Kurzfassung
Die Nettozuwanderung in die Schweiz ist 2025 um 10,5 Prozent auf 74.675 Personen gesunken – das zweite Jahr in Folge mit rückläufigen Zahlen. Während die Zuwanderung aus dem EU/EFTA-Raum stabil blieb, sank die Migration aus Drittstaaten deutlich. Die Mehrheit der Zugewanderten kam für Erwerbstätigkeit ins Land, was den anhaltenden Arbeitskräftemangel widerspiegelt.
Personen
- (Keine spezifischen Personen genannt)
Themen
- Migrationspolitik
- Arbeitsmarkt und Fachkräfte
- Bevölkerungsentwicklung
- EU/EFTA-Migration
- Drittstaaten-Migration
Clarus Lead
Die Schweiz verzeichnet 2025 eine deutlich geschwächte Nettozuwanderung: Mit 74.675 Personen liegt sie um 8.717 unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang folgt einem ähnlichen Trend 2024 und signalisiert eine strukturelle Verschiebung in der Migrationsdynamik. Besonders relevant für Entscheider ist die divergente Entwicklung nach Herkunftsregion – während EU/EFTA-Migration stabil bleibt, fällt die Zuwanderung aus Drittstaaten um 11,3 Prozent.
Detaillierte Zusammenfassung
Gesamtzuwanderung und Abwanderung
Im Jahr 2025 wanderten 165.386 Personen in die ständige ausländische Wohnbevölkerung ein (–3,1 % gegenüber 2024). Gleichzeitig verliessen 82.659 Personen die Schweiz (+4,8 %), darunter 64.103 EU/EFTA-Angehörige und 18.556 Drittstaatsangehörige. Diese gestiegene Abwanderung trägt wesentlich zum Rückgang der Nettozuwanderung bei.
Regionale Unterschiede und Arbeitsmarktmigration
Die EU/EFTA-Migration bleibt mit 120.965 Personen (73,1 % der Gesamtzuwanderung) praktisch unverändert (+0,3 %), während die Zuwanderung aus Drittstaaten auf 44.421 Personen fällt. Der Wanderungssaldo für EU/EFTA-Bürger beträgt 50.893 Personen, für Drittstaatsangehörige 23.782 Personen.
Für Erwerbstätigkeit kamen 93.086 Personen (–1,6 %), davon 84.487 aus der EU/EFTA. Die Quote der ausgeschöpften Kontingente für Drittstaaten-Fachkräfte liegt bei 62–74 Prozent, was auf teilweise ungenutzte Kapazitäten hindeutet. Der Familiennachzug machte 25,5 Prozent der Nettozuwanderung aus.
Bevölkerungsstruktur und Einbürgerungen
Ende 2025 lebten 1.613.486 EU/EFTA-Staatsangehörige und 800.922 Drittstaatsangehörige dauerhaft in der Schweiz. Italiener (350.958), Deutsche (338.584), Portugiesen (264.341) und Franzosen (181.501) bilden die grössten ausländischen Bevölkerungsgruppen. 41.134 Personen liessen sich einbürgern.
Kernaussagen
- Nettozuwanderung fällt zweites Jahr in Folge: –10,5 % auf 74.675 Personen; strukturelle Trendwende statt Konjunktureffekt
- EU/EFTA-Migration stabilisiert sich: Trotz Rückgang der Gesamtzuwanderung bleibt der Wanderungssaldo aus EU/EFTA konstant
- Drittstaaten-Migration bricht ein: –11,3 % bei Zuwanderung; Kontingente für Fachkräfte nur zu 62–74 % ausgeschöpft
- Arbeitsmarkt bleibt Haupttreiber: 93.086 Personen für Erwerbstätigkeit; Arbeitskräftemangel durch Alterung der Bevölkerung
- Abwanderung steigt parallel: +4,8 % Auswanderungen, insbesondere von EU/EFTA-Bürgern (+5,8 %)
Kritische Fragen
Datenqualität: Wie zuverlässig sind die statistischen Bereinigungen bei der Nettozuwanderungsberechnung, und welche Fehlermargen bestehen bei der Erfassung von Kurzzeitmigration?
Kausalität des Rückgangs: Ist der 10,5-prozentige Rückgang primär auf gestiegene Abwanderung (+4,8 %) oder sinkende Zuwanderung (–3,1 %) zurückzuführen, und welche Faktoren erklären die divergente Entwicklung nach Herkunftsregion?
Arbeitsmarktmismatch: Warum werden nur 62–74 % der Kontingente für Drittstaaten-Fachkräfte ausgeschöpft, während der Arbeitskräftemangel anhält – liegt ein Qualifikations- oder Anerkennungsproblem vor?
Abwanderungstrends: Welche Gründe führen zu einer 5,8-prozentigen Steigerung der EU/EFTA-Abwanderung, und besteht ein Zusammenhang mit Arbeitsmarktbedingungen oder Lebenshaltungskosten?
Familiennachzug-Stabilität: Warum bleibt der Familiennachzug trotz sinkender Gesamtzuwanderung stabil (–0,6 %), und welche Bevölkerungsgruppen profitieren davon?
Bevölkerungsalterung und Nachhaltigkeit: Deckt die aktuelle Nettozuwanderung von 74.675 Personen den strukturellen Arbeitskräftebedarf durch Bevölkerungsalterung ausreichend ab?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Medienmitteilung: Weiter rückläufige Nettozuwanderung im Jahr 2025 – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/ixt-Q0OoyX6niFp2Rp54n
Dokumente:
- Jahresstatistik Zuwanderung 2025 (PDF)
- Ausländerstatistik per 31. Dezember 2025
Verifizierungsstatus: ✓ 20.02.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 20.02.2026