Kurzfassung
Der Bundesrat hat am 6. März 2026 seinen Jahresbericht zum Personalmanagement der Bundesverwaltung für 2025 genehmigt. Von elf strategischen Zielvorgaben für die Legislaturperiode 2024–2027 wurden bereits fünf erreicht, darunter eine Steigerung des Frauenanteils in oberen Kaderpositionen von 28,7 auf 30 Prozent. Die Geschlechterverteilung zeigt insgesamt positive Entwicklungen, während die Verbleibquoten von Lernenden und Praktikantinnen weiterhin eine Herausforderung darstellen.
Personen
- Bundesrat (kollektiv)
Themen
- Personalmanagement Bundesverwaltung
- Geschlechterverteilung
- Sprachenvielfalt
- Inklusion und Behindertenquote
- Nachwuchsförderung
Clarus Lead
Der Bundesrat hat das Reporting Personalmanagement 2025 genehmigt und an die Geschäftsprüfungs- und Finanzkommissionen weitergeleitet. Für die Legislatur 2024–2027 verfolgt die Bundesverwaltung elf strategische Sollwerte in sechs personalpolitischen Bereichen. Im zweiten Berichtsjahr wurden bereits fünf dieser Ziele erreicht, was auf wirksame Personalpolitik hindeutet – allerdings mit regionalen und funktionalen Unterschieden bei der Umsetzung.
Detaillierte Zusammenfassung
Der Bundesrat hat am 1. Mai 2024 ein umfassendes Personalmanagement-Framework mit elf strategischen Sollwerten für die aktuelle Legislaturperiode beschlossen. Diese Ziele erstrecken sich über sechs zentrale Bereiche: Geschlechterverteilung, Sprachenanteile, Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen, Anteil Lernender, Hochschulpraktikantinnen und -praktikanten sowie deren Verbleibquoten. Die Sollwerte sind als Zielbänder ausgestaltet und definieren den angestrebten Stand bis Ende 2027.
Im Jahr 2025 zeigt sich ein differenziertes Bild der Zielerreichung. Der Frauenanteil in den oberen Kaderlohnklassen (30–38) konnte von 28,7 auf 30 Prozent gesteigert werden. Auch in der Verteidigung verbesserte sich der Frauenanteil von 15 auf 16,3 Prozent. Bei den Landessprachen liegen alle vier Anteile im Sollbereich: Deutsch 69,1 Prozent, Französisch 23,5 Prozent, Italienisch 7 Prozent und Rätoromanisch 0,5 Prozent. Die Anteile Lernender (4,1 Prozent) und Hochschulpraktikantinnen (2,3 Prozent) befinden sich ebenfalls innerhalb der Zielbänder.
Allerdings zeigen sich auch Verzögerungen: Bei der Gesamtgeschlechterverteilung, dem Frauenanteil in mittleren Kaderlohnklassen (24–29), im Grenzwachtkorps und bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen liegen die Werte nur knapp unter den Sollwerten. Die grösste Herausforderung bleibt die Verbleibquote von Lernenden und Praktikantinnen, wo die Sollwerte bislang nicht erreicht wurden.
Kernaussagen
- Fünf von elf Zielen erreicht: Der Bundesrat hat bereits die Hälfte der strategischen Sollwerte im zweiten Berichtsjahr der Legislaturperiode erfüllt.
- Frauenanteil steigt: Besonders in Kaderpositionen und der Verteidigung zeigen sich messbare Fortschritte bei der Geschlechterparität.
- Sprachliche Balance gesichert: Alle vier Landessprachen sind im Personalbestand angemessen repräsentiert.
- Nachwuchsförderung stabil: Lernende und Praktikantinnen werden in ausreichender Quote beschäftigt, ihre langfristige Bindung bleibt aber problematisch.
Kritische Fragen
Datenqualität: Wie werden die Sollwerte gemessen und validiert? Welche Datenquellen und Erhebungsmethoden liegen dem Reporting zugrunde, und wie wird deren Zuverlässigkeit gewährleistet?
Verzögerungen bei Teilzielen: Warum liegen vier Sollwerte „nur knapp unter" den Zielvorgaben? Welche spezifischen Hürden verhindern die Erreichung, insbesondere beim Frauenanteil in mittleren Kadern und im Grenzwachtkorps?
Verbleibquoten-Herausforderung: Welche Ursachen führen dazu, dass Lernende und Praktikantinnen nicht in ausreichender Quote in der Bundesverwaltung bleiben? Sind es Angebots-, Karriere- oder Anreizprobleme?
Regionale Disparitäten: Zeigen sich bei der Geschlechterverteilung und Sprachrepräsentation systematische Unterschiede zwischen einzelnen Departements oder Regionen, und wie werden diese adressiert?
Inklusion von Menschen mit Behinderungen: Der aktuelle Anteil wird nicht genannt – wie weit liegt die Bundesverwaltung vom Sollwert entfernt, und welche konkreten Massnahmen sind geplant?
Kausalität von Massnahmen: Welche personalpolitischen Interventionen haben zu den Verbesserungen beim Frauenanteil geführt? Sind diese Massnahmen skalierbar auf andere Bereiche?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Personalmanagement der Bundesverwaltung: Bundesrat heisst Berichterstattung gut – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/u5u6p26Yei9zpxCkGMysb
Verifizierungsstatus: ✓ 06.03.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 06.03.2026