Kurzfassung

Die Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) hat ihren Tätigkeitsbericht 2025 veröffentlicht. Schwerpunkt waren die Rahmenbewilligungsgesuche der Nagra für das geologische Tiefenlager und die Brennelementverpackungsanlage, eingereicht Ende 2024. Die KNS führte die Auswertung der Gesuchsunterlagen durch und tauschte sich mit der Nagra und dem ENSI aus. Zusätzlich befasste sich die Kommission mit Kompetenzerhalt im Kernenergiebereich angesichts von Generationenwechsel und Fachkräftemangel. Die KNS nahm Stellung zu Sicherheitsberichten der Kernkraftwerke und des ENSI-Rats.

Personen

  • (Keine Einzelpersonen namentlich genannt)

Themen

  • Nukleare Sicherheit
  • Radioaktive Abfallentsorgung
  • Geologisches Tiefenlager
  • Kernenergiegesetze und Regulierung
  • Fachkräftemangel in der Kerntechnik

Clarus Lead

Die Veröffentlichung des KNS-Berichts fällt in eine kritische Phase des Schweizer Entsorgungsprojekts: Die Rahmenbewilligungsgesuche der Nagra durchlaufen derzeit den behördlichen Prüfprozess, dessen Erfolg über die künftige Handlungsfähigkeit der Schweiz in der Kernenergie entscheidet. Parallel warnt die KNS vor strukturellen Herausforderungen – Generationenwechsel und Fachkräftemangel – die den technischen Sachverstand in diesem Sektor gefährden könnten. Damit wird deutlich, dass die Bewältigung der Entsorgungsfrage nicht nur eine technische, sondern auch eine Personalressourcen-Frage ist.

Detaillierte Zusammenfassung

Die KNS konzentrierte ihre Arbeit 2025 auf die Evaluation der zwei zentralen Rahmenbewilligungsgesuche, die die Nagra Ende 2024 eingereicht hatte. Die Kommission analysierte systematisch die Gesuchsunterlagen und zugehörigen Referenzberichte, um fundierte Stellungnahmen für den behördlichen Prüfprozess zu erarbeiten. Parallel führte die KNS Sachfragen-Austausch mit der Nagra und dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) durch – ein Zeichen der intensiven Koordination zwischen den Akteuren.

Ein zweiter Arbeitsschwerpunkt lag auf langfristigen Kapazitätsfragen. Die KNS identifizierte zwei kritische Risiken: den Generationenwechsel in der Fachschaft und den allgemeinen Fachkräftemangel im Kernenergiebereich. Diese strukturellen Probleme könnten die technische Expertise gefährden, die für sichere Betriebsaufsicht und zukünftige Projekte notwendig ist. Die Kommission verfolgte daher aktuelle Entwicklungen der Sicherheitskultur in schweizerischen Kernanlagen im Austausch mit den Betreibern.

Zusätzlich nahm die KNS Stellung zu mehreren Regulierungsberichten: zum Tätigkeits- und Geschäftsbericht 2024 des ENSI-Rats (zuhanden des UVEK), zu den Jahresberichten Sicherheit 2024 aller schweizerischen Kernkraftwerke und zum Aufsichtsbericht 2024 des ENSI. Die KNS fungiert als ständige ausserparlamentarische Kommission mit acht Mitgliedern und eigenem Fachsekretariat. Ihre Aufgaben umfassen die Verfolgung des Stands von Wissenschaft und Technik, die Prüfung grundsätzlicher Sicherheitsfragen, die Mitwirkung beim Erlass von Vorschriften und die Abgabe von Stellungnahmen an Bewilligungsbehörden.

Kernaussagen

  • Die KNS befindet sich in einer intensiven Evaluationsphase der beiden Rahmenbewilligungsgesuche für Tiefenlager und Verpackungsanlage.
  • Strukturelle Herausforderungen (Generationenwechsel, Fachkräftemangel) gefährden den langfristigen Kompetenzerhalt im Kernenergiebereich.
  • Die Kommission koordiniert eng mit der Nagra und dem ENSI und bewertet kontinuierlich die Sicherheitskultur in Schweizer Kernanlagen.

Kritische Fragen

  1. Evidenz/Datenqualität: Welche konkreten Mängel oder Lücken in den Gesuchsunterlagen der Nagra hat die KNS bei ihrer Auswertung identifiziert, und wie werden diese in den Stellungnahmen dokumentiert?

  2. Interessenkonflikte: Wie gewährleistet die KNS ihre Unabhängigkeit, wenn sie gleichzeitig mit der Nagra (Antragsteller) und dem ENSI (Prüfbehörde) in „Sachfragen-Austausch" steht?

  3. Kausalität/Alternativen: Sind der Generationenwechsel und der Fachkräftemangel primär Folgen der Energiewende und des Atomausstiegs, oder liegen strukturelle Defizite in der Ausbildung und Nachwuchsförderung vor?

  4. Umsetzbarkeit/Risiken: Wie konkret sind die Massnahmen der KNS zur Sicherung des Fachkräftebestands, und welche Szenarien plant die Kommission für den Fall, dass der Kompetenzerhalt scheitert?

  5. Datenqualität: Der Bericht nennt keine Zahlen zu Fachkräftelücken oder Altersstruktur – auf welchen Daten basieren die Aussagen zum Generationenwechsel?

  6. Kausalität: Inwiefern beeinflussen internationale Entwicklungen (z. B. Kernenergie-Renaissance in anderen Ländern) die Abwanderung von Schweizer Fachkräften?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Tätigkeitsbericht 2025 der Eidgenössischen Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) – www.kns.admin.ch

Verifizierungsstatus: ✓ 09.04.2026


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 09.04.2026