Kurzfassung
Die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) prognostiziert eine deutliche Verschlechterung der öffentlichen Finanzen in den Jahren 2026 und 2027, bevor sich die Lage ab 2028 wieder stabilisiert. Haupttreiber sind die Einführung der 13. AHV-Rente ohne zusätzliche Finanzierung und ein leicht defizitäres Ergebnis der Arbeitslosenversicherung. SNB-Gewinnausschüttungen und geplante Mehrwertsteuerererhöhungen sollen die Defizite ab 2028 kompensieren. Ein Alternativszenario zeigt erhebliche Risiken auf, sollten diese Finanzierungsquellen wegfallen.
Personen
- Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV)
Themen
- Öffentliche Finanzen
- AHV-Rente (13. Rente)
- SNB-Gewinnausschüttung
- Mehrwertsteuer
- Arbeitslosenversicherung
Clarus Lead
Die öffentlichen Haushalte der Schweiz (Bund, Kantone, Gemeinden, Sozialversicherungen) werden 2026–2027 unter Druck geraten. Zwei zentrale Faktoren verschärfen die Situation: die Einführung der 13. AHV-Rente ohne Gegenfinanzierung und Defizite in der Arbeitslosenversicherung. Entscheidend für die Finanzstabilität sind die SNB-Gewinnausschüttungen (4 Mrd. CHF 2026, 3 Mrd. CHF 2027–2029) und die geplante Mehrwertsteuerererhöhung um 0,8 Prozentpunkte ab 2028 zur Finanzierung von Sicherheit, Verteidigung und AHV. Ohne diese Massnahmen droht ein deutliches Defizit von -3,8 Milliarden Franken bis 2029.
Detaillierte Zusammenfassung
Das Finanzierungsergebnis des Staatssektors wird 2026 und 2027 unter Druck bleiben. Die 13. AHV-Rente belastet die Sozialversicherungen erheblich, da sie nach aktuellen Annahmen ohne zusätzliche Finanzierungsquellen eingeführt wird. Parallel dürfte die Arbeitslosenversicherung aufgrund der Arbeitsmarktlage leicht defizitär werden – ein Defizit, das jedoch durch das Nettovermögen der Versicherung gedeckt werden kann. Die SNB-Gewinnausschüttung von 4 Milliarden Franken 2026 und 3 Milliarden Franken 2027 wirkt als wichtiger Puffer zur Defizitbegrenzung.
Ab 2028 zeichnet sich eine Erholung ab. Die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,8 Prozentpunkte zur Stärkung von Sicherheit, Verteidigung und AHV-Finanzierung, kombiniert mit einer erwarteten Verbesserung der Arbeitsmarktlage, sollte die Finanzlage stabilisieren. Eine moderate konjunkturelle Erholung unterstützt das Wachstum der Steuereinnahmen zusätzlich.
Das Alternativszenario offenbart erhebliche Risiken: Sollte die SNB ab 2027 keine Gewinne mehr ausschütten und die Mehrwertsteuerererhöhung 2028 unterbleiben, würde sich das Finanzierungsergebnis drastisch verschlechtern und 2029 auf -3,8 Milliarden Franken sinken. Dieses Szenario berücksichtigt nicht aktuelle geopolitische Entwicklungen oder internationale Handelspolitik-Änderungen, trägt aber illustrativen Charakter, da gesetzliche Fiskalregeln Handlungsspielraum begrenzen.
Kernaussagen
- 2026–2027: Deutliche Verschlechterung der öffentlichen Finanzen durch 13. AHV-Rente und Arbeitslosenversicherungs-Defizite
- SNB-Ausschüttungen: 4 Mrd. CHF (2026) und 3 Mrd. CHF (2027–2029) sind zentral zur Defizitbekämpfung
- Ab 2028: Erholung durch Mehrwertsteuerererhöhung (0,8 PP), verbesserte Arbeitsmarktlage und Konjunkturwachstum
- Alternativszenario: Ohne SNB-Gewinne und MwSt-Erhöhung droht Defizit von -3,8 Mrd. CHF 2029
- Unsicherheiten: Geopolitische Entwicklungen, internationale Handelspolitik und Kreditreste beeinflussen Prognosen erheblich
Kritische Fragen
Evidenz/Datenqualität: Basieren die SNB-Gewinnausschüttungsprognosen (3–4 Mrd. CHF) auf aktuellen Bilanzen oder sind dies politische Annahmen? Wie robust ist die Datenbasis angesichts volatiler Finanzmärkte?
Interessenkonflikte: Inwiefern beeinflusst die Abhängigkeit von SNB-Gewinnen die politische Bereitschaft, strukturelle Reformen (z. B. AHV-Finanzierung) durchzusetzen?
Kausalität/Alternativen: Könnte die 13. AHV-Rente alternativ durch Lohnbeitragssätze oder Kapitaldeckung finanziert werden, statt auf SNB-Ausschüttungen zu verlassen?
Umsetzbarkeit/Risiken: Welche politischen Hürden bestehen für die Mehrwertsteuerererhöhung um 0,8 PP, und wie wahrscheinlich ist deren Umsetzung bis 2028?
Geopolitische Risiken: Das Alternativszenario ignoriert jüngste Nahost-Ereignisse – wie könnten eskalierte Konflikte oder Handelskriege die Prognose destabilisieren?
Arbeitsmarkt-Annahmen: Auf welchen Wirtschaftswachstums-Szenarien basiert die erwartete Verbesserung der Arbeitsmarktlage 2028–2029?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Finanzstatistik: Prognosen zu den öffentlichen Finanzen 2026–2029 – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/ZaLdYqBDyq3Yld8DkHddz
Verifizierungsstatus: ✓ 19. März 2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 19. März 2026