Kurzfassung
Die Schweiz hat sich am 26. Juni 2026 in Danzig einer internationalen Koalition für Wissenschaft, Forschung und Innovation in der Ukraine angeschlossen. Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), die Akademien der Wissenschaften Schweiz und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung am Rande der Ukraine Recovery Conference. Die Koalition wurde 2025 in Rom gegründet und zielt auf den Wiederaufbau des ukrainischen Forschungssystems ab. Die Schweiz unterstützt die Ukraine bereits mit mehreren Millionen Franken in Forschungsprojekten und Infrastrukturmassnahmen.
Personen
- Jacques Gerber (Delegierter des Bundesrates für die Ukraine)
Themen
- Internationale Zusammenarbeit
- Wissenschaftsförderung
- Ukraine-Unterstützung
- Forschungsinfrastruktur
Clarus Lead
Die Schweizer Zusage signalisiert ein langfristiges Engagement im Wiederaufbau der ukrainischen Forschungslandschaft während des fortlaufenden Krieges. Während humanitäre Hilfe im Fokus steht, positioniert sich die Schweiz strategisch in einem Bereich mit hohem Multiplikator-Effekt: Die Stärkung ukrainischer Forschungskapazitäten sichert Wissenserhalt und ermöglicht schnellere wirtschaftliche Regeneration nach Kriegsende. Die Koalition-Mitgliedschaft verpflichtet die Schweiz zu koordinierten Massnahmen mit anderen Industriestaaten.
Detaillierte Zusammenfassung
Der SNF und die ukrainische National Research Foundation (NRFU) finanzieren gemeinsame Forschungsprojekte mit 7,6 Millionen Franken, wobei der SNF ukrainische Löhne und Forschungskosten trägt. Zusätzlich investieren SNF, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und das Paul Scherrer Institut (PSI) 3,5 Millionen Franken in das Projekt «Light for Ukraine» – den Bau einer Strahllinie für Photonenforschung.
Das SBFI übernahm zudem die Jahresbeiträge der Ukraine zur europäischen Forschungsorganisation CERN gemeinsam mit anderen Mitgliedstaaten. Praktische Unterstützung umfasst auch die finanzielle Förderung von Aufnahmeprüfungen an ukrainischen Hochschulen für ukrainische Schüler in der Schweiz. Diese Massnahmen bauen auf der bestehenden Partnerschaft auf – die Ukraine war bereits vor Kriegsbeginn ein wichtiger Kooperationspartner der Schweiz in Bildung, Forschung und Innovation.
Kernaussagen
- Die Schweiz beteiligt sich an einer internationalen Koalition zum Wiederaufbau des ukrainischen Forschungssystems mit verbindlicher Erklärung
- 11,1 Millionen Franken direkte Investitionen in Forschungsprojekte und Infrastruktur sind geplant oder bereits zugesagt
- Die Unterstützung kombiniert Forschungsfinanzierung, Infrastruktur-Aufbau und praktische Hilfe für ukrainische Studierenden
Kritische Fragen
Evidenz: Welche Erfolgsindikatoren definiert die Koalition für den Wiederaufbau, und wie wird der Fortschritt gemessen?
Datenqualität: Sind die 11,1 Millionen Franken neue Mittel oder Umverteilung bestehender Budgets des WBF und SNF?
Interessenkonflikte: Profitieren Schweizer Forschungsinstitutionen durch Partnerschaften mit ukrainischen Einrichtungen wirtschaftlich von dieser Koalition?
Kausalität: Inwiefern trägt die Strahllinie «Light for Ukraine» konkret zur Kriegsbewältigung bei, versus reiner wissenschaftlicher Kapazitätsaufbau?
Umsetzbarkeit: Wie wird die Sicherheit von Forschungspersonal und Infrastruktur in der Ukraine während des Krieges gewährleistet?
Alternativen: Wurde geprüft, ob die Mittel alternativ in Flüchtlingsintegration oder unmittelbare humanitäre Hilfe effektiver wären?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Schweiz unterzeichnet Koalition für ukrainische Wissenschaft und Forschung – news.admin.ch, 26.06.2026
Verifizierungsstatus: ✓ 26.06.2026
Weitere Sprachen: Französisch | Englisch
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 26.06.2026