Kurzfassung

2025 stiegen die Tourismusausgaben in der Schweiz und im Ausland weiter an, jedoch mit schwächerem Wachstum als in Vorjahren. Die Schweizer Wohnbevölkerung gab 19,3 Milliarden Franken für Auslandreisen aus (+1,9%), während ausländische Gäste 20,5 Milliarden Franken in der Schweiz ausgaben (+1,6%). Der Saldo der Fremdenverkehrsbilanz fiel positiv aus, verringerte sich aber gegenüber 2024 auf 1,2 Milliarden Franken. Übernachtungsreisen dominierten beide Richtungen, während Tagesverkehr und Einkaufstourismus sanken.

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Themen

  • Tourismusbilanz Schweiz
  • Auslandausgaben Schweizer Bevölkerung
  • Inbound-Tourismus
  • Reiseverkehr

Clarus Lead

Die Verlangsamung des Tourismuswachstums signalisiert eine Normalisierung nach der Hochkonjunktur der Vorjahre. Die sinkenden Ausgaben im Einkaufstourismus reflektieren strukturelle Änderungen: Die Wertfreigrenze für Auslandkäufe wurde Anfang 2025 von 300 auf 150 Franken gesenkt, während Preisvorteile in Nachbarländern schrumpften. Für Tourismusverantwortliche und Grenzregionen bedeutet dies eine strategische Neuausrichtung weg von Einkaufsanreizen hin zu Erlebnis- und Übernachtungsangeboten.

Detaillierte Zusammenfassung

Die Übernachtungsreisen zeigten unterschiedliche Dynamiken: Schweizer gaben für Auslandaufenthalte 13,8 Milliarden Franken aus (+4,1%), was etwa 70% ihrer gesamten Fremdenverkehrsausgaben ausmacht. Ausländische Gäste generierten höhere Logiernächtezahlen in Hotels und Parahotellerie, mit gestiegenen Durchschnittsausgaben pro Nacht. Besonders Studien- und Spitalaufenthalte wuchsen um 5,0% (nach +8,2% im Vorjahr), getrieben durch mehr Hospitalisierungstage und Hochschulanmeldungen von Auslandpersonen.

Im Gegensatz dazu kollabierte der Tages- und Transitverkehr um 9,8%. Der Einkaufstourismus sank um 3,2%, eine Folge der reduzierten Zollfreigrenze und angeglichenerer Preisstrukturen. Grenzgänger und Kurzaufenthalter erhöhten ihre Konsumausgaben jedoch um 2,9%, was auf stabilisierte Nachbarmarktbeziehungen deutet. Schweizer Ausgaben für Reisen ohne Übernachtungen betrugen 5,5 Milliarden Franken, insgesamt ein Rückgang von 4,6%.

Kernaussagen

  • Tourismuswachstum verlangsamt sich: Schweizer Auslandausgaben +1,9%, Inbound +1,6% (deutlich unter Vorjahrestrends)
  • Fremdenverkehrssaldo schrumpft auf 1,2 Milliarden Franken – Schweizer geben zunehmend mehr im Ausland aus
  • Strukturelle Verschiebung: Einkaufstourismus bricht ein, Übernachtungen und Medizintourismus wachsen

Kritische Fragen

  1. Datenqualität: Wie werden Ausgaben von Grenzgängern und Kurzaufenthaltern erfasst, und welche Erfassungslücken könnten in dieser Kategorie bestehen?

  2. Kausalität Einkaufstourismus: Lässt sich der Rückgang von 3,2% eindeutig der Zollfreigrenzensenkung zuordnen, oder spielen Währungsschwankungen und E-Commerce eine Rolle?

  3. Prognose-Unsicherheit: Die Daten stammen aus „ersten Schätzungen" – wie zuverlässig sind diese Zahlen, und wann folgen revidierte Daten?

  4. Regionale Verteilung: Welche Schweizer Regionen profitieren von gestiegenen Übernachtungen, und welche leiden unter dem Einkaufstourismus-Rückgang?

  5. Auslandtrends: Wie entwickeln sich Schweizer Ausgaben in einzelnen Zielländern, und welche Märkte zeigen Sättigung?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Bundesamt für Statistik (BFS) – Schweizer Tourismusbilanz 2025

Verifizierungsstatus: ✓ 22.06.2026

Weitere Sprachen: Französisch | Englisch


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 22.06.2026