Kurzfassung
Martina Hirayama, Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, führt vom 15. bis 19. Juni 2026 eine hochrangige Schweizer Wissenschaftsdelegation nach Kanada. Die Mission umfasst ministerielle Treffen und Besuche bei Forschungseinrichtungen in Montreal, Ottawa und Toronto. Schwerpunkte sind Quantentechnologien, künstliche Intelligenz, Biowissenschaften und Polarforschung. Ziel ist die Festigung und Erweiterung bestehender BFI-Kooperationen zwischen beiden Ländern. Die Delegation besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der ETH, von Innosuisse, dem Schweizerischen Nationalfonds, der Universität Lausanne und dem Swiss Polar Institute. Hirayama nimmt zudem am Science Diplomacy Summit in Montreal teil.
Personen
- Martina Hirayama (Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation)
Themen
- Wissenschaftsdiplomatie
- Forschungskooperation Schweiz–Kanada
- Quantentechnologien und KI
- Internationale Wissenschaftspolitik
Clarus Lead
Die Mission signalisiert Schweizer Prioritäten in strategischen Zukunftstechnologien und nutzt die bestehende Partnerschaft mit Kanada als Hebel für multilaterale Forschungsnetze. Mit Kanada als zweitwichtigstem Kooperationspartner ausserhalb Europas und gemeinsamen Engagements bei Horizon Europe, CERN und Raumfahrt wird die Reise zum Test für intensivierte Zusammenarbeit in Bereichen, die für europäische Wettbewerbsfähigkeit zentral sind. Der Timing – parallel zu globalen Spannungen in Forschungsfinanzierung – unterstreicht, dass die Schweiz ihre ausserfeuropäischen Forschungsallianzen strategisch ausbauen will.
Detaillierte Zusammenfassung
Die Schweizer Delegation bringt Expertise aus beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen, der Förderagentur Innosuisse, dem Schweizerischen Nationalfonds und spezialisierten Instituten wie dem Swiss Polar Institute mit. Dies zeigt eine koordinierte, sektorübergreifende Strategie: nicht einzelne Institutionen, sondern das gesamte Schweizer Forschungsökosystem wird mobilisiert.
Die bisherige Kooperationsbilanz ist beeindruckend. Zwischen 2020 und 2025 förderte der Schweizerische Nationalfonds über 860 Schweizer Forschungsprojekte mit kanadischer Beteiligung. Diese Zahl positioniert Kanada als den zweitwichtigsten Kooperationspartner der Schweiz ausserhalb Europas – ein Status, der durch multilaterale Initiativen wie Horizon Europe, grosse Forschungsinfrastrukturen wie das CERN und gemeinsame Raumfahrtaktivitäten zusätzlich gefestigt wird.
Hirayamas Teilnahme am Science Diplomacy Summit – organisiert von drei kanadischen Universitäten in Zusammenarbeit mit dem Geneva Science and Diplomacy Anticipator (GESDA) – verbindet Forschungsförderung mit diplomatischer Agenda-Setzung. Dies deutet auf ein erweitertes Verständnis von Wissenschaftsmission hin: nicht nur bilaterale Verträge, sondern die Gestaltung globaler Forschungspolitik.
Kernaussagen
- Schweiz mobilisiert koordiniert ihre führenden Forschungsinstitutionen für strategische Partnerschaft mit Kanada
- Kanada ist zweitwichtigster ausssereuropäischer Kooperationspartner mit über 860 geförderten Projekten (2020–2025)
- Fokus auf Zukunftstechnologien (Quantentechnologien, KI, Biowissenschaften) signalisiert strategische Prioritäten
- Science Diplomacy Summit verbindet bilaterale Kooperation mit multilateraler Politikgestaltung
Kritische Fragen
Evidenz/Datenqualität: Die Zahl von 860 Projekten wird genannt – ist dies eine vollständige Erfassung aller Kooperationen, oder nur der vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten? Wie wird die Intensität dieser Kooperationen gemessen?
Interessenkonflikte: Inwiefern sind die beteiligten Institutionen (ETH, Innosuisse, SNF) in die Agenda-Setzung dieser Mission eingebunden, und wessen Forschungsinteressen werden priorisiert?
Kausalität/Alternativen: Warum wird gerade jetzt (Juni 2026) eine hochrangige Mission durchgeführt? Gibt es externe Drücke (geopolitische Verschiebungen, Konkurrenz um Forschungsmittel), die diese Timing erklären?
Umsetzbarkeit/Risiken: Welche konkreten Kooperationsabkommen oder Finanzierungszusagen sollen aus dieser Mission hervorgehen? Wie werden Erfolgskriterien definiert und gemessen?
Multiperspektivität: Welche kanadischen Prioritäten und Erwartungen an die Zusammenarbeit werden berücksichtigt, oder wird die Agenda primär von Schweizer Interessen geprägt?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) – Medienmitteilung vom 16.06.2026 – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/ec0VUt314ZaJfnj2tKtLS
Verifizierungsstatus: ✓ 16.06.2026
Weitere Sprachen: Französisch | Englisch
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 16.06.2026