Kurzfassung

Die Schweizer Post hat 2025 ihren gesetzlichen Grundversorgungsauftrag im Zahlungsverkehr vollumfänglich erfüllt. Landesweit hatten 98,3 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Zahlungsdiensten innerhalb von maximal 20 Minuten, deutlich über dem geforderten Minimum von 90 Prozent. Die Post betrieb 5.045 Zugangspunkte (Poststellen, Agenturen, Automaten). Der Schalterverkehr sank erneut um 10,9 Prozent, während elektronische Überweisungen auf 99,1 Prozent aller Transaktionen stiegen. PostFinance-Kunden bewerteten die Dienstleistungen mit 83 von 100 Punkten.

Personen

  • Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) (Aufsichtsbehörde)

Themen

  • Grundversorgung Zahlungsverkehr
  • Digitale Transformation Post
  • Bargeldrückgang und E-Banking
  • Kundenzufriedenheit

Clarus Lead

Die Post-Bilanz 2025 dokumentiert einen beschleunigten Strukturwandel im Schweizer Zahlungsverkehr: Während die physischen Zugangspunkte stabil bleiben, verlagert sich das Transaktionsvolumen radikal in digitale Kanäle. Die 99,1-Prozent-Quote elektronischer Überweisungen markiert einen Wendepunkt – papiergestützte Zahlungen sind praktisch verschwunden. Gleichzeitig signalisiert die gestiegene Kundenzufriedenheit (Privatkundenindex +2 Punkte), dass die digitale Infrastruktur den Erwartungen entspricht, während Gebührenstrukturen weiterhin kritisch bleiben.

Detaillierte Zusammenfassung

Das Bundesamt für Kommunikation bestätigt, dass die Post 2025 alle regulatorischen Anforderungen erfüllt hat. Die Erreichbarkeit von Zahlungsdiensten variiert kantonal zwischen 96,1 und 100 Prozent – ein Spektrum, das auf unterschiedliche geografische Herausforderungen hindeutet. Die Netzinfrastruktur umfasst 718 Poststellen (Rückgang um 47), 1.264 Agenturen (Anstieg um 34) und 1.141 Automaten (MyPost24-Stationen). Der Hausservice erreichte 1.922 Regionen.

Die Transaktionsdynamik zeigt einen klaren Trend: Papierbasierte Zahlungsaufträge am Schalter sanken um 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr; solche Überweisungen machten weniger als 0,6 Prozent aller Transaktionen aus. Im Gegenzug verzeichnete die Post ein Wachstum elektronischer Zahlungen auf 99,1 Prozent. Die Bargeldnutzung sank parallel – die Zahl der Postomaten reduzierte sich von 777 auf 745.

PostFinance betrieb alle 33 Filialen weiter und ergänzte das Angebot um 58 Beratungsstellen. Die Kundenzufriedenheit bei Privatkundinnen und -kunden erreichte 83 von 100 Punkten (2024: 81 Punkte). Besonders positiv bewertet wurden E-Banking, die PostFinance-App und die Kartenanerkennung. Bei Geschäftskundinnen und -kunden stieg der Index von 77 auf 78 Punkte, getrieben durch E-Finance-Services, QR-Code-basierte Rechnungsverarbeitung und automatisierte Zahlungsvorgänge. Barrierefreiheit wurde durch AA+/AA-Zertifizierungen (gültig seit November 2020) gewährleistet, kompatibel mit dem Standard eCH-0059 und der EU-Richtlinie European Accessibility Act.

Kernaussagen

  • Post übertrifft gesetzliche Grundversorgungsquote (98,3 % vs. 90 % erforderlich) flächendeckend
  • Elektronische Zahlungen dominieren mit 99,1 Prozent; Papierverkehr unter 0,6 Prozent
  • Kundenzufriedenheit steigt trotz Gebührenkritik; digitale Services als Haupttreiber
  • Netzwerk bleibt stabil (5.045 Zugangspunkte), Hausservice expandiert auf 1.922 Regionen

Kritische Fragen

  1. Evidenz/Datenqualität: Wie definiert das BAKOM die «Erreichbarkeit» von Zahlungsdiensten – berücksichtigt die 20-Minuten-Regel auch Personen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen oder Zeitzonen-Unterschiede zwischen städtischen und ruralen Gebieten?

  2. Interessenkonflikte: Inwiefern beeinflusst PostFinances Geschäftsinteresse (Gebührenmaximierung) die Bewertung der Grundversorgung durch das BAKOM, das als Aufsichtsbehörde tätig ist?

  3. Kausalität: Ist der Rückgang von 47 Poststellen durch sinkende Nachfrage oder durch Post-Strategie bedingt? Welche Alternativen wurden für betroffene Regionen geprüft?

  4. Umsetzbarkeit: Wie wird sichergestellt, dass die 1.141 Automaten (MyPost24) tatsächlich alle Grundversorgungsleistungen abdecken, oder entstehen Lücken für Kunden ohne digitale Affinität?

  5. Nebenwirkungen: Führt die Fokussierung auf E-Banking zu Ausschlussrisiken für ältere Bevölkerungsgruppen oder Personen ohne Internetzugang?

  6. Gebührenstruktur: Warum bleibt Kundenzufriedenheit bei Gebühren kritisch, obwohl die Gesamtbewertung steigt – welche Gebührenmodelle werden am meisten kritisiert?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Mitteilung des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) – Grundversorgungsbericht 2025 – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/D3nCcxFLBJ8FAuTbC5JYh

Verifizierungsstatus: ✓ 04.06.2026

Weitere Sprachen: Französisch | Englisch


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 04.06.2026