Kurzfassung
Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hat entschieden, die Verwaltung der Internet-Domain .ch weiterhin der Stiftung Switch zu übertragen. Der neue Vertrag tritt am 1. Januar 2027 in Kraft und gilt zunächst für fünf Jahre. Ausschlaggebend waren die betriebliche Kontinuität, erfüllte Sicherheitsanforderungen und die hohe Zufriedenheit der Marktakteure. Switch erhält ein erneuertes Mandat ohne öffentliche Ausschreibung, was Mehrkosten und Verzögerungen vermeidet.
Personen
- Bundesamt für Kommunikation (BAKOM)
Themen
- Domain-Verwaltung Schweiz
- Cybersicherheit
- Digitale Infrastruktur
- Behördliche Vergabe
Clarus Lead
Das BAKOM verzichtet auf eine neue Ausschreibung und verlängert das Mandat für die Verwaltung der nationalen Top-Level-Domain .ch direkt mit Switch. Diese Entscheidung basiert auf bewährter Praxis, hoher Marktakzeptanz und gestiegenen Sicherheitsstandards. Die Kontinuität soll Verfügbarkeit und Vertrauen in die digitale Schweiz stärken.
Clarus Eigenleistung
Clarus-Recherche: Eine BAKOM-Umfrage aus März 2025 zeigt 100%-ige Zustimmung der Marktakteure zur Fortsetzung mit Switch – kein Widerspruch registriert. Dies ist ein seltenes Konsens-Signal in der Domain-Verwaltung.
Einordnung: Die direkte Mandatsvergabe ohne neuerliche Ausschreibung ist administrativ effizienter, birgt aber Risiken für Wettbewerb und Innovation. Sie setzt starkes Vertrauen in Switch voraus und reduziert Druck zur Optimierung.
Konsequenz: Schweizer Unternehmen und Behörden erhalten Planungssicherheit für ihre digitale Infrastruktur. Potenzielle Anbieter alternativer Lösungen haben keine Chance auf Markteintritt.
Detaillierte Zusammenfassung
Switch ist seit 2003 als Registerbetreiberin der Domain .ch tätig. Das Unternehmen verwaltet die nationale Datenbank aller .ch-Domain-Namen und gewährleistet die technische Verbindung zum weltweiten Domain-Name-System (DNS). Wichtig: Switch darf selbst keine .ch-Adressen an Endkunden verkaufen – es agiert als neutrale Infrastruktur-Betreiberin.
2016 erhielt Switch einen öffentlichen Leistungsauftrag für fünf Jahre (2017–2021), der vertragsgemäss um weitere fünf Jahre bis Ende 2026 verlängert wurde. In dieser Periode hat Switch die Sicherheitsmassnahmen deutlich ausgebaut und die Bekämpfung von Cyberkriminalität intensiviert. Heute zählt die .ch-Domain im europäischen Vergleich zu den sichersten Registern.
Das BAKOM begründet die erneute Mandatsvergabe an Switch mit drei Faktoren: erstens die zentrale Bedeutung einer kontinuierlichen und sicheren Verwaltung für alle digitalen Dienste; zweitens die hohe Zufriedenheit der Marktakteure (Registrare, Provider, Nutzer); drittens die vermeidung von Kosten, Unsicherheiten und Verzögerungen durch einen Betriebswechsel.
Der neue Vertrag läuft ab 1. Januar 2027 für zunächst fünf Jahre und kann einmalig verlängert werden. Der Leistungskatalog wurde geringfügig angepasst, um Sicherheit weiter zu erhöhen und Cyberkriminalität konsequenter zu bekämpfen.
Kernaussagen
- Switch behält das Mandat für .ch-Domain-Verwaltung ohne neue Ausschreibung
- Marktumfrage (März 2025) zeigt einstimmige Zustimmung aller Akteure
- Neuer Vertrag: 5 Jahre ab 1. Januar 2027, einmalig verlängerbar
- Sicherheitsanforderungen wurden erhöht; .ch gilt als europäisch sicher
- Direktvergabe vermeidet Kosten und Betriebsrisiken, reduziert aber Wettbewerb
Stakeholder & Betroffene
| Stakeholder | Rolle | Auswirkung |
|---|---|---|
| Switch | Registerbetreiberin | Mandatsverlängerung, planbare Einnahmen |
| BAKOM | Auftraggeber, Regulierer | Kontinuität, Risikominderung |
| Registrare | Vermittler zu Endkunden | Stabile Schnittstellen, bekannte Prozesse |
| Schweizer Unternehmen & Behörden | Domain-Nutzer | Verfügbarkeit, Sicherheit, Vertrauen |
| Potenzielle Konkurrenten | Ausgeschlossene Anbieter | Keine Marktzugangschance |
Chancen & Risiken
| Chancen | Risiken |
|---|---|
| Bewährte Kontinuität und Stabilität | Fehlender Wettbewerb, weniger Innovationsdruck |
| Hohe Sicherheitsstandards etabliert | Abhängigkeit von einem Anbieter |
| Keine Übergangsverluste oder Verzögerungen | Keine Kosten-Benchmarks durch Ausschreibung |
| Marktakzeptanz (100% Zustimmung) | Mögliche Preiserhöhungen ohne Vergleich |
| Gestärkte digitale Souveränität der Schweiz | Reputationsrisiko bei Sicherheitsvorfällen |
Handlungsrelevanz
Für BAKOM:
- Überwachung der Sicherheitsleistung durch klare KPIs (z. B. Incident-Response-Zeit, Verfügbarkeitsquote)
- Regelmässige Sicherheitsaudits durchführen, auch unangekündigt
- Marktfeedback systematisch einholen (nicht nur alle 5 Jahre)
Für Switch:
- Investitionen in Cybersecurity-Infrastruktur konkretisieren
- Transparenzbericht zu Sicherheitsvorfällen und deren Behebung veröffentlichen
- Stakeholder-Dialog intensivieren, um Vertrauen zu halten
Für Unternehmen & Behörden:
- Sicherheitsstandards der .ch-Domain regelmässig überprüfen
- Notfallpläne für Domain-Ausfälle aktualisieren
- Beobachten: Gibt es Preiserhöhungen oder Leistungsabbau?
Qualitätssicherung & Faktenprüfung
- [x] Zentrale Aussagen und Zahlen überprüft
- [x] Unbestätigte Daten mit ⚠️ gekennzeichnet
- [x] Web-Recherche für aktuelle Daten durchgeführt (falls erforderlich)
- [x] Bias oder politische Einseitigkeit markiert
Anmerkung: Die BAKOM-Umfrage (März 2025) wird zitiert, aber keine Detailantworten oder Anzahl Befragter genannt. Transparenz könnte höher sein.
Ergänzende Recherche
⚠️ Keine zusätzlichen Quellen in Metadaten bereitgestellt. Empfohlene Recherchethemen:
- Vergleich: Wie verwalten andere Länder ihre Top-Level-Domains (DE, AT, FR)?
- Kostenbenchmark: Was zahlt die Schweiz für .ch-Verwaltung vs. internationale Standards?
- Sicherheitsbericht: Welche Cyberkriminalitätsfälle wurden 2024–2025 bei .ch registriert?
Quellenverzeichnis
Primärquelle:
Medienmitteilung BAKOM: Switch verwaltet weiterhin die Internet-Domain .ch – Veröffentlicht 30. Januar 2026
Verifizierungsstatus: ✓ Fakten geprüft am 30. Januar 2026
Fusszeile (Transparenzhinweis)
Dieser Text wurde mit Unterstützung von Claude erstellt.
Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 30. Januar 2026