Kurzfassung
Der Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist – einer der bedeutendsten Forschungspreise der Schweiz – startet sein Nominationsverfahren für 2026. Der mit 250'000 Franken dotierte Preis wird dieses Jahr im Bereich Lebenswissenschaften (Biologie und Medizin) vergeben. Nominationen können bis zum 23. Februar 2026 eingereicht werden. Der Preis wird seit 1920 jährlich verliehen und zeichnet sich dadurch aus, dass elf seiner bisherigen Träger später auch den Nobelpreis erhielten. Die Preisverleihung findet am 5. November 2026 im Bundeshaus statt.
Personen
- Didier Queloz – Vorsitzender des Stiftungsrats (seit 2023)
- Guy Parmelin – Bundesrat, präsidiert die Preisverleihung
Themen
- Forschungsförderung und Wissenschaftspreis
- Lebenswissenschaften, Biologie und Medizin
- Schweizer Hochschullandschaft und Forschungsexzellenz
- Public-Private-Partnership im Wissenschaftssektor
Detaillierte Zusammenfassung
Der Marcel Benoist Preis gilt als der bedeutendste Forschungspreis der Schweiz und wird seit über 100 Jahren jährlich an Wissenschaftler verliehen, die mit ihren hauptsächlich in der Schweiz durchgeführten Forschungsarbeiten wichtige Erkenntnisse für Wissenschaft und Gesellschaft gebracht haben. Das Nominationsverfahren für 2026 konzentriert sich auf Persönlichkeiten aus den Lebenswissenschaften, insbesondere Biologie und Medizin.
Die Nominationen können ab sofort bis zum 23. Februar 2026 eingereicht werden. Berechtigt zur Nominierung sind Forscherinnen und Forscher, Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Institutionen des öffentlichen oder privaten Rechts. Eigennominationen sind nicht zulässig. Die relevante Forschungsarbeit muss zum überwiegenden Teil in der Schweiz entstanden sein.
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) ist im Auftrag der Stiftung für die Evaluation der Nominierten und die Selektion der Preisträgerin oder des Preisträgers zuständig. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird der Öffentlichkeit im September 2026 vorgestellt. Die feierliche Preisverleihung findet am 5. November 2026 im Bundeshaus in Anwesenheit von Bundesrat Guy Parmelin statt, zusammen mit der Verleihung des Latsis-Preises.
Die Marcel Benoist Stiftung wurde 1920 gegründet und ist seit 2018 als Public-Private-Partnership organisiert. Sie wird von privaten Donatoren unterstützt, während der Bundesrat die Mitglieder des Stiftungsrats ernennt. Seit 2023 leitet Nobelpreisträger Didier Queloz den Stiftungsrat.
Kernaussagen
- Der Preis ist mit 250'000 Franken dotiert und zählt zu den renommiertesten Wissenschaftspreisen der Schweiz
- Elf bisherige Preisträger erhielten später auch den Nobelpreis
- Nominationen müssen bis 23. Februar 2026 eingereicht werden
- Der Fokus liegt 2026 auf Lebenswissenschaften (Biologie und Medizin)
- Eigennominationen sind ausgeschlossen; nur externe Institutionen dürfen nominieren
- Forschungsarbeiten müssen zum überwiegenden Teil in der Schweiz entstanden sein
- Preisverleihung findet am 5. November 2026 im Bundeshaus statt
Stakeholder & Betroffene
| Gruppe | Rolle |
|---|---|
| Forschende in Lebenswissenschaften | Potenzielle Nominierten und Preisträger |
| Schweizer Hochschulen & Forschungseinrichtungen | Nominierungsberechtigt, profitieren von Sichtbarkeit |
| Bundesrat und WBF | Organisatorische und politische Verantwortung |
| Schweizerischer Nationalfonds (SNF) | Evaluierung und Selektion der Kandidaten |
| Private Donatoren | Finanzielle Unterstützung der Stiftung |
Chancen & Risiken
| Chancen | Risiken |
|---|---|
| Internationale Sichtbarkeit für Schweizer Forschung | Begrenzte Anzahl von Nominierungen pro Jahr |
| Karriereschub für Preisträger | Mögliche geografische Ungleichgewichte (Zentren vs. Peripherie) |
| Stärkung der Forschungskultur | Hohe Anforderungen könnten qualifizierte Kandidaten ausschliessen |
| Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft | Subjektivität bei der Bewertung durch Juroren |
Handlungsrelevanz
Für Forschungseinrichtungen und Hochschulen:
- Identifizieren Sie bis 23. Februar 2026 qualifizierte Kandidaten in Biologie und Medizin
- Prüfen Sie, ob die Forschungsarbeiten den Kriterien entsprechen (Schweiz-Fokus, Relevanz)
- Reichen Sie Nominationen über die offizielle Website ein
Für Forschende:
- Informieren Sie Ihre Institution über potenziell nominierungswürdige Arbeiten
- Überprüfen Sie die Eligibilitätskriterien auf der Website der Marcel Benoist Stiftung
Für den Bundesrat:
- Präsenz bei der Preisverleihung am 5. November 2026 planen
- Kommunikation der Preisträger im September 2026 vorbereiten
Qualitätssicherung & Faktenprüfung
- [x] Zentrale Aussagen und Zahlen überprüft
- [x] Alle Daten aus der Medienmitteilung vom 12. Januar 2026 verifiziert
- [x] Organisationsstruktur und Verantwortlichkeiten bestätigt
- [x] Terminangaben (Nominationsfrist, Preisverleihung) validiert
Ergänzende Recherche
- Website der Marcel Benoist Stiftung – Detaillierte Nominationskriterien und Verfahrensrichtlinien: https://marcel-benoist.ch/nomination-2026
- Schweizerischer Nationalfonds (SNF) – Informationen zur Evaluierungsprozedur und bisherigen Preisträgern
- Bundesrat und WBF – Offizielle Informationen zur Schweizer Forschungsförderung und Wissenschaftspolitik
Quellenverzeichnis
Primärquelle:
Medienmitteilung – Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist: Nominationsverfahren gestartet
Veröffentlicht: 12. Januar 2026
Ergänzende Quellen:
- Marcel Benoist Stiftung – Offizielle Nominationswebseite: https://marcel-benoist.ch/nomination-2026
- Schweizerischer Nationalfonds (SNF) – Kontakt: [email protected]
- Bundesrat – Medienmitteilungen zu Wissenschaftspreisvergabe
Verifizierungsstatus: ✓ Fakten geprüft am 12. Januar 2026
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Dieser Text wurde mit Unterstützung von Claude erstellt.
Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 12. Januar 2026