Kurzfassung

Die Schweiz führte erstmals den Swiss Research and Innovation Summit (SRIS'26) durch – eine Grossveranstaltung mit 350 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Der Gipfel in Bern sollte den Dialog zwischen wissenschaftlicher Expertise und Gesellschaft intensivieren. Kernbotschaft: Wissenschaftliche Erkenntnisse entfalten nur Wirkung, wenn sie verstanden und aktiv vermittelt werden. Die Veranstaltung wurde vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und den Akademien der Wissenschaften Schweiz organisiert.

Personen

Themen

  • Wissenschaftskommunikation und öffentliches Vertrauen
  • Schnittstelle Wissenschaft–Politik–Gesellschaft
  • Forschungs- und Innovationslandschaft Schweiz
  • Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen

Clarus Lead

Die Schweiz etabliert erstmals ein Dialogformat zwischen Wissenschaft und Gesellschaft auf nationaler Ebene. Der SRIS'26 adressiert ein strategisches Defizit: Während andere Länder solche Gipfel längst etabliert haben, fehlte der Schweiz bislang eine vergleichbare Plattform. Relevanz für Entscheider: In Zeiten multipler Krisen (Technologiewandel, Wettbewerbsfähigkeit, gesellschaftliche Transformationen) wird der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Politik und Öffentlichkeit zur kritischen Erfolgsgrösse. Die Veranstaltung signalisiert, dass Vertrauen in Wissenschaft nicht automatisch entsteht, sondern durch transparente Vermittlung und aktiven Dialog gepflegt werden muss.

Detaillierte Zusammenfassung

Der SRIS'26 brachte rund 350 führende Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Innovation, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom SBFI und den Akademien der Wissenschaften Schweiz (a+) organisiert, die als Brückenorganisation zwischen den Akteuren fungieren.

Bundespräsident Guy Parmelin betonte in seiner Eröffnungsrede die Notwendigkeit, institutionelle und sektorielle Grenzen zu überwinden. Die zentralen Herausforderungen – technologischer Wandel, Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Bewältigung gesellschaftlicher Transformationen – erfordern koordinierte Anstrengungen über alle Sektoren hinweg. Staatssekretärin Martina Hirayama unterstrichen den Kern des Anliegens: Wissenschaftliche Erkenntnisse entfalten Wirkung nur, wenn sie von der Öffentlichkeit verstanden werden. Der Dialog sei daher nicht optional, sondern integraler Bestandteil der Wertschöpfungskette von Forschung und Innovation.

Yves Flückiger, Präsident der Akademien, plädierte für tragfähige Brücken zwischen Forschung und Gesellschaft. Die Komplexität wissenschaftlicher Erkenntnisse könne zu Missverständnissen oder Skepsis führen – nur durch transparente Vermittlung und aktiven Dialog lasse sich Vertrauen nachhaltig stärken. Die Veranstaltung diente dazu, Rollen, Rahmenbedingungen und Formate des Dialogs kritisch zu hinterfragen und neu zu justieren.

Kernaussagen

  • Erstmals nationale Plattform: Die Schweiz etabliert ein Dialogformat, das in anderen Ländern längst Tradition hat – ein strategischer Schritt zur Stärkung des Forschungsstandorts.

  • Dialog als Wertschöpfung: Wissenschaftliche Erkenntnisse sind nur dann gesellschaftlich wirksam, wenn sie verstanden und aktiv vermittelt werden – nicht als nachgelagerter Prozess, sondern als integraler Bestandteil.

  • Vertrauensaufbau durch Transparenz: Forschende müssen ihre Arbeit verständlich kommunizieren und proaktiv mit Gesellschaft und Politik in Dialog treten, um Skepsis zu vermeiden.

  • Systemische Herausforderungen erfordern Kooperation: Technologiewandel, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliche Transformationen lassen sich nur durch Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg bewältigen.


Kritische Fragen

  1. Evidenz/Datenqualität: Welche Metriken werden herangezogen, um den Erfolg des SRIS'26 zu messen? Gibt es Baseline-Daten zum aktuellen Vertrauen in Wissenschaft, gegen die Fortschritt gemessen wird?

  2. Interessenkonflikte: Inwiefern könnten Interessenskonflikte entstehen, wenn Wissenschaft gleichzeitig Ratgeber und Finanzierungsempfänger der Politik ist? Wie wird Unabhängigkeit gewährleistet?

  3. Kausalität/Alternativen: Ist mangelnder Dialog das Kernproblem oder sind es strukturelle Faktoren (Finanzierung, Forschungspriorität)? Welche alternativen Interventionen wurden erwogen?

  4. Umsetzbarkeit/Risiken: Wie werden die 350 Teilnehmenden konkrete Massnahmen in ihre Institutionen zurücktragen? Besteht das Risiko, dass der Gipfel ein einmaliges Ereignis bleibt ohne Folgeprozess?

  5. Repräsentativität: Sind alle relevanten Stakeholder (z. B. Kritiker von Forschungsprioritäten, marginalisierte Gemeinschaften) im Dialog vertreten, oder dominieren etablierte Akteure?

  6. Transparenzanforderungen: Welche Standards für wissenschaftliche Kommunikation werden definiert? Wie wird Qualität vs. Vereinfachung gewichtet?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Medienmitteilung: Verständnis und Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft müssen weiter gestärkt werden – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/XCn8fNTujZy-ZCa5c4U4x (17. März 2026)

Verifizierungsstatus: ✓ 17. März 2026


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 17. März 2026