Kurzfassung
Das Architekturbüro Sanchez Morgillo aus Zürich hat mit dem Projekt «ZÜGELTAG» den offenen Architekturwettbewerb für das neue Bienenforschungszentrum von Agroscope gewonnen. Das Siegerprojekt überzeugt durch konsequente Wiederverwendung von Baumaterial und eine nachhaltige, zukunftsfähige Bauweise. Das Zentrum wird am zentralen Forschungscampus in Posieux (FR) errichtet und das bestehende Zentrum für Bienenforschung von Liebefeld ablösen.
Personen
- Sanchez Morgillo (Architekturbüro)
Themen
- Architekturwettbewerb
- Nachhaltige Bauweise
- Bienenforschung
- Agroscope-Standortstrategie
Clarus Lead
Das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL hat den Gewinner eines einstufigen, anonymen Architekturwettbewerbs für das neue Bienenforschungszentrum von Agroscope bekannt gegeben. Aus 105 eingereichten Projekten aus der Schweiz und acht europäischen Ländern setzte sich das Projekt «ZÜGELTAG» durch. Die Entscheidung ist relevant für die Umsetzung der Standortstrategie von Agroscope und signalisiert Priorität für nachhaltige Forschungsinfrastruktur. Das Siegerteam beginnt nun mit der Erarbeitung eines Vorprojektes, dessen Ergebnisse für Anfang 2027 erwartet werden.
Detaillierte Zusammenfassung
Das Siegerprojekt zeichnet sich durch seine konsequente Leitidee der Baumaterialwiederverwendung aus. Die Primärstruktur wird aus lokal verfügbaren Rückbauelementen konstruiert und bietet dadurch eine robuste, nutzungsneutrale und flexible Grundlage. Diese Flexibilität ermöglicht eine betrieblich effiziente Raumorganisation: Logistik- und Lagerbereiche befinden sich im Erdgeschoss, während Forschungs- und Arbeitsräume im Obergeschoss angesiedelt sind. Kurze Wege und klare räumliche Strukturen unterstützen kollaborative Arbeitsweisen und entsprechen modernen Anforderungen an nachhaltiges Bauen.
Das Zentrum für Bienenforschung (ZBF) von Agroscope wird von seinem aktuellen Standort Liebefeld auf den zentralen Campus in Posieux verlagert. Das 1907 gegründete Institut konzentriert sich auf angewandte Forschung für die Imkerei mit dem Ziel, die Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen zu sichern, qualitativ hochwertige Bienenprodukte zu gewährleisten und dem Bienenvölkerverlust entgegenzuwirken. Die Verlagerung ist Teil der seit 2020 schrittweise umgesetzten Standortstrategie von Agroscope, die einen zentralen Forschungscampus in Posieux, je ein Forschungszentrum in Changins (VD) und Reckenholz (ZH) sowie Versuchsstationen vorsieht.
Kernaussagen
- 105 Projekte aus Schweiz und acht europäischen Ländern wurden eingereicht
- Siegerprojekt basiert auf Materialwiederverwendung und nachhaltiger Bauweise
- Neue Infrastruktur unterstützt kollaborative Forschung durch optimierte Raumorganisation
- Vorprojekt mit Kosten und Zeitplan wird für Anfang 2027 erwartet
- Verlagerung ist Teil der Agroscope-Standortstrategie zur Konsolidierung der Forschungsstandorte
Kritische Fragen
Evidenz: Welche spezifischen Nachhaltigkeitskriterien wurden im Bewertungsprozess angewendet, und wie wurde die Gleichwertigkeit der 105 Beiträge sichergestellt?
Kosten: Wie verhalten sich die geschätzten Baukosten des Siegerprojekts zu den ursprünglichen Budgetvorgaben, und welche Risiken entstehen durch die Wiederverwendung von Rückbauelementen?
Kausalität: Inwiefern trägt die räumliche Nähe von Logistik und Forschung tatsächlich zu besseren Forschungsergebnissen bei, oder sind alternative Layouts gleichwertig?
Umsetzbarkeit: Wie realistisch ist die Beschaffung ausreichender lokaler Rückbauelemente in der erforderlichen Qualität und Menge für die gesamte Primärstruktur?
Interessenskonflikte: Gab es bei der Jury-Zusammensetzung Vertreter, die ein finanzielles oder institutionelles Interesse an der Standortverlagerung haben?
Alternativen: Wurden Szenarien geprüft, die eine Sanierung des bestehenden Standorts Liebefeld gegenüber einem Neubau in Posieux evaluieren?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Projektwettbewerb für das neue Bienenforschungszentrum von Agroscope in Posieux entschieden – Medienmitteilung, Bundesamt für Bauten und Logistik BBL, 10. März 2026
Verifizierungsstatus: ✓ 10. März 2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 10. März 2026