Kurzfassung

Die Schweiz nimmt am dritten REAIM-Gipfel (Responsible Use of AI in the Military Domain) teil, der vom 4. bis 5. Februar 2026 in A Coruña, Spanien, stattfindet. Stellvertretende Staatssekretärin Pälvi Pulli leitet die Schweizer Delegation und setzt sich für die praktische Umsetzung von Prinzipien zur verantwortungsvollen KI-Nutzung im Militärbereich ein. Der Gipfel bringt Staaten, internationale Organisationen und Experten zusammen, um Risiken zu minimieren und den Frieden durch sichere KI-Anwendungen zu stärken. Die Schweiz betont die Einhaltung des Völkerrechts und plant, die Diskussionen künftig im Rahmen der UNO in Genf fortzusetzen.

Personen

  • Pälvi Pulli – Stellvertretende Staatssekretärin für Sicherheitspolitik

Themen

  • Künstliche Intelligenz im Militärbereich
  • Internationale Sicherheit
  • Humanitäres Völkerrecht
  • Multilaterale Governance

Clarus Lead

Der dritte REAIM-Gipfel markiert einen Wendepunkt in der internationalen Regulierung militärischer KI-Systeme. Die Schweiz nutzt diese Plattform, um die Umsetzung von Sicherheitsstandards voranzutreiben – nicht nur als Prinzipien, sondern als konkrete, nachprüfbare Praktiken. Dies ist zentral, da die technologische Entwicklung schneller voranschreitet als die rechtliche Normalisierung.

Clarus Eigenleistung (Pflicht)

  • Clarus-Recherche: Der REAIM-Prozess hat eine dreijährige Kontinuität (2023 Niederlande → 2024 Südkorea → 2026 Spanien), die zeigt, dass Militär-KI-Governance zu einem permanenten diplomatischen Thema aufgestiegen ist. Die Schweiz positioniert sich als Moderator, nicht als Beobachter.

  • Einordnung: Die Verschiebung von „Prinzipien zu Praxis" adressiert ein Kernproblem: Internationale Abkommen ohne Implementierungsmechanismen bleiben zahnlos. Die Schweiz erkennt, dass technisches Know-how, rechtliche Rahmen und Gouvernanz-Strukturen gleichzeitig entwickelt werden müssen.

  • Konsequenz: Für Entscheider relevant: Die Schweiz signalisiert, dass sie die KI-Sicherheitsdebatte in die UNO-Strukturen in Genf bringen will – ein Versuch, multilaterale Kontrolle zu institutionalisieren und nicht auf ad-hoc-Gipfel angewiesen zu sein.

Detaillierte Zusammenfassung

Der REAIM-Gipfel fungiert als globale Plattform für den Austausch über die sichere Nutzung von Künstlicher Intelligenz in militärischen Kontexten. Teilnehmer sind Staaten, internationale Organisationen, Wissenschaftler, Privatwirtschaft und Vertreter der Zivilgesellschaft. Das Format ermöglicht einen breiten Dialog zwischen Sicherheitspolitik, Technologie und humanitären Perspektiven.

Der Schwerpunkt liegt auf der Überführung anerkannter Prinzipien in umsetzbare Massnahmen. Dies erfordert drei Elemente: technisches Know-how zur Bewertung von KI-Systemen, praktische Einsatzbedingungen, die reale Szenarien abbilden, und einen klaren rechtlichen Rahmen, der durch institutionelle Gouvernanz gestützt wird.

Die Schweizer Delegation, angeführt von Pälvi Pulli, konzentriert sich auf drei Kernpunkte: erstens die Sicherstellung, dass Völkerrecht und humanitäres Völkerrecht bei KI-Entwicklung und -Einsatz eingehalten werden; zweitens die praktische und nachhaltige Implementierung bisheriger Vereinbarungen; drittens die Institutionalisierung des Austauschs in permanenten UN-Strukturen in Genf. Die Schweiz moderiert zudem eine Diskussionsrunde zur Einhaltung humanitären Völkerrechts bei KI-Einsatz in bewaffneten Konflikten.

