Kurzfassung
Der Schweizerischer Wissenschaftsrat (SWR) lehnt die vom Bundesrat beantragte Aufhebung entschieden ab. In seiner Stellungnahme zum Vernehmlassungsverfahren argumentiert der Rat, dass die geplante Auflösung die unabhängige strategische Beratung in Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik schwächen würde, ohne Einsparungen zu erzielen. Der SWR betont seine Rolle als kostengünstiger, hochqualifizierter Berater mit langfristiger Perspektive und fordert den Bundesrat auf, von der Aufhebung abzusehen.
Personen
- Sabine Süsstrunk (Präsidentin des SWR)
Themen
- Wissenschaftspolitik und Beratung
- Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik
- Ausserparlamentarische Kommissionen
- Verwaltungsreformen
Clarus Lead
Der Schweizerischer Wissenschaftsrat wehrt sich gegen die geplante Aufhebung durch den Bundesrat und reicht im Vernehmlassungsverfahren eine detaillierte Gegendarstellung ein. Der Rat argumentiert, dass die vom Bundesrat genannten Gründe für eine Abschaffung nicht überzeugend sind und dass eine Auflösung strategische Nachteile ohne finanzielle Einsparungen mit sich brächte. Für Entscheider in Bildungs- und Forschungspolitik ist dies relevant, da unabhängige Beratung als kritischer Erfolgsfaktor für komplexe Politikgestaltung dargestellt wird.
Detaillierte Zusammenfassung
Der SWR fungiert als ausserparlamentarische Kommission mit maximal 15 international renommierten Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen. Seine Kernaufgaben umfassen die unabhängige strategische Beratung des Bundesrats sowie Evaluationen zentraler Akteure und Instrumente des Bildungs-, Forschungs- und Innovationssystems (BFI-System). Der Rat betont seinen Milizcharakter, der hochqualifizierte Expertise zu vergleichsweise geringen Kosten ermöglicht.
In seiner Stellungnahme argumentiert der SWR mit mehreren Kernpunkten: Erstens sei in einem zunehmend komplexen internationalen Umfeld unabhängige, interdisziplinäre und langfristig ausgerichtete Politikberatung unverzichtbar. Zweitens würde eine Auslagerung entsprechender Leistungen an private Anbieter zu deutlichen Mehrkosten führen. Drittens verfügt der Rat über langjährige Erfahrung in der Evaluation und trägt zur methodischen Vielfalt und Qualitätssicherung bei. Viertens ermöglicht seine unabhängige Perspektive die frühzeitige Erkennung relevanter Entwicklungen und rechtzeitige strategische Weichenstellungen.
Der SWR weist zudem darauf hin, dass die geplante Aufhebung im Widerspruch zu bisherigen positiven Rückmeldungen aus Politik und Verwaltung steht, die die Unabhängigkeit und Qualität seiner Arbeit wiederholt bestätigt haben. Präsidentin Sabine Süsstrunk unterstreicht, dass unabhängige wissenschaftspolitische Beratung ein zentrales Element eines leistungsfähigen Bildungs-, Forschungs- und Innovationssystems darstellt. Der Rat erklärt sich bereit, seine Arbeitsweise weiterzuentwickeln und konstruktiv mit Politik und Verwaltung zusammenzuarbeiten.
Kernaussagen
- Der SWR lehnt die beantragte Aufhebung ab und bewertet die Bundesrats-Gründe als nicht überzeugend
- Unabhängige strategische Beratung wird als unverzichtbar für komplexe Politikgestaltung dargestellt
- Der Milizcharakter ermöglicht kostengünstiges Arbeiten; Privatisierung würde zu Mehrkosten führen
- Der Rat verfügt über langjährige Evaluationserfahrung und methodische Expertise
- Bisherige Rückmeldungen von Politik und Verwaltung bestätigen die Qualität und Unabhängigkeit des SWR
Kritische Fragen
Evidenz: Welche konkreten Kostenvergleiche zwischen internem Milizcharakter und externen privaten Anbietern liegen dem SWR vor, und wurden diese extern validiert?
Interessenkonflikte: Inwiefern könnte die Selbstverteidigung des SWR gegen die Aufhebung seine Objektivität bei der Bewertung der eigenen Notwendigkeit beeinflussen?
Datenqualität: Auf welchen spezifischen Rückmeldungen aus Politik und Verwaltung basiert die Aussage zur wiederholten Bestätigung von Unabhängigkeit und Qualität?
Kausalität: Ist nachgewiesen, dass die frühzeitige Erkennung von Entwicklungen durch den SWR tatsächlich zu besseren strategischen Entscheidungen führt, oder handelt es sich um eine Annahme?
Alternativen: Welche Alternativen zur Aufhebung hat der Bundesrat erwogen, und warum wurden diese als unzureichend bewertet?
Umsetzbarkeit: Wie würde eine Auslagerung von Evaluationsleistungen praktisch ablaufen, und welche Qualitätsrisiken entstünden dabei?
Nebenwirkungen: Könnte die Beibehaltung des SWR zu einer Verfestigung von Strukturen führen, die Innovationen in der Wissenschaftspolitik hemmen?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Medienmitteilung: Schweizerischer Wissenschaftsrat reicht Stellungnahme zu seiner geplanten Aufhebung ein – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/EYhgan5v3nuSnlnQe3T1u
Verifizierungsstatus: ✓ 12.03.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 12.03.2026