen Motorradfahrenden, wo 2025 elf Todesfälle und 154 Schwerverletzte registriert wurden – ein Anstieg seit Senkung des Mindestalters für die Kategorie A1.

Detaillierte Zusammenfassung

Die Gesamtzahl der getöteten oder schwer verletzten Personen betrug 2025 insgesamt 4149 Menschen. Im mehrjährigen Vergleich zeigt sich kein eindeutiger Trend: Nach dem Anstieg 2024 ging die Zahl der Todesfälle zwar zurück, bewegt sich aber weiterhin im Bereich der Vorjahre. Bei Schwerverletzten stagnieren die Werte seit mehreren Jahren auf ähnlichem Niveau.

Die Unfallursachen unterscheiden sich je nach Verkehrsteilnahme erheblich. Bei Personenwagen – wo mit 59 Todesfällen der tiefste Wert seit 1992 erreicht wurde – standen Vortrittsverstosse, Unaufmerksamkeit und Fahrbewegungsfehler im Vordergrund. Bei Motorrädern (49 Todesfälle) waren Geschwindigkeit und Unaufmerksamkeit dominierend. Fahrräder und E-Bikes zeigten einen starken Anstieg bei Schwerverletzten (+38 bzw. +53), wobei Ablenkung die Hauptrolle spielte. Bei Fussgängerinnen und Fussgängern (39 Todesfälle) führte primär deren eigenes Verhalten zu Unfällen.

Das ASTRA analysiert intensiv die Entwicklung bei jungen Motorradfahrenden und erarbeitet Gegenmassnahmen. Diskutiert werden Anpassungen bei der praktischen Grundschulung (PGS) sowie eine mögliche Erhöhung des Mindestalters auf 18 Jahre. Der Bundesrat soll die Vorschläge voraussichtlich 2027 in die Vernehmlassung schicken.

Kernaussagen

  • 214 Todesfälle 2025 (−36 gegenüber 2024); 3935 Schwerverletzte (+143)
  • Personenwagen erreichen tiefsten Todesfall-Wert seit Datenbeginn 1992 (59 Todesfälle)
  • E-Bikes und Fahrräder zeigen starke Zunahmen bei Schwerverletzten (+53 und +38)
  • Motorradfahrende unter 18 Jahren: 11 Todesfälle und 154 Schwerverletzte – Trend steigend
  • ASTRA entwickelt Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in dieser Altersgruppe

Kritische Fragen

  1. Datenqualität: Wie vollständig ist die Erfassung polizeilich gemeldeter Unfälle? Werden Bagatellunfälle systematisch untererfasst, die das Gesamtbild verzerren könnten?

  2. Kausalität bei Schwerverletzten: Warum steigt die Zahl der Schwerverletzten trotz sinkender Todesfälle? Handelt es sich um verbesserte medizinische Versorgung oder um tatsächlich mehr Unfälle mit Verletzungsfolgen?

  3. Mindestalter A1-Motorräder: Welche empirischen Daten zeigen, dass eine Erhöhung des Mindestalters auf 18 Jahre die Unfallquote bei Jugendlichen senkt? Gibt es Vergleichsstudien aus anderen Ländern?

  4. Unfallursachen-Attribution: Bei E-Bikes und Fahrrädern wird «Unaufmerksamkeit» als Hauptursache genannt – wie wird diese gemessen und dokumentiert? Wie zuverlässig sind Fremdangaben von Unfallbeteiligten?

  5. Umsetzungsrisiken: Welche Nebenwirkungen könnte eine Erhöhung des Mindestalters haben (z.B. illegales Fahren, Verlagerung auf andere Fahrzeugtypen)?

  6. Massnahmenevaluierung: Wie werden zukünftige Massnahmen zur PGS evaluiert? Welche Erfolgskriterien sind definiert?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Strassenverkehrsunfälle 2025: weniger Todesfälle, mehr Schwerverletzte – news.admin.ch, 19. März 2026

Verifizierungsstatus: ✓ 19.03.2026


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 19.03.2026