Kurzfassung
Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) hat ein Baugesuch für die Sanierung des Hauptgebäudes auf dem Landgut Lohn in Kehrsatz (Bern) eingereicht. Das historische Ensemble von nationaler Bedeutung wird für offizielle Anlässe der Eidgenossenschaft genutzt und wird zum ersten Mal seit 65 Jahren grundlegend renoviert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 9 Millionen Franken. Die Arbeiten dauern von Oktober 2026 bis Mitte 2029, während dieser Zeit ist das Gebäude nicht nutzbar.
Personen
- Bundesamt für Bauten und Logistik BBL (Auftraggeber)
Themen
- Denkmalpflege und Restaurierung
- Energetische Sanierung
- Barrierefreiheit
- Bundesliegenschaften
Clarus Lead
Die Sanierung des Landguts Lohn ist Teil einer breiteren Strategie zur Modernisierung von Bundesliegenschaften unter Einhaltung denkmalpflegerischer Standards. Mit dem Schwerpunkt auf energetische Erneuerung – insbesondere dem Ersatz der fossilen Wärmeversorgung durch Fernwärmeanschluss – signalisiert der Bund seine Verpflichtung zur Dekarbonisierung auch bei historisch wertvollen Immobilien. Die dreijährige Schliessung stellt eine operative Herausforderung dar, erfordert aber eine sorgfältige Planung für die Wahrung des denkmalgeschützten Bestands.
Detaillierte Zusammenfassung
Das Landgut Lohn fungiert als zentrale Repräsentationsstätte für offizielle Staatsanlässe der Schweizerischen Eidgenossenschaft und geniesst Status als historisches Ensemble von nationaler Bedeutung. Das Hauptgebäude befindet sich in einem Zustand, der eine umfassende Modernisierung rechtfertigt – die letzte Sanierung liegt 65 Jahre zurück.
Das Sanierungsprogramm verbindet Denkmalschutz mit zeitgemässen Anforderungen. Im Energiebereich wird die bestehende fossile Wärmeversorgung durch einen Fernwärmeanschluss ersetzt; zusätzlich erfolgen Dachdämmung und der Einbau von Wärmeschutzverglasungen. Ein neuer Aufzug erschliesst alle relevanten Geschosse und ermöglicht mobilitätseingeschränkten Personen den hindernisfreien Zugang – eine Anpassung an moderne Barrierefreiheitsstandards. Die Kostenschätzung von 9 Millionen Franken umfasst Projektierung, Bauleitung, Bau- und Restaurierungsarbeiten sowie Umzug und Neueinrichtung historischer Ausstattung. Die kantonale Denkmalpflege ist in die Entwicklung und Umsetzung eingebunden, um Substanzschutz zu gewährleisten.
Kernaussagen
- Erste Grundsanierung des Hauptgebäudes seit 1961; Investition von 9 Millionen Franken
- Fokus auf energetische Modernisierung mit Fernwärmeanschluss und Wärmedämmung
- Barrierefreiheit durch Aufzugeinbau; enge Zusammenarbeit mit Denkmalpflege
- Betriebliche Unterbrechung von Oktober 2026 bis Mitte 2029
Kritische Fragen
Evidenz/Datenqualität: Basiert die Kostenschätzung von 9 Millionen Franken auf vergleichbaren Sanierungsprojekten ähnlicher Grösse und Komplexität, oder handelt es sich um eine vorläufige Schätzung mit erheblichem Risiko für Kostenüberschreitungen?
Interessenkonflikte/Anreize: Inwieweit hat die kantonale Denkmalpflege Mitspracherecht bei Kostenentscheidungen, und wie werden potenzielle Zielkonflikte zwischen maximaler Denkmalschutzkonformität und Kosteneffizienz gelöst?
Kausalität/Alternativen: Wurde eine Teilsanierung (z. B. nur Energetik ohne vollständige Restaurierung) oder eine schrittweise Sanierung während des Betriebs als Alternative evaluiert, um die dreijährige Betriebsunterbrechung zu vermeiden?
Umsetzbarkeit/Risiken: Wie wird sichergestellt, dass die Fernwärmeinfrastruktur in Kehrsatz zum geplanten Zeitpunkt verfügbar ist, und welche Pufferzeit ist für unvorhergesehene Verzögerungen bei Restaurierungsarbeiten eingeplant?
Nebenwirkungen: Welche Auswirkungen hat die dreijährige Indisponibilität auf das Protokoll des Bundes, und gibt es Ausweichquartiere für offizielle Anlässe?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) – Medienmitteilung vom 30.04.2026 https://www.news.admin.ch/de/newnsb/OZlEFPBj0PuR1vcwQBCdE
Verifizierungsstatus: ✓ 30.04.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 30.04.2026