Kurzfassung

Das Staatssekretariat für Sicherheitspolitik (SEPOS) modernisiert seine Personensicherheitsprüfungen durch Digitalisierung und Prozessoptimierung. Die Interne Revision VBS bestätigt ein solides Fundament und empfiehlt gezielte Verbesserungen, die bis Ende 2026 umgesetzt werden sollen. Ziel ist die Reduktion von Durchlaufzeiten, Vereinheitlichung von Auslandabklärungen und bessere Kontrollfunktionen.

Personen

Themen

  • Digitalisierung von Sicherheitsprozessen
  • Informationssicherheit
  • Verwaltungsreformen
  • Personensicherheitsprüfungen (PSP)

Clarus Lead

Das SEPOS verbessert seine Personensicherheitsprüfungen durch ein umfassendes Modernisierungsprogramm. Die Interne Revision VBS hat Stärken und Optimierungspotenziale identifiziert, die nun systematisch adressiert werden. Kernmassnahmen sind die Ablösung des Informationssystems SIBAD durch ein automatisiertes Nachfolgesystem, Vereinheitlichung von Auslandabklärungen und Schulung von Mitarbeitenden. Diese Weiterentwicklung trägt direkt zur inneren und äusseren Sicherheit der Schweiz bei.

Detaillierte Zusammenfassung

Die Fachstelle Personensicherheitsprüfung im Staatssekretariat für Sicherheitspolitik hat auf Basis von Revisionsempfehlungen ein Optimierungsprogramm eingeleitet. Das aktuelle System SIBAD wird zwar als robust und funktional bewertet, weist aber Schwachstellen auf: manuelle Eingaben und Medienbrüche verlängern die Bearbeitungszeiten. Ein neuausgerichtetes Nachfolgesystem soll diese Ineffizienzen durch verstärkte Automatisierung beheben und integrierte Reporting- sowie Controlling-Mechanismen ermöglichen.

Parallel wurde die Handhabung von Personensicherheitsprüfungen bei Auslandaufenthalten vereinheitlicht und vereinfacht, um den administrativen Aufwand zu reduzieren. Mehrere Empfehlungen erfordern jedoch Anpassungen der Rechtsgrundlagen – insbesondere des Informationssicherheitsgesetzes (ISG) und der Verordnung über Personensicherheitsprüfungen (VPSP). Bei der nächsten Revision werden eine flexiblere Anpassung von Funktionslisten und die Anbindung neuer Register geprüft.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Schulung und Sensibilisierung: Die Fachstelle entwickelt Schulungsvideos für einleitende und entscheidende Stellen, um Rollen, Verantwortlichkeiten und die Bedeutung von Personensicherheitsprüfungen zu verdeutlichen. Der Vorsteher des VBS hat das SEPOS beauftragt, alle Empfehlungen bis Ende 2026 umzusetzen.

Kernaussagen

  • Digitalisierung und Prozessoptimierung: Ablösung von SIBAD durch automatisiertes Nachfolgesystem zur Reduktion von Durchlaufzeiten und Medienbrüchen
  • Vereinheitlichung Ausland: Standardisierte und vereinfachte Handhabung von Personensicherheitsprüfungen bei Auslandaufenthalten
  • Rechtliche Anpassungen: Revision des ISG und der VPSP zur Flexibilisierung von Funktionslisten und Integration neuer Register
  • Mitarbeiterschulung: Entwicklung von Schulungsvideos zur Sensibilisierung und Klärung von Rollen und Verantwortlichkeiten
  • Umsetzungsfrist: Alle Empfehlungen sollen bis Ende 2026 implementiert sein

Kritische Fragen

  1. Datenqualität: Welche spezifischen Metriken zeigen, dass die bestehenden Prozesse tatsächlich ineffizient sind (z. B. durchschnittliche Bearbeitungszeiten, Fehlerquoten)? Der Prüfbericht nennt keine konkreten Zahlen.

  2. Ressourcenausstattung: Sind die budgetären und personellen Ressourcen für die Systemablösung und Schulungsmassnahmen bis Ende 2026 gesichert, oder besteht Umsetzungsrisiko?

  3. Kausalität: Wird durch die bloss technische Automatisierung tatsächlich die Sicherheitsqualität verbessert, oder besteht die Gefahr, dass schnellere Prozesse zu oberflächlicheren Prüfungen führen?

  4. Interessenskonflikte: Wer profitiert von einer Beschleunigung der Prüfungen – sind Anreize zur Effizienzsteigerung möglicherweise mit Sicherheitszielen in Konflikt?

  5. Umsetzungsrisiken: Welche Fallstricke zeigten sich bei früheren Systemmigrationen in der Bundesverwaltung, und wie werden diese vermieden?

  6. Rechtliche Flexibilisierung: Welche Auswirkungen hat die geplante «weitere Flexibilisierung» von Funktionslisten auf die Stringenz der Sicherheitsprüfungen?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Weiterentwicklungen in der Personensicherheitsprüfung – news.admin.ch, 16. März 2026

Verifizierungsstatus: ✓ 16. März 2026


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 16. März 2026