Kurzfassung
Der Schweizerische Wissenschaftsrat (SWR) hat am 4. Juni 2026 seinen Evaluationsbericht zum Förderportfolio von Innosuisse veröffentlicht. Die Evaluation bestätigt, dass Innosuisse ihren gesetzlichen Auftrag erfüllt und über ein kohärentes Förderportfolio verfügt. Der SWR identifiziert jedoch Optimierungspotenziale bei der Einbindung von Umsetzungspartnern, beim Zugang zu Risiko- und Eigenkapital sowie bei der stärkeren Abstimmung der Flagship-Initiative mit Bundesratsprioritäten. Der Bericht wurde im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) erstellt.
Personen
- Prof. A. Lienhard (Universität Bern; Externe Studie)
Themen
- Innovationsförderung
- Technologietransfer
- Forschungs- und Innovationspolitik
- Künstliche Intelligenz
- Geopolitische Resilienz
Clarus Lead
Die Evaluation kommt zu einem Zeitpunkt, in dem Innovation geopolitisch an Bedeutung gewinnt – insbesondere bei Schlüsseltechnologien und resilienten Wertschöpfungsketten. Während das SWR-Urteil die bestehende Struktur von Innosuisse validiert, offenbaren die Empfehlungen strukturelle Lücken: Schweizer Innovationsakteure haben keinen oder nur begrenzten Zugang zu internationalen Förderinstrumenten wie dem amerikanischen SBIR-Programm oder der Advanced Research Projects Agency (ARPA). Dies könnte die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz in kritischen Technologiebereichen gefährden.
Detaillierte Zusammenfassung
Der SWR attestiert Innosuisse eine klare Aufgabenteilung mit anderen Förderträgern wie kantonalen Programmen, der Neuen Regionalpolitik (NRP), dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und EU-Programmen. Das Portfolio konzentriert sich auf Bottom-up-Förderung, während die Flagship-Initiative thematische Schwerpunkte und Querschnittsthemen wie nachhaltige Entwicklung ermöglicht. Der Bundesrat kann Innosuisse zudem mit zeitlich begrenzten Sonderprogrammen, themenorientierten Programmen und nationalen Initiativen beauftragen.
Als Verbesserungsmöglichkeiten empfiehlt der SWR: bessere Koordination bei Projekten ohne Umsetzungspartner, Vereinfachung von Hürden für Implementierungsakteure aus Praxis, Gesellschaft und öffentlichen Institutionen, sowie erleichterter Zugang zu Risiko- und Eigenkapitalfinanzierung. Der Bericht identifiziert zusätzlichen Analysebedarf bezüglich Erfolgsraten von Anträgen, Fragen der Direkt- und Einzelförderung von Unternehmen sowie der strategischen Bewertung von Dual-Use- und militärischer Forschung.
Kernaussagen
- Innosuisse erfüllt seinen gesetzlichen Auftrag; das Portfolio ist kohärent und systemisch gut positioniert
- Schweizer Innovationsakteure haben begrenzte Zugangsoptionen zu internationalen Förderinstrumenten (SBIR, ARPA)
- Empfohlene Verbesserungen: Stärkere Einbindung von Umsetzungspartnern, besserer Kapitalzugang, stärkere Abstimmung mit Bundesratsprioritäten
Kritische Fragen
Evidenz: Auf welchen Erfolgskennzahlen basiert die Bewertung der Portfolio-Kohärenz? Welche Metriken wurden zur Validierung des „gesetzlichen Auftrags" herangezogen?
Quellenvalidität: Wie repräsentativ sind die externen Studien (Lienhard, Technopolis Wien) für die Gesamtbeurteilung? Wurden Interessenskonflikte der Evaluatoren offengelegt?
Kausalität: Inwiefern ist die fehlende Partizipation von Umsetzungspartnern eine Folge von Innosuisse-Hürden versus mangelndem Marktinteresse? Welche Alternativen zur Kapitalfinanzierung wurden geprüft?
Umsetzbarkeit: Wie realistisch ist es, dass der Bundesrat Zugang zu ARPA-ähnlichen Programmen erhält? Welche Risiken bergen Dual-Use-Forschungsprogramme?
Geopolitische Dimension: Inwiefern adressiert die aktuelle Innosuisse-Struktur strategische Technologielücken (KI, Halbleiter, kritische Mineralien)?
Monitoring: Welche Indikatoren werden zur Überprüfung der Umsetzung dieser Empfehlungen etabliert?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Schweizerischer Wissenschaftsrat – Evaluationsbericht Innosuisse-Portfolio – swr-web.vercel.app/veroeffentlichungen
Verifizierungsstatus: ✓ 04.06.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 04.06.2026