Kurzfassung

Die Ausgaben für Überbrückungsleistungen (ÜL) in der Schweiz sind 2025 um 10,1 Prozent auf 30,3 Millionen Franken angewachsen. Im Dezember 2025 bezogen circa 900 Personen eine ÜL – etwa gleich viele wie Ende 2024. Die Kosten trägt der Bund vollumfänglich. Besonders auffällig: Ausgesteuerte Personen zwischen 60 und 64 Jahren nahmen um 20 Prozent zu. Die Zahlen sind provisorisch, da Jahresendanmeldungen noch nicht vollständig erfasst sind.

Personen

  • Keine Einzelpersonen namentlich erwähnt

Themen

  • Soziale Sicherheit
  • Arbeitslosenversicherung
  • Bundeshaushalte
  • Alterssicherung

Clarus Lead

Die überproportionale Kostensteigerung bei stabiler Bezieherquote deutet auf höhere Leistungssätze oder längere Bezugsdauern hin. Besonders relevant für die Sozialpolitik: Der 20-prozentige Anstieg bei Personen ab 60 signalisiert wachsende Schwierigkeiten beim Arbeitsmarktzugang für ältere Arbeitnehmende – ein Thema, das die kommende Evaluation der ÜL 2027 klären soll. Die Bundeskasse wird damit unter Druck gesetzt, obwohl das System noch in seiner Pilotphase ist.

Detaillierte Zusammenfassung

Die Überbrückungsleistungen, ein Instrument zur Unterstützung ausgesteuerter Personen in der Schweiz, verzeichnen eine beschleunigte Kostenentwicklung. Mit einem Anstieg von 10,1 Prozent gegenüber 2024 übersteigt die Wachstumsrate die Inflationserwartungen deutlich. Dies lässt vermuten, dass nicht nur die Anzahl der Bezüger anwächst, sondern auch die durchschnittliche Leistungshöhe oder Bezugsdauer gestiegen ist.

Die demografische Verschiebung zu älteren Empfängern ist markant: Personen zwischen 60 und 64 Jahren, die ausgesteuert sind, machten 2025 einen um ein Fünftel höheren Anteil aus als 2024. Dies reflektiert strukturelle Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt für ältere Arbeitnehmende, die nach Ausschöpfung der Arbeitslosenversicherung keine reguläre Beschäftigung finden. Die stabilen Gesamtzahlen (ca. 900 Personen) deuten darauf hin, dass der Zuwachs in der Altersgruppe 60+ durch Rückgänge in jüngeren Kohorten kompensiert wird.

Die geplante gesetzliche Evaluation für 2027 wird auf Daten aus fünf Jahren Programmlaufzeit basieren und Aufschluss über die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des Systems geben. Bis dahin bleibt unklar, ob die Kostensteigerung ein vorübergehendes Phänomen oder ein struktureller Trend ist.

Kernaussagen

  • ÜL-Ausgaben stiegen 2025 um 10,1 Prozent auf 30,3 Millionen Franken; Bund trägt Kosten vollständig
  • Bezieherquote stabil bei circa 900 Personen, aber 20-prozentiger Anstieg bei 60–64-Jährigen
  • Gesetzliche Evaluation mit vollständigen Fünf-Jahres-Daten erfolgt 2027; Publikation ebenfalls geplant

Kritische Fragen

  1. Datenqualität: Warum sind die Dezember-2025-Zahlen noch provisorisch, und wie gross ist die zu erwartende Nachkorrektur typischerweise?

  2. Kostenursachen: Ist der 10,1-Prozent-Anstieg primär auf mehr Bezüger, höhere Leistungssätze oder längere Bezugsdauern zurückzuführen?

  3. Alterseffekt: Welche wirtschaftlichen oder arbeitsmarktlichen Faktoren erklären die 20-prozentige Zunahme bei 60–64-Jährigen?

  4. Systemdesign: Gibt es Hinweise, dass die ÜL als Brückenlösung zu dauerhaften Abhängigkeiten führt, statt Rückkehr in Beschäftigung zu ermöglichen?

  5. Vergleichbarkeit: Wie unterscheiden sich die ÜL-Quoten regional oder nach Branchen, um Risikogruppen zu identifizieren?

  6. Nachhaltigkeit: Ist das Budget für ÜL-Ausgaben auf 30+ Millionen Franken jährlich ausgerichtet, oder wird eine Neubewertung erwartet?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Statistik zu den Überbrückungsleistungen 2025 – Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 26. Mai 2026

Rechtliche Grundlage: Überbrückungsleistungsgesetz (ÜLG), Art. 28 – Bundesrat, 2021

Verifizierungsstatus: ✓ 26. Mai 2026


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 26. Mai 2026