Kurzfassung
Agroscope veranstaltet am 5. Mai 2026 die 15. Ökobilanz-Plattform Land- und Ernährungswirtschaft an ihrem Standort Zürich-Reckenholz und online. Die Tagung bringt Fachleute aus Forschung, Praxis und Verwaltung zusammen, um Bewertungsmethoden für Klimaschutzpotenziale in der Landwirtschaft zu diskutieren. Anmeldungen sind bis 28. April 2026 möglich, Medienschaffende sind zur Teilnahme eingeladen.
Personen
- Gabriela Brändle (Agroscope)
Themen
- Ökobilanzierung und Klimaschutz
- Landwirtschaft und Nachhaltigkeit
- Forschungs-Praxis-Transfer
- Ernährungssysteme
Clarus Lead
Die Agroscope-Fachtagung adressiert ein zentrales Governance-Problem: Wie lässt sich das Klimaschutzpotenzial der Landwirtschaft systematisch bewerten und in der Praxis umsetzen? Landwirtschaft und Ernährung tragen zu Treibhausgasemissionen bei, bieten aber gleichzeitig erhebliche Chancen für Emissionsreduktionen durch verbessertes Management und technologische Innovationen. Die Veranstaltung fokussiert auf Ökobilanzierung als standardisierte Bewertungsmethodik, die Klimawirkungen und Nachhaltigkeitsziele ganzheitlich abbildet.
Detaillierte Zusammenfassung
Die Ökobilanzierung ist ein etabliertes Verfahren zur Quantifizierung von Umweltwirkungen in der Landwirtschaft. Sie funktioniert auf mehreren Ebenen – vom einzelnen Betrieb bis zum gesamten Ernährungssystem – und offenbart dabei Synergien und Zielkonflikte zwischen verschiedenen Umweltzielen. Durch Integration zusätzlicher Bewertungