Kurzfassung

Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM veröffentlichte am 1. Juni 2026 eine Programmanalyse, die zeigt, dass 2025 erstmals alle konzessionierten Regionalfernsehen die gesetzliche Mindestvorgabe für Lokalinformationen erfüllt haben. Die 13 Fernsehveranstalter sendeten durchschnittlich 5 Stunden und 12 Minuten Inhalte pro Woche – mehr als das Doppelte der vorgeschriebenen 150 Minuten. Bereits 2024 hatten alle Lokalradios diese Vorgabe übertroffen. Damit erfüllen erstmals seit Beginn der Analysen 2020 sämtliche konzessionierten Radios und Fernsehen ihren Konzessionsauftrag vollständig.

Personen

  • Bundesamt für Kommunikation BAKOM (Regulierungsbehörde)

Themen

  • Medienregulierung Schweiz
  • Lokalmedien und Regionalfernsehen
  • Konzessionsauflagen
  • Programmqualität und -vielfalt

Clarus Lead

Die vollständige Erfüllung der Informationsvorgaben durch alle konzessionierten Medien markiert einen Wendepunkt in der Schweizer Medienlandschaft: Nach sechs Jahren systematischer Kontrolle zeigt sich, dass die Regulierungsanforderungen des BAKOM wirksam sind und von den Betreibern konsequent umgesetzt werden. Dies ist relevant für Medienpolitik und Gebührenfinanzierung, da es Legitimität für die Radio- und Fernsehabgabe stärkt und Fragen zur Effizienz von Regulierungsmechanismen beantwortet.

Detaillierte Zusammenfassung

Die Programmanalyse wurde von der Publicom AG im Auftrag des BAKOM durchgeführt und basiert auf Daten aus 2025. Die untersuchten 13 Fernsehveranstalter übertreffen die Mindestvorgabe erheblich: Mit durchschnittlich 312 Minuten pro Woche senden sie mehr als das Doppelte der erforderlichen 150 Minuten an Lokal- und Regionalinformationen. Dieser Durchschnittswert zeigt eine konsistente Einhaltung über alle Veranstalter hinweg.

Die Entwicklung seit 2020 offenbart ein progressives Erfüllungsmuster: Während 2024 bereits alle Lokalradios die Vorgabe erfüllten, schliessen sich 2025 nun auch alle Regionalfernsehen an. Die Konzession, die an den Erhalt von Mitteln aus der Radio- und Fernsehabgabe gebunden ist, verpflichtet Betreiber zur Ausstrahlung dieser Mindestquote. Die wiederholte Übererfüllung deutet darauf hin, dass Lokalmedien den informativen Auftrag nicht bloss formal erfüllen, sondern als Kerngeschäftsmodell verankert haben.

Kernaussagen

  • Erstmals 2025: Alle konzessionierten Regional- und Lokalmedien erfüllen gesetzliche Informationsvorgaben
  • Fernsehen sendeten durchschnittlich 312 Minuten pro Woche (doppelt so viel wie erforderlich)
  • Systematische BAKOM-Kontrolle seit 2020 zeigt Wirksamkeit von Regulierungsmechanismen

Kritische Fragen

  1. Datenqualität: Wie definiert die Programmanalyse „relevante Lokal- bzw. Regionalinformation" genau, und sind diese Kriterien über alle 13 Veranstalter einheitlich angewendet worden?

  2. Interessenkonflikte: Inwiefern könnte die Abhängigkeit der Lokalmedien von der Radio- und Fernsehabgabe zu einer Übererfüllung führen, um Kürzungen zu vermeiden, statt echte redaktionelle Prioritäten widerzuspiegeln?

  3. Kausalität: Lässt sich aus der Übererfüllung schliessen, dass die Regulierung wirksam ist, oder könnten andere Faktoren (Marktdruck, Konkurrenz durch Online-Medien) die Investitionen in Lokalinformation antreiben?

  4. Umsetzbarkeit: Wie wird die Qualität und Relevanz dieser Inhalte überprüft – oder misst die Analyse nur Sendezeit, nicht Informationswert?

  5. Nebenwirkungen: Könnte eine strikte Minutenvorgabe dazu führen, dass Quantität vor Qualität priorisiert wird oder dass kleinere Veranstalter überproportional belastet werden?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Bundesamt für Kommunikation BAKOM – Programmanalyse 2025 (publiziert 01.06.2026) https://www.news.admin.ch/de/newnsb/UtV-SCFNYEuwQCETI4ot3

Verifizierungsstatus: ✓ 01.06.2026


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 01.06.2026