Kurzfassung
Das Bundesamt für Sport (BASPO) und Swiss Olympic haben gemeinsam mit etwa 80 Sportorganisationen einen Grundlagenbericht zur künftigen Sport- und Bewegungsförderung erarbeitet. Der Bericht «Sport- und Bewegungsförderung Schweiz 2040» wurde am 28. Mai 2026 vorgestellt und bildet die Grundlage für eine neue Bundesstrategie bis 2040. Die Förderung orientiert sich erstmals konsequent an der gesellschaftlichen Wirkung von Sport – von Gesundheit und Zusammenhalt bis zu Nachhaltigkeit und Innovation. Das Projekt wurde vor gut einem Jahr initiiert und soll die Schweizer Sportförderung zeitgemäss und wirksam ausgestalten.
Personen
- Martin Pfister (Bundesrat)
Themen
- Sportförderung
- Bewegungsförderung
- Bundesstrategie 2040
- Gesellschaftliche Wirkung
Clarus Lead
Der Strategiewechsel markiert einen Paradigmenwechsel in der Schweizer Sportpolitik: Statt isolierter Fördermassstäbe rückt die gesellschaftliche Wirkung in den Mittelpunkt. Dies hat unmittelbare Konsequenzen für die Ressourcenallokation und die Prioritätensetzung bis 2040. Die breite Partizipation von Bund, Kantonen, Gemeinden und privatem Sektor signalisiert, dass die neue Strategie als verbindlicher Orientierungsrahmen für alle Governance-Ebenen fungieren soll – eine in der Schweizer Sportförderung bislang beispiellose Koordinationstiefe.
Detaillierte Zusammenfassung
Das Projekt «Sport- und Bewegungsförderung Schweiz 2040» wurde mit einer partizipativen Breite durchgeführt, die in der Schweizer Sportlandschaft neu ist. Neben dem BASPO und Swiss Olympic waren rund 80 Organisationen beteiligt – ein Spektrum, das Akteure auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene sowie den privaten Sportsektor umfasst. Dieser Ansatz ermöglichte es, alle relevanten Stakeholder in die Strategieentwicklung einzubinden und damit eine hohe Legitimation und Umsetzungsfähigkeit zu sichern.
Der Grundlagenbericht enthält eine Umfeld- und Trendanalyse sowie Thesen zum Schweizer Sport. Zentral ist die Definition von sieben Wirkungsbereichen, in denen Sport und Bewegung künftig gesellschaftliche Effekte entfalten sollen – etwa in den Bereichen Gesundheit, sozialer Zusammenhalt, Nachhaltigkeit und Innovation. Bundesrat Martin Pfister betont in seinem Vorwort, dass dieser Wirkungsfokus «einen neuen Blick auf das erhebliche Potenzial von Sport und Bewegung» eröffnet. Der Bericht legt damit konsequent den Fokus auf den Nutzen für die Allgemeinheit, nicht auf die Sportförderung als Selbstzweck.
Auf Basis des Grundlagenberichts wird das BASPO bis Ende 2026 eine neue Sport- und Bewegungsförderstrategie des Bundes erarbeiten, die dem Bundesrat zur Verabschiedung vorgelegt wird. Diese Strategie wird strategische Prioritäten und konkrete Massnahmen enthalten und damit den Rahmen für die Sportförderung in den kommenden 14 Jahren abstecken.
Kernaussagen
- Erstmals wird Schweizer Sportförderung konsequent an gesellschaftlicher Wirkung ausgerichtet, nicht an Förderstrukturen allein
- Breite partizipative Governance mit 80 Organisationen schafft beispiellose Koordination zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden
- Sieben definierte Wirkungsbereiche (Gesundheit, Zusammenhalt, Nachhaltigkeit, Innovation) bilden das strategische Fundament bis 2040
Kritische Fragen
Evidenz/Datenqualität: Auf welchen empirischen Daten basiert die Identifikation der sieben Wirkungsbereiche? Wurden Studien zur gesellschaftlichen ROI von Sport herangezogen?
Interessenkonflikte: Wie wurde sichergestellt, dass die 80 beteiligten Organisationen nicht ihre eigenen Förderinteressen in die Wirkungsdefinitionen eingebracht haben?
Kausalität/Alternativen: Inwiefern wird unterschieden zwischen Korrelation (Sport korreliert mit Gesundheit) und Kausalität (Sportförderung verursacht Gesundheit)? Welche Gegenthesen wurden geprüft?
Umsetzbarkeit: Wie werden die sieben Wirkungsbereiche in konkrete, messbare Indikatoren übersetzt, um die Strategieumsetzung ab 2027 zu evaluieren?
Finanzierung: Impliziert die neue Wirkungsorientierung eine Umverteilung von Mitteln zwischen Sportarten und -ebenen, oder ist sie budgetneutral?
Stakeholder-Alignment: Wie werden Kantone und Gemeinden verbindlich in die Umsetzung eingebunden, wenn die Sportförderung teilweise in ihrer Kompetenz liegt?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Bundesamt für Sport BASPO / Swiss Olympic – Sport- und Bewegungsförderung Schweiz 2040: Grundlagenbericht – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/_D8qBGaxAOC2M_dv-yGIn
Verifizierungsstatus: ✓ 28.05.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 28.05.2026