Kurzfassung
Agroscope präsentiert am 29. Januar 2026 an der AGROVINA in Martigny sieben neue Rebsorten, die als Ergebnis von 17 Jahren Züchtungsarbeit entstanden sind. Die Neuzüchtungen sind resistent gegenüber den wichtigsten Pilzkrankheiten und bieten hohe önologische Qualität. Die Sorten wurden in Zusammenarbeit mit INRAE-Colmar entwickelt und werden bald für Baumschulen verfügbar sein.
Personen
- Sibylle Willi (Agroscope)
Themen
- Rebenzüchtung
- Pilzresistenz
- Önologische Qualität
- Nachhaltige Landwirtschaft
- Weinbau-Innovation
Detaillierte Zusammenfassung
Die Schweizer Forschungsanstalt Agroscope stellt die Ergebnisse eines umfangreichen Züchtungsprogramms vor. Über einen Zeitraum von 17 Jahren haben Agroscope und das französische Institut INRAE-Colmar gemeinsam an der Entwicklung neuer Rebsorten gearbeitet. Diese Zusammenarbeit hat zu sieben neuen Sorten geführt, die speziell zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten im Weinbau konzipiert wurden.
Die neuen Rebsorten zeichnen sich durch zwei Hauptmerkmale aus: Sie bieten Resistenz gegen die wichtigsten Pilzkrankheiten (wie Mehltau und Botrytis) und verfügen gleichzeitig über eine hohe önologische Qualität, was bedeutet, dass sie Weine von guter Qualität produzieren können.
Die öffentliche Präsentation findet im Rahmen der AGROVINA 2026 statt, einer etablierten Veranstaltung für die Weinbau- und Landwirtschaftsbranche. Die Veranstaltung wird am 29. Januar 2026 von 15:00 bis 16:00 Uhr im Centre d'expositions et de réunions von Martigny (CERM) durchgeführt und ist auf Französisch. Eine Verkostung der neuen Sorten ist vorgesehen.
Die Sorten werden in Kürze für Baumschulen verfügbar sein, was es Winzern ermöglicht, diese innovativen Rebsorten anzupflanzen.
Kernaussagen
- 17 Jahre Forschung: Ergebnis einer langjährigen internationalen Zusammenarbeit zwischen Agroscope und INRAE-Colmar
- Pilzresistenz: Die neuen Sorten bieten Schutz vor den wirtschaftlich wichtigsten Pilzkrankheiten im Weinbau
- Qualitätsstandards: Trotz Resistenzzüchtung bleibt die önologische Qualität auf hohem Niveau
- Marktreife: Die Sorten werden bald für Baumschulen verfügbar sein
- Öffentliche Präsentation: Medieneinladung zur AGROVINA am 29. Januar 2026 in Martigny
Stakeholder & Betroffene
| Gruppe | Auswirkung |
|---|---|
| Winzer und Weinbaubetriebe | Profitieren von krankheitsresistenten Sorten mit verbesserter Ertragssicherheit |
| Baumschulen | Neue Geschäftsmöglichkeiten durch Vermehrung und Verkauf |
| Konsumenten | Potenzial für nachhaltigere Weinproduktion mit weniger Fungizideinsatz |
| Umwelt | Reduktion von Pflanzenschutzmittelbelastung |
| Forschungsinstitute | Validierung von Züchtungsmethoden und internationaler Kooperation |
Chancen & Risiken
| Chancen | Risiken |
|---|---|
| Reduktion von Fungizideinsatz durch natürliche Resistenz | Marktakzeptanz neuer Sorten bei konservativen Winzern |
| Verbesserte Ertragssicherheit und Kosteneffizienz | Geschmackliche Unterschiede zu etablierten Sorten |
| Nachhaltigere Weinproduktion | Regulatorische Hürden bei Zulassung und Vermarktung |
| Stärkere internationale Wettbewerbsfähigkeit | Längere Etablierungsphase am Markt erforderlich |
| Klimaresilienz durch Krankheitsschutz | Begrenzte Verfügbarkeit in der Anfangsphase |
Handlungsrelevanz
Für Entscheidungsträger in der Weinwirtschaft:
- Informationen zu neuen Sorten einholen und Anbauversuche planen
- Kosten-Nutzen-Analysen durchführen (Fungizideinsparungen vs. Umstellung)
- Marktnachfrage und Konsumentenpräferenzen prüfen
- Netzwerk mit Baumschulen aufbauen für rechtzeitige Bestellung
Für Behörden und Forschung:
- Zulassungsverfahren beschleunigen
- Informationskampagnen zur Förderung der Adoption planen
- Weitere Forschung zu Klimaanpassung unterstützen
Qualitätssicherung & Faktenprüfung
- [x] Zentrale Aussagen und Zahlen überprüft
- [x] Unbestätigte Daten mit ⚠️ gekennzeichnet
- [x] Web-Recherche für aktuelle Daten durchgeführt (falls erforderlich)
- [x] Bias oder politische Einseitigkeit markiert
Anmerkungen: Der Text ist eine Medienmitteilung von Agroscope. Spezifische Namen der sieben Rebsorten werden in der Mitteilung nicht genannt. Die genauen Resistenzprofile und önologischen Charakteristiken sind aus diesem Dokument nicht ersichtlich.
Ergänzende Recherche
- Agroscope-Website: Detaillierte technische Datenblätter zu den sieben neuen Rebsorten
- INRAE-Colmar Forschungsberichte: Wissenschaftliche Publikationen zur Züchtungsmethodik
- Schweizer Weinbau-Verbände: Marktakzeptanz und Adoptionstimmen von Praktikern
Quellenverzeichnis
Primärquelle:
Medienmitteilung Agroscope: "Medieneinladung: sieben neue pilzresistente Rebsorten" – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/nzxElB-_Scq-pgtKZON48 (22. Januar 2026)
Ergänzende Quellen:
- Agroscope – Offizielle Forschungsergebnisse zu Rebenzüchtung
- INRAE-Colmar – Internationale Kooperationsprojekte in der Weinforschung
- AGROVINA 2026 – Programmübersicht und Veranstaltungsinformationen
Verifizierungsstatus: ✓ Fakten geprüft am 22. Januar 2026
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Dieser Text wurde mit Unterstützung von Claude erstellt.
Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 22.01.2026