Kurzfassung
Das Bundesamt für Rüstung armasuisse und der ETH-Bereich starten ab Mai 2026 das Programm «Research Program Security». Acht Forschungsprojekte aus der ersten Ausschreibung erhalten insgesamt zwei Millionen Franken Förderung. Das Programm entwickelt innovative Lösungen in kritischen Technologiebereichen wie Künstlicher Intelligenz, Quantentechnologien und Cybersicherheit. Ziel ist der Aufbau von technologischem Wissen im Inland und die Reduktion von Abhängigkeiten vom Ausland. Die erste Ausschreibung fand im Oktober 2025 statt; die nächste ist für Herbst 2026 geplant.
Personen
- armasuisse (Bundesamt für Rüstung)
- EPFL (Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne)
Themen
- Sicherheitsforschung und Verteidigung
- Technologische Souveränität
- Künstliche Intelligenz und autonome Systeme
- Public-Private Research Partnerships
Clarus Lead
Die strategische Partnerschaft zwischen Schweizer Verteidigungsbehörden und akademischer Spitzenforschung antwortet auf wachsende geopolitische Unsicherheiten und technologische Abhängigkeiten. Die Fokussierung auf Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz und Quantentechnologien signalisiert, dass die Schweiz ihre technologische Eigenständigkeit in sicherheitskritischen Bereichen stärken will. Das Programm institutionalisiert eine Dauerlösung: Mit geplanten regelmässigen Ausschreibungen und einem erweiterten Beirat (seit 2024 mit EPFL-Beteiligung) wird die Kooperation systematisch ausgebaut.
Detaillierte Zusammenfassung
Das «Research Program Security» konzentriert sich auf zwei Themenschwerpunkte der ersten Ausschreibung, aus denen 24 Projektvorschläge eingingen. Die Auswahl erfolgte durch ein gemeinsames Lenkungsgremium von armasuisse und ETH-Institutionen mit Beteiligung von Fachexperten. Jedes der acht ausgewählten Projekte erhält bis zu 250'000 Franken für eine Laufzeit von 12 bis 18 Monaten.
Die Kooperation baut auf bestehenden Strukturen auf: Bereits 2022 gründeten das Verteidigungsdepartement (VBS) und die ETH Zürich einen gemeinsamen Beirat für Technologie und Innovation. Die EPFL trat diesem Gremium 2024 bei und trägt nun aktiv bei der Umsetzung der Ausschreibungen bei. Derzeit wird die weitere Ausgestaltung der VBS-ETH-Kooperation erarbeitet, was auf eine mittelfristige Intensivierung hindeutet. Die Technologiebereiche – von Cybersicherheit über autonome Systeme bis zur Energieversorgung – adressieren sowohl aktuelle Bedrohungsszenarien als auch duale Anwendungspotenziale im zivilen und militärischen Bereich.
Kernaussagen
- armasuisse und ETH-Bereich starten gemeinsames Forschungsprogramm mit zwei Millionen Franken Finanzierung für erste Phase
- Acht Projekte starten Mai 2026 in Bereichen wie KI, Quantentechnologien und Cybersicherheit
- Ziel ist Aufbau technologischer Souveränität und Reduktion ausländischer Abhängigkeiten
- Regelmässige Ausschreibungen (nächste Herbst 2026) sollen Kooperation institutionalisieren
Kritische Fragen
Evidenz: Welche konkreten Sicherheitslücken oder technologischen Abhängigkeiten rechtfertigen die Fokussierung auf diese acht Projekte? Wurden Alternativen evaluiert?
Interessenskonflikte: Inwiefern beeinflussen militärische Anforderungen die Forschungsagenda von zivilen Institutionen wie der EPFL, und wie wird akademische Unabhängigkeit gewährleistet?
Kausalität: Führt eine zweijährige Projektlaufzeit tatsächlich zu operationalisierbarem technologischem Wissen, oder besteht das Risiko von Grundlagenforschung ohne Implementierungsreife?
Umsetzbarkeit: Wie wird sichergestellt, dass Forschungsergebnisse in tatsächliche Rüstungssysteme oder Verteidigungskapazitäten integriert werden, und welche Kosten entstehen dabei?
Transparenz: Welche Projektinhalte werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, und welche unterliegen Klassifizierungsbeschränkungen?
Skalierung: Reichen zwei Millionen Franken für acht Projekte aus, um messbare Fortschritte in strategisch relevanten Technologien zu erzielen?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Bundesamt für Rüstung armasuisse und ETH-Bereich stärken Zusammenarbeit in sicherheitsrelevanter Forschung – news.admin.ch, 22.05.2026
Verifizierungsstatus: ✓ 22.05.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 22.05.2026