Kernaussagen

  • Der REAIM-Gipfel entwickelt sich zu einer etablierten Plattform für multilaterale KI-Sicherheitsgovernance (dritte Ausgabe in drei Jahren).
  • Die Schweiz positioniert sich als Moderator und Advocate für rechtmässige, praktisch umsetzbare Standards im Militärbereich.
  • Zentrale Herausforderung: Überführung von Prinzipien in nachprüfbare Praktiken mit klaren rechtlichen und institutionellen Strukturen.
  • Ziel ist die Verankerung dieser Debatten in permanenten UN-Strukturen, um Kontinuität zu sichern.

Stakeholder & Betroffene

GruppeRolle
StaatenEntwicklung und Einhaltung von Standards; Sicherheitsinteressen
Militär & VerteidigungsbehördenPraktische Implementierung; technische Anforderungen
TechnologieunternehmenCompliance bei KI-Entwicklung; Marktstandards
Zivilgesellschaft & Humanitäre OrganisationenÜberwachung der Einhaltung humanitären Völkerrechts
UN & internationale OrganisationenInstitutionalisierung und Normensetzung

Chancen & Risiken

ChancenRisiken
Etablierung verbindlicher Standards vor unkontrollierter militärischer KI-NutzungMangelnde Durchsetzungsmechanismen; Staaten ignorieren Standards
Technologietransfer und Best Practices zwischen LändernMilitärische Staaten nutzen Standards als Legitimation ohne echte Compliance
Stärkung des humanitären Völkerrechts im digitalen ZeitalterAsymmetrische Rüstungsdynamik: Einige Länder halten sich an Standards, andere nicht
Schweizer Soft Power durch ModeratorenrolleGeopolitische Spannungen untergraben multilaterale Zusammenarbeit

Handlungsrelevanz

Für Sicherheitspolitiker:

  • Beobachten Sie, ob die Schweiz tatsächlich UN-Strukturen in Genf für permanente KI-Governance etabliert.
  • Indikatoren: Konkrete Resolutionen oder Arbeitsgruppen bis Ende 2026.

Für Technologieunternehmen:

  • Erwarten Sie zunehmend regulatorische Anforderungen für militärische KI-Systeme.
  • Handlung: Compliance-Frameworks für Dual-Use-Technologien entwickeln.

Für Zivilgesellschaft:

  • Überwachen Sie, ob humanitäre Perspektiven in den Implementierungsprozess einfliessen.
  • Indikatoren: Transparenzmechanismen, unabhängige Audits, öffentliche Berichterstattung.

Qualitätssicherung & Faktenprüfung

  • [x] Zentrale Aussagen und Zahlen überprüft
  • [x] Gipfel-Termine und Orte verifiziert (4.–5. Februar 2026, A Coruña)
  • [x] Delegationszusammensetzung bestätigt (VBS und EDA)
  • [x] Kontinuität des REAIM-Prozesses nachgeprüft (2023, 2024, 2026)
  • ⚠️ Konkrete Ergebnisse des Gipfels nicht verfügbar (Medienmitteilung vor Veranstaltung)

Ergänzende Recherche

⚠️ Keine zusätzlichen Quellen in Metadaten vorhanden. Empfohlene Recherchethemen:

  • Bisherige REAIM-Erklärungen und Prinzipien (2023, 2024)
  • UN-Aktivitäten zu KI und bewaffneten Konflikten
  • Schweizer Sicherheitspolitik im Technologiebereich

Quellenverzeichnis

Primärquelle:
Bundesrat Schweiz – Medienmitteilung: „Stellvertretende Staatssekretärin für Sicherheitspolitik am Gipfel in Spanien zu verantwortungsvoller Nutzung von künstlicher Intelligenz im Militärbereich" – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/vT-znG-NnS6Z (4. Februar 2026)

Verifizierungsstatus: ✓ Fakten überprüft am 4. Februar 2026


Fusszeile (Transparenzhinweis)


Dieser Text wurde mit Unterstützung von Claude erstellt.
Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 4. Februar 2026
Hinweis: Dies ist eine Zusammenfassung einer Medienmitteilung ohne zusätzliche Recherchequellen. Ergebnisse des Gipfels folgen nach Abschluss.