Kurzfassung

Das Bundesamt für Energie (BFE) veröffentlichte am 23. Juni 2026 seinen Jahresbericht zum Schweizer Fahrzeugmarkt 2025. Während Personenwagen-Neuzulassungen um 1,1 % sanken, stiegen die CO₂-Emissionen beider Fahrzeugkategorien deutlich – Personenwagen um 10,8 %, Lieferwagen um 9 %. Der Anteil von Steckerfahrzeugen (Batterie- und Plug-in-Hybride) bei Personenwagen wuchs auf 34,4 %. Trotz dieser Reduktionen verfehlten beide Fahrzeugkategorien ihre CO₂-Zielwerte erheblich, was zu Sanktionen von insgesamt 123,6 Millionen Franken führte.

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Themen

  • CO₂-Emissionen und Klimapolitik
  • Elektromobilität und Antriebstechnologien
  • Schweizer Fahrzeugmarkt
  • Energieeffizienz
  • Regulatorische Vollzugsmassnahmen

Clarus Lead

Die Verfehlung der CO₂-Zielwerte markiert einen Wendepunkt in der Schweizer Klimapolitik: Trotz beschleunigtem Elektrofahrzeug-Wachstum (Marktanteil +6,6 Prozentpunkte) reicht die Umstellung nicht aus, um die verschärften Vorgaben zu erfüllen. Die deutlich höheren Sanktionen (97,7 Millionen Franken bei Personenwagen gegenüber 2,26 Millionen im Vorjahr) signalisieren, dass Importeure unter Druck geraten – eine Entwicklung, die Investitionen in Elektromobilität beschleunigen könnte, aber auch Preiserhöhungen für Konsumenten mit sich bringt.

Detaillierte Zusammenfassung

Die Neuzulassungen von Personenwagen erreichten 2025 rund 245.500 Fahrzeuge, ein leichter Rückgang gegenüber 2024. Parallel stieg der Marktanteil von Steckerfahrzeugen (batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride) um 6,6 Prozentpunkte auf 34,4 % – der höchste Wert seit Einführung der verschärften CO₂-Zielwerte 2020. Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) erreichten einen Marktanteil von 23 % (+3,9 Prozentpunkte), Plug-in-Hybride (PHEV) von 11,4 % (+2,7 Prozentpunkte).

Trotz dieser Elektrifizierung sank die durchschnittliche CO₂-Emission von Personenwagen auf 101,6 g CO₂/km (2024: 113,9 g/km), verfehlt aber den Zielwert von 93,6 g CO₂/km deutlich. Der durchschnittliche Energieverbrauch sank auf 5,1 Liter Benzinäquivalent pro 100 Kilometer. Bei Lieferwagen und leichten Sattelschleppern (LNF) wurden 29.500 Neufahrzeuge zugelassen (+6,7 %), mit einem Steckerfahrzeug-Anteil von 20 % (2024: 10,5 %). Die durchschnittlichen CO₂-Emissionen fielen von 192,4 auf 174,9 g CO₂/km, liegen aber über dem Zielwert von 153,9 g CO₂/km.

Die Verfehlung der Zielwerte resultierte in Sanktionen von 97,7 Millionen Franken für Personenwagen und 25,9 Millionen Franken für LNF. Diese Sanktionen werden gegen 56 Grossimporteure und etwa 600 Kleinimporteure von Personenwagen sowie gegen Importeure von LNF verhängt. Der massive Anstieg der Sanktionen bei Personenwagen (von 2,26 auf 97,7 Millionen Franken) ist direkt auf die 2020 verschärften CO₂-Zielwerte zurückzuführen.

Kernaussagen

  • Elektrofahrzeuge erreichen in der Schweiz einen Rekordmarktanteil von 34,4 % bei Personenwagen, wachsen aber auch bei Lieferwagen (+9,5 Prozentpunkte)
  • CO₂-Emissionen sinken deutlich (PW: −10,8 %, LNF: −9 %), reichen aber nicht aus, um die verschärften Zielwerte zu erfüllen
  • Sanktionen für Fahrzeugimporteure explodieren auf 123,6 Millionen Franken – ein wirtschaftlicher Druck, der weitere Elektrifizierung erzwingen könnte

Kritische Fragen

  1. Evidenz: Wie definiert das BFE die CO₂-Emissionsmessung für Plug-in-Hybride? Werden realistische Fahrbedingungen oder Laborwerte zugrunde gelegt, und könnten optimierte Testverfahren die Ergebnisse verfälschen?

  2. Interessenskonflikte: Profitieren Fahrzeugimporteure von Sanktionseinnahmen durch staatliche Subventionsprogramme für Elektromobilität, oder existiert ein Interessenkonflikt zwischen Vollzugsbehörde und Industrie?

  3. Kausalität: Lässt sich der Emissionsrückgang primär der Elektrifizierung zuschreiben, oder spielen Verbesserungen bei Verbrennungsmotoren und leichtere Fahrzeugkonstruktionen eine unterschätzte Rolle?

  4. Umsetzbarkeit: Sind die CO₂-Zielwerte für 2026 und darüber hinaus technisch und wirtschaftlich erreichbar, ohne dass Fahrzeugpreise für Konsumenten signifikant steigen oder Importeure den Markt verlassen?

  5. Datenqualität: Wie vollständig ist die Erfassung von Kleinimporteuren (600 PW, ~100 LNF), und könnten Lücken die Gesamtemissionsbilanzen verzerren?

  6. Nebenwirkungen: Führen hohe Sanktionen zu einer Marktkonzentration (Grossimporteure können Kosten tragen, Kleinimporteure nicht), und verschärft dies Wettbewerbsprobleme?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Bundesamt für Energie (BFE) – Jahresbericht Schweizer Fahrzeugmarkt 2025 – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/Fr7Zcz8GPtKzQ6snXZAXU

Ergänzende Ressourcen:

  • CO₂-Emissionsvorschriften für Personenwagen: www.bfe.admin.ch/auto-co2
  • Kennzahlen Neuwagenflotte (Jahreszahlen): www.bfe.admin.ch/bfe/de/home/versorgung/statistik-und-geodaten/kennzahlen-fahrzeuge/kennzahlen-neuwagenflotte.html
  • Open Data Vollzugsresultate: opendata.swiss

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Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 23.06.2026