Kurzfassung
Der Bundesrat genehmigte am 1. April 2026 den Geschäftsbericht 2025 der Schweizerischen Exportrisikoversicherung (SERV). Die SERV verzeichnete ein Neugeschäft von über 4,3 Milliarden Franken, deutlich höher als im Vorjahr, und erzielte ein positives Jahresergebnis von 27,3 Millionen Franken. Der Gesamtexposurebestand stieg auf knapp 11,4 Milliarden Franken (+15 %). Aufgrund erhöhter Nachfrage erhöht der Bundesrat den Verpflichtungsrahmen von 14 auf 16 Milliarden Franken. Die SERV übernahm zudem Anfang 2026 die Federführung für das Grossinfrastrukturprojekt-Mandat (GIP-Mandat) vom SECO.
Personen
- Bundesrat (Kollegialorgan; Entscheidungsträger)
Themen
- Exportrisikoversicherung
- Schweizer Exportwirtschaft
- Bundesfinanzen
- Grossinfrastrukturprojekte
Clarus Lead
Die Kapazitätserhöhung der SERV signalisiert wachsende geopolitische Unsicherheit für Schweizer Exporteure: Mit über 81 % Auslastung des bisherigen Rahmens ist die Nachfrage nach Absicherung deutlich gestiegen. Die Übernahme des GIP-Mandats positioniert die SERV als zentrale Koordinierungsstelle für das „Team Switzerland Infrastructure" und erweitert ihre strategische Rolle in der Exportförderung. Eine geplante Teilrevision des Exportrisikoversicherungsgesetzes (ab 2026 Vernehmlassung) deutet auf strukturelle Anpassungsbedarfe hin.
Detaillierte Zusammenfassung
Die SERV genehmigt 2025 insgesamt 588 Versicherungsanträge auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr, doch das Volumen der neu zugesagten Geschäfte (Neuexposure) stieg deutlich auf rund 4,3 Milliarden Franken. Dieser Anstieg resultiert aus zwei Faktoren: einzelnen Grossprojekten und dem erhöhten Absicherungsbedarf der Exportwirtschaft im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld. Das grösste Länderengagement konzentriert sich auf die Türkei mit gut 1,4 Milliarden Franken; nach Branchen dominiert der Maschinenbau mit über 2,3 Milliarden Franken.
Die SERV verfügt über eine solide Kapitalausstattung von gut 3 Milliarden Franken und arbeitet eigenwirtschaftlich. Die Erhöhung des Verpflichtungsrahmens von 14 auf 16 Milliarden Franken erfolgt ohne finanzielle Auswirkungen auf den Bundeshaushalt. Parallel dazu hat die SERV Anfang 2026 vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) die Federführung für das Grossinfrastrukturprojekt-Mandat (GIP-Mandat) übernommen. 2025 unterstützte sie fünf Grossinfrastrukturprojekte mit einem Gesamtauftragswert von über 503 Millionen Franken, an denen sich 47 Schweizer Unterlieferanten beteiligten.
Kernaussagen
- SERV verzeichnet mit 4,3 Mrd. Franken Neugeschäft deutliche Steigerung; Gesamtbestand wächst 15 % auf 11,4 Mrd. Franken
- Bundesrat erhöht Verpflichtungsrahmen von 14 auf 16 Mrd. Franken zur Bewältigung gestiegener Nachfrage in unsicherem Umfeld
- SERV übernimmt Federführung für Grossinfrastrukturprojekt-Mandat und wird zentrale Koordinierungsstelle für „Team Switzerland Infrastructure"
Kritische Fragen
Evidenz/Datenqualität: Welche spezifischen wirtschaftlichen Faktoren oder geopolitischen Ereignisse in 2025 führten zu dem 15%-igen Anstieg des Gesamtexposurebestands? Sind Branchen- oder Länderausfallrisiken in der Risikomodellierung adäquat abgebildet?
Interessenskonflikte: Wie wird die Unabhängigkeit der SERV bei der Priorisierung von Grossinfrastrukturprojekten gegenüber kleineren Exporteuren gewährleistet? Besteht ein Interessenkonflikt zwischen Profitabilität und universeller Exportförderung?
Kausalität/Alternativen: Ist die Erhöhung des Verpflichtungsrahmens auf 16 Mrd. Franken die optimale Antwort, oder sollten alternative Instrumente (z. B. Risikoprämien, Selbstbeteiligungen) erwogen werden?
Umsetzbarkeit/Risiken: Welche Rückversicherungsstrategien sichert die SERV bei einer Kapazitätserhöhung um 2 Mrd. Franken ab? Wie robust ist die Kapitalausstattung von 3 Mrd. Franken gegen Mehrfachausfälle in Hochrisikoländern wie der Türkei?
Regulatorische Änderungen: Welche konkreten Gesetzesänderungen werden in der geplanten Teilrevision des SERVG (Vernehmlassung 2026) erwartet? Wie beeinflussen diese die Geschäftstätigkeit?
Grossprojekte-Mandat: Wie wird die neue Koordinierungsfunktion des „Team Switzerland Infrastructure" operativ umgesetzt? Welche Ressourcen und Fachkompetenz benötigt die SERV dafür?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Geschäftsbericht 2025 der Schweizerischen Exportrisikoversicherung SERV – www.serv-ch.com/gb | Medienmitteilung Bundesrat, 01.04.2026
Verifizierungsstatus: ✓ 01.04.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 01.04.2026