Kurzfassung

Die Schweiz eröffnet unter dem OSZE-Vorsitz eine zweitägige Konferenz zur Bekämpfung von Antisemitismus in St. Gallen. Bundesrat Cassis warnt vor der weltweiten Zunahme antisemitischer Übergriffe, die seit den Hamas-Angriffen vom Oktober 2023 deutlich intensiver geworden sind. Die Konferenz bringt OSZE-Staaten, internationale Organisationen und Zivilgesellschaft zusammen, um Präventionsmassnahmen zu entwickeln. Schwerpunkte sind die Sensibilisierung von Jugendlichen, Online-Gewalt und Hass im Sport. Ziel ist es, bestehende OSZE-Verpflichtungen in konkrete, praxisorientierte Massnahmen umzuwandeln.

Personen

Themen

  • Antisemitismus und Hass
  • Prävention bei Jugendlichen
  • Online-Gewalt und Diskriminierung
  • Sport als Inklusionsraum
  • OSZE-Verpflichtungen

Clarus Lead

Die Schweiz nutzt ihren OSZE-Vorsitz 2026, um Antisemitismus systematisch auf die internationale Agenda zu setzen. Unter Leitung von Bundesrat Cassis findet in St. Gallen eine Konferenz statt, die auf die alarmierende Zunahme antisemitischer Übergriffe weltweit reagiert. Die Konferenz verknüpft politischen Dialog mit Fachexpertise und Zivilgesellschaft, um wirksame Gegenmassnahmen zu entwickeln. Dies ist relevant für Entscheider in Sicherheit, Bildung und Gesellschaftskohäsion.

Detaillierte Zusammenfassung

Antisemitische Übergriffe haben weltweit an Intensität und Sichtbarkeit zugenommen. Internationale Entwicklungen wie die Terroranschläge der Hamas am 7. Oktober 2023 und der folgende Krieg in Gaza haben diesen Trend erheblich verschärft. Auch die Schweiz ist betroffen, wie steigende Zahlen registrierter Übergriffe im öffentlichen Raum zeigen. Bundesrat Cassis betont in seiner Eröffnungsrede, dass das Wiedererstarken von Antisemitismus mehr als 80 Jahre nach der Shoah «zutiefst beunruhigend» sei und dass die Formel «nie wieder» nicht eingelöst wird, solange Hass in Gewalt umschlägt.

Die Konferenz konzentriert sich auf das Verständnis der Spirale, die zu Intoleranz und Diskriminierung führt. Schwerpunkte sind Prävention bei Jugendlichen, die Online-Gewalt ausgesetzt sind, sowie der Sport, wo Spannungen häufig eskalieren. Cassis unterstreicht: «Hass beginnt mit Worten, mit Stigmatisierung und mit Gleichgültigkeit» – deshalb ist frühzeitiges Handeln essentiell. Die Diskussionen basieren auf neuen Daten des ODIHR (Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte) und der FRA (Agentur der Europäischen Union für Grundrechte).

Die Konferenz knüpft an die OSZE-Erklärung zu Antisemitismus von 2014 an, die ebenfalls unter Schweizer Vorsitz verabschiedet wurde. Ziel des Schweizer Vorsitzes ist es, die Bekämpfung von Antisemitismus und Intoleranz dauerhaft auf der politischen Agenda zu halten und Prävention, Gemeinschaftsschutz sowie gesellschaftliche Resilienz zu stärken.

Kernaussagen

  • Globale Eskalation: Antisemitische Übergriffe nehmen weltweit zu; der Gaza-Konflikt hat den Trend verschärft.
  • Schweizer Betroffenheit: Auch in der Schweiz zeigen sich steigende Zahlen registrierter Übergriffe im öffentlichen Raum.
  • Präventionsfokus: Die Konferenz priorisiert Früherkennung bei Jugendlichen, Online-Hass und Sport als Konfliktfeld.
  • Politische Kontinuität: Der Schweizer OSZE-Vorsitz verankert Antisemitismusbekämpfung dauerhaft in der internationalen Agenda.
  • Praxisorientierung: Bestehende OSZE-Verpflichtungen sollen in konkrete, umsetzbare Massnahmen übersetzt werden.

Kritische Fragen

  1. Datenqualität: Welche Kriterien nutzen die Schweiz und OSZE-Staaten zur Erfassung und Definition antisemitischer Übergriffe? Sind die Zahlen vergleichbar oder verzerren unterschiedliche nationale Erfassungsmethoden das Gesamtbild?

  2. Kausalität: Inwiefern ist die Zunahme antisemitischer Übergriffe direkt auf den Gaza-Konflikt zurückzuführen, und welche anderen Faktoren (z. B. Online-Radikalisierung, wirtschaftliche Krisen) spielen eine Rolle?

  3. Interessenskonflikte: Welche Staaten mit fragwürdigen Menschenrechtsbilanzen nehmen an der Konferenz teil, und wie könnte dies die Glaubwürdigkeit von Präventionsmassnahmen beeinflussen?

  4. Umsetzbarkeit: Wie sollen «konkrete, praxisorientierte Massnahmen» in Ländern mit unterschiedlichen Rechtsordnungen und Ressourcen tatsächlich implementiert werden? Welche Sanktionsmechanismen sind vorgesehen?

  5. Prävention vs. Unterdrückung: Wie wird sichergestellt, dass Präventionsmassnahmen bei Jugendlichen nicht in Überwachung oder Einschränkung von Meinungsfreiheit ausarten?

  6. Sportbereich: Der Sport wird als Konfliktfeld genannt – fehlen konkrete Massnahmen für Sportverbände, oder werden diese separat entwickelt?

  7. Langzeitwirkung: Welche Mechanismen garantieren, dass die Konferenzergebnisse über den Schweizer Vorsitz hinaus Bestand haben und nicht in Schubladen verschwinden?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: OSZE-Konferenz zur Bekämpfung von Antisemitismus – Medienmitteilung, Staatssekretariat für auswärtige Angelegenheiten (EDA), 9. Februar 2026

Verifizierungsstatus: ✓ 9. Februar 2026


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 9. Februar 2026