Kurzfassung
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) veröffentlichte seinen Sicherheitsbericht 2025 am 4. Juni 2026 in Bern. Der öffentliche Verkehr in der Schweiz bietet weiterhin ein hohes Sicherheitsniveau. Im Eisenbahn-, Seilbahn- und Schiffsverkehr gab es 2025 keine Todesfälle unter Fahrgästen. Im städtischen Bus- und Tramverkehr jedoch nahmen schwere Unfälle zu – mit drei Todesfällen. Die häufigste Unfallursache bleibt die Missachtung von Strassenverkehrsregeln durch andere Verkehrsteilnehmende.
Personen
- Bundesamt für Verkehr (Schweizer Behörde; Herausgeber des Berichts)
Themen
- Verkehrssicherheit
- Öffentlicher Nahverkehr
- Unfallstatistiken
- Prävention und Massnahmen
Clarus Lead
Die Zunahme von Unfällen im städtischen Bus- und Tramverkehr signalisiert einen Bruchpunkt in der ansonsten stabilen Sicherheitsbilanz der Schweiz. Während Eisenbahn und Schiffverkehr international Spitzenplatzierungen halten, zeigt sich der Nahverkehr anfälliger für externe Risiken – insbesondere durch Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmender. Für Transportunternehmen und Behörden entsteht damit Handlungsdruck, über technische Lösungen und europäische Koordination hinauszugehen und die Schnittstelle zwischen öffentlichem Verkehr und Individualverkehr neu zu gestalten.
Detaillierte Zusammenfassung
Die Sicherheitsbilanz 2025 differenziert stark nach Verkehrsmittel. Im Eisenbahn-, Seilbahn- und Schiffsverkehr lag die Zahl schwerverletzter Fahrgäste im einstelligen Bereich, Todesfälle traten nicht auf. Der städtische Bus- und Tramverkehr weicht deutlich ab: Hier wurden drei Todesfälle und steigende Zahlen schwerverletzter Passagiere registriert – ein Trend der letzten Jahre. Das BAV und die Branche reagierten mit einer Präventionskampagne, die gezielt auf das Festhalten im Fahrzeug hinweist.
Bei Analyse aller Unfallbeteiligten (Personal, Güterverkehr, externe Verkehrsteilnehmende) liegt die Zahl schwerer Unfälle und Schwerverletzter 2025 im oberen Bereich der letzten fünf Jahre; die Todesfallquote entspricht dem Durchschnitt. Strukturell zeigt sich: Das Missachten von Strassenverkehrsregeln bleibt die dominante Unfallursache im öffentlichen Verkehr. Dies belegt, dass viele Unfälle des Nahverkehrs auf Verschulden externer Verkehrsteilnehmender zurückgehen – ein Kontrollproblem, das über interne Sicherheitsmassnahmen allein nicht lösbar ist.
International positioniert sich die Schweiz weiterhin führend. Bei Eisenbahnverkehr rangiert sie auf Platz 3 in Europa (nach Vereinigtem Königreich und Niederlanden). Bezüglich getöteter und schwerverletzter Fahrgäste ist die Schweiz aktuell das sicherste Land Europas. Die Nachbearbeitung des Gotthard-Basistunnel-Unfalls vom August 2023 blieb 2025 prioritär; die SUST veröffentlichte ihren Bericht und das BAV ordnete Sicherheitsmassnahmen an – deren Umsetzung ist jedoch durch Gerichtsbeschwerden blockiert. Parallel arbeitet das BAV mit europäischen Partnern an gemeinsamen Lösungen für sicheren Güterverkehr.
Kernaussagen
- Schweizer öffentlicher Verkehr bleibt international führend in Sicherheit, insbesondere bei Fahrgastschutz.
- Unfälle im städtischen Bus- und Tramverkehr nehmen zu; externe Verkehrsteilnehmende sind Hauptverursacher.
- Präventionskampagnen und europäische Koordination sind laufend, reichen aber nicht aus – externe Verkehrskontrolle wird zum Engpass.
Kritische Fragen
Evidenz/Datenqualität: Wie wird die Ursachenzuordnung "Missachtung von Strassenverkehrsregeln durch externe Verkehrsteilnehmende" methodisch erfasst? Basiert dies auf Polizeiberichten, Fahrgastzeugnissen oder technischen Daten?
Interessenkonflikte: Inwiefern können Transportunternehmen bei der Unfallursachen-Analyse neutral bleiben, wenn ihre Haftung von der Zurechnung zu externen Fehlern abhängt?
Kausalität/Alternativen: Ist die steigende Unfallquote im Nahverkehr tatsächlich primär auf externes Fehlverhalten zurückzuführen, oder spielen auch Faktoren wie steigende Fahrgastzahlen, Infrastruktur-Engpässe oder Fahrerermüdung eine Rolle?
Umsetzbarkeit/Risiken: Die Präventionskampagne "Festhalten im Fahrzeug" setzt auf Fahrgast-Eigenverantwortung. Wie wird ihre Wirksamkeit gemessen, und welche technischen oder regulatorischen Alternativen wurden erwogen?
Blockade/Governance: Welche Sicherheitsmassnahmen aus dem Gotthard-Bericht sind konkret blockiert, und welcher Zeitrahmen wird für gerichtliche Klärung erwartet?
Europäische Koordination: Welche "gemeinsamen Lösungen" für Güterverkehr werden mit europäischen Partnern erarbeitet, und wie verbindlich sind diese?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Sicherheitsbericht 2025 des Bundesamts für Verkehr – https://www.bav.admin.ch/de/sicherheit
Verifizierungsstatus: ✓ 04.06.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 04.06.2026