Kurzfassung

Der Bundesrat hat am 19. Juni 2026 einen Postulatsbericht zur Evaluation von Doktoratskooperationen zwischen Fachhochschulen, pädagogischen Hochschulen und universitären Hochschulen verabschiedet. Die Evaluation zeigt, dass diese Kooperationen insgesamt gut funktionieren und den wissenschaftlichen Nachwuchs mit doppeltem Kompetenzprofil (Theorie und Praxis) stärken. Gleichzeitig entstehen durch unterschiedliche Strukturen der Hochschultypen verschiedene Herausforderungen. Die Schweizer Hochschulkonferenz (SHK) unterstützt solche Projekte seit 2017 mit projektgebundenen Beiträgen und wird die Entwicklung weiter beobachten.

Personen

  • Keine Einzelpersonen namentlich genannt

Themen

  • Hochschulpolitik
  • Doktoratsausbildung
  • Hochschulkooperationen
  • Forschungsförderung
  • Bildungspolitik

Clarus Lead

Die Evaluation kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Schweizer Hochschullandschaft ihre Profilschärfung zwischen unterschiedlichen Hochschultypen weiterhin als bildungspolitisches Ziel verfolgt. Die Frage, wie der Bedarf an wissenschaftlichem Nachwuchs mit doppeltem Kompetenzprofil gedeckt wird, bleibt zentral für eine leistungsfähige und differenzierte Hochschullandschaft. Bis Ende 2026 werden Doktoratskooperationen noch mit projektgebundenen Mitteln unterstützt – danach müssen neue Finanzierungsmodelle geklärt werden.

Detaillierte Zusammenfassung

Die Evaluation basiert auf dem Postulat 23.3960 der nationalrätlichen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) und untersucht die Entwicklung von Kooperationen im Doktoratsbereich seit ihrer systematischen Förderung durch die Schweizer Hochschulkonferenz ab 2017. Die Kooperationen entstehen typischerweise aus bestehenden Forschungspartnerschaften und stärken den wissenschaftlichen Kompetenzaufbau sowie die Forschungseinbindung von Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen.

Besonders in Fachbereichen wie Künste, Soziale Arbeit und Fachdidaktik erweisen sich Kooperationen mit ausländischen Hochschulen als wertvoll für die Qualifizierung im doppelten Kompetenzprofil. Die unterschiedlichen institutionellen Strukturen zwischen Fachhochschulen (anwendungsorientiert) und Universitäten (forschungsorientiert) schaffen zwar Synergien, führen aber auch zu Koordinationschallengen. Die gesetzlich definierte Aufgabenteilung bleibt Grundlage dieser Zusammenarbeit und soll eine klare Profilbildung sicherstellen.

Kernaussagen

  • Doktoratskooperationen zwischen Fachhochschulen und universitären Hochschulen funktionieren insgesamt gut und bieten wichtige Chancen für den wissenschaftlichen Nachwuchs
  • Das doppelte Kompetenzprofil (Theorie und Praxis) wird durch diese Kooperationen gezielt gestärkt
  • Unterschiedliche Hochschulstrukturen bringen sowohl Synergien als auch Herausforderungen mit sich
  • Finanzierungsfrage bleibt offen: Projektgebundene Unterstützung läuft Ende 2026 aus

Kritische Fragen

  1. Evidenz: Welche konkreten Indikatoren wurden zur Bewertung der Kooperationsqualität herangezogen, und wie wurde der Erfolg des „doppelten Kompetenzprofils" messbar gemacht?

  2. Datenqualität: Wie repräsentativ ist die Evaluation für alle Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen, und wurden regionale oder fachliche Unterschiede systematisch erfasst?

  3. Interessenskonflikte: Inwiefern könnten Fachhochschulen ein Interesse daran haben, Kooperationen positiver darzustellen, um weitere Förderung zu sichern?

  4. Kausalität: Lässt sich nachweisen, dass die Kooperationen selbst (und nicht andere Faktoren) zu verbessertem wissenschaftlichem Nachwuchs führen?

  5. Finanzierung: Welche Alternativen zur projektgebundenen Finanzierung werden nach 2026 ernsthaft erwogen, und wer trägt die Kosten?

  6. Umsetzbarkeit: Wie konkret sind die identifizierten Herausforderungen, und gibt es bereits Lösungsvorschläge für die Strukturprobleme?

  7. Langfristigkeit: Besteht das Risiko, dass Kooperationen nach Auslaufen der Förderung zusammenbrechen?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Postulatsbericht des Bundesrates zur Evaluation der Doktoratskooperationen – Verabschiedet 19.06.2026 https://www.news.admin.ch/de/newnsb/DEi4Vqj1J29iqYsSfxrAa

Ergänzende Quellen:

  1. Evaluation des Programms «Doktoratsausbildung» (Barbara Hearing GmbH und econcept, 2025) – https://shk.ch/images/dokumentation/publikationen/evaluation_programm_p-1_doktoratsausbildung.pdf
  2. Postulat 23.3960 der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur – https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20233960

Verifizierungsstatus: ✓ 19.06.2026

Weitere Sprachen: Französisch | Englisch


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 19.06.2026