Kurzfassung
Das Verteidigungsdepartement (VBS) unter Leitung von Bundesrat Martin Pfister zahlt jährlich Leistungsprämien in Millionenhöhe an rund 3.000 Mitarbeiter aus. Dabei werden die eigenen Richtlinien, die eine Obergrenze von 30% der Belegschaft für Prämien vorsehen, regelmässig missachtet. Zwischen 2022 und 2025 erhielten stets über 30% der VBS-Angestellten Zusatzzahlungen. Insgesamt profitierte fast ein Drittel des Personals von der "Boni"-Kultur, während die Gehälter ohnehin schon über dem Durchschnitt liegen.
Personen
- Martin Pfister (Bundesrat, VBS-Vorsteher)
- Viola Amherd (ehemalige Bundesrätin)
- Daniel Büchel (VBS-Generalsekretär)
Themen
- Leistungsprämien im öffentlichen Sektor
- Umgang mit Steuergeldern im Verteidigungsministerium
- Einhaltung interner Vorgaben in Bundesbehörden
Clarus Lead
Das Verteidigungsdepartement (VBS) unter Bundesrat Martin Pfister zahlt jährlich Leistungsprämien in Millionenhöhe an rund 3.000 Mitarbeiter aus. Dabei werden die eigenen Richtlinien, die eine Obergrenze von 30% der Belegschaft für Prämien vorsehen, regelmässig missachtet. Zwischen 2022 und 2025 erhielten stets über 30% der VBS-Angestellten Zusatzzahlungen, was bei Kritikern Zweifel an einem sparsamen Umgang mit Steuergeldern aufkommen lässt.
Detaillierte Zusammenfassung
Laut internen VBS-Dokumenten, die dank des Öffentlichkeitsgesetzes transparent gemacht wurden, schüttet das Departement seit 2022 grosszügig Leistungsprämien an seine Mitarbeiter aus. Obwohl die Behördenleitung eine Obergrenze von 30% der Belegschaft für solche "Boni" vorsieht, wurden diese Vorgaben in den letzten Jahren wiederholt missachtet.
So erhielten 2022 über 35% der Angestellten des VBS-Generalsekretariats Zusatzzahlungen von durchschnittlich 1.600 Franken. 2023 waren es 32% mit einem Durchschnittsbetrag von knapp 2.000 Franken. Auch in den Folgejahren 2024 und 2025 lag der Anteil der Prämienbezieher stets über der Vorgabe von 30%. Insgesamt profitierten zwischen 2022 und 2025 jährlich 2.700 bis 3.500 der über 12.000 VBS-Mitarbeiter von diesen Sonderzahlungen in einer Gesamthöhe von 23 Millionen Franken.
Die Behördenleitung rechtfertigt die Überschreitung der internen Vorgaben damit, dass es sich lediglich um "departementsinterne Rahmen" handle, nicht um "bundeweite Vorgaben". Allerdings sah die ehemalige Bundesrätin Viola Amherd die hohe Prämienzahl 2019 von sogar 40% bereits kritisch und mahnte die VBS-Führung, bei der Vergabe von Leistungsprämien künftig zurückhaltender zu sein.
Kernaussagen
- Das VBS unter Bundesrat Martin Pfister zahlt jährlich Leistungsprämien in Millionenhöhe an rund 3.000 Mitarbeiter aus.
- Dabei werden die eigenen Richtlinien, die eine Obergrenze von 30% der Belegschaft für Prämien vorsehen, regelmässig missachtet.
- Zwischen 2022 und 2025 erhielten stets über 30% der VBS-Angestellten Zusatzzahlungen, obwohl die Gehälter ohnehin schon über dem Durchschnitt liegen.
- Die "Boni"-Kultur im VBS lässt bei Kritikern Zweifel am sparsamen Umgang mit Steuergeldern aufkommen.
Kritische Fragen
Wie valide sind die zugrundeliegenden Daten und Informationen aus den internen VBS-Dokumenten? Gibt es unabhängige Quellen, die diese Prämienpraxis bestätigen?
Inwiefern sind mögliche Interessenkonflikte oder Anreizstrukturen bei der Vergabe von Leistungsprämien im VBS zu berücksichtigen? Welche Rolle spielen Führungskräfte und interne Entscheidungsprozesse dabei?
Lässt sich ein kausaler Zusammenhang zwischen den hohen Prämienzahlungen und der Leistungsfähigkeit der VBS-Mitarbeiter belegen? Gibt es alternative Erklärungen für die grosszügige Vergabepraxis?
Welche Risiken und möglichen Nebenwirkungen sind mit der "Boni"-Kultur im VBS verbunden? Wie lässt sich eine transparentere und nachhaltigere Anreizsetzung im öffentlichen Sektor gestalten?
Quellenverzeichnis
Verifizierungsstatus: ✓ 04.03.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 04.03.2026