Kurzfassung
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) verzeichnet 2025 einen Gewinn von 26,1 Milliarden Franken – nur ein Drittel des Vorjahresergebnisses von 80,7 Milliarden Franken. Massive Verluste bei Fremdwährungspositionen (−53,1 Mrd. Fr.) wurden durch einen starken Goldpreisanstieg teilweise kompensiert. Trotz des deutlichen Rückgangs ermöglicht das Ergebnis eine maximale Dividendenzahlung und eine Ausschüttung von 4 Milliarden Franken an Bund und Kantone.
Personen
- Benedikt Hollenstein (Autor, 20 Minuten)
Themen
- Nationalbank-Finanzen 2025
- Währungsverluste
- Goldpreisgewinne
- Gewinnausschüttungen
Clarus Lead
Die SNB präsentiert ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2025: Der Gesamtgewinn schrumpft auf 26,1 Milliarden Franken, was ein starkes Einbrechen gegenüber 2024 signalisiert. Entscheidend für Finanzpolitiker und Bundesrat ist die Stabilität der Ausschüttungen an Bund und Kantone (4 Mrd. Fr.), die trotz angespannter Märkte aufrechterhalten werden können. Der Gewinn wurde primär durch Goldgewinne von 36,3 Milliarden Franken gestützt, während Währungspositionsverluste das Ergebnis massiv belasteten.
Detaillierte Zusammenfassung
Der Gewinnrückgang ist hauptsächlich auf massive Verluste bei Fremdwährungspositionen zurückzuführen. Die SNB verbuchte hier einen Fehlbetrag von 53,1 Milliarden Franken, der durch hohe Wechselkursschwankungen verursacht wurde. Zwar erzielte die Bank Zins- und Dividendenerträge sowie Kursgewinne auf Wertschriften, doch die Währungsbewegungen überlagerten diese positiven Effekte deutlich. Zusätzlich entstand ein Verlust von 8,8 Milliarden Franken auf Fremdwährungspositionen selbst.
Als stabilisierender Faktor fungierte der Goldbestand. Der Goldpreis stieg um 45,9 Prozent, während die physischen Bestände unverändert bei 1.040 Tonnen blieben. Dies generierte einen Gewinn von 36,3 Milliarden Franken – eine erhebliche Pufferung gegen die Währungsverluste. Auf Frankenpositionen verbuchte die SNB einen kleineren Verlust von 0,9 Milliarden Franken, hauptsächlich durch Zinszahlungen auf Giroguthaben.
Die Rückstellungen für Währungsreserven wurden auf 12,7 Milliarden Franken erhöht, was der gesetzlichen Mindestvorgabe entspricht (10 % des Vorjahresbestands). Damit steigen die Gesamtrückstellungen von 127,3 auf 140,1 Milliarden Franken. Der Bilanzgewinn von 26,3 Milliarden Franken ermöglicht die maximale Dividende von 15 Franken pro Aktie sowie die Ausschüttung von 4 Milliarden Franken an öffentliche Hand – ein Drittel für den Bund, zwei Drittel für die Kantone.
Kernaussagen
- Gewinnrückgang: 26,1 Mrd. Fr. (2025) vs. 80,7 Mrd. Fr. (2024) – Rückgang um zwei Drittel
- Hauptbelastung: Währungsverluste von 53,1 Mrd. Fr. durch ungünstige Wechselkursbewegungen
- Stabilisator Gold: 36,3 Mrd. Fr. Gewinn durch 45,9% Goldpreisanstieg
- Ausschüttungen gesichert: 4 Mrd. Fr. an Bund/Kantone + maximale Dividende möglich
- Vorsichtsmassnahme: Rückstellungen auf 140,1 Mrd. Fr. erhöht
Kritische Fragen
Datenqualität & Prognosen: Inwiefern basieren die SNB-Gewinne auf aktuellen Marktbewertungen, und wie sensibel sind die Goldgewinne gegenüber Preisrückgängen in den kommenden Quartalen?
Währungsvolatilität & Anreize: Welche Strategien verfolgt die SNB zur Minimierung von Fremdwährungsrisiken, und inwieweit spielen politische Vorgaben bei der Positionierung eine Rolle?
Kausalität & Alternativen: Sind die massiven Währungsverluste primär durch externe Marktfaktoren oder durch SNB-Positionierungsentscheidungen verursacht worden? Hätte eine andere Anlageallokation bessere Ergebnisse erbracht?
Nachhaltige Ausschüttungen: Können die aktuellen Ausschüttungsniveaus an Bund und Kantone dauerhaft aufrechterhalten werden, oder drohen Spannungen bei künftigen Marktabschwüngen?
Goldabhängigkeit: Wie hoch ist die operative Abhängigkeit der SNB von Goldpreisgewinnen, und welche Risiken entstehen bei einem Goldpreisrückgang?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Nationalbank: Gewinn der SNB schrumpft deutlich – 20 Minuten, 02.03.2026
Verifizierungsstatus: ✓ 02.03.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 02.03.2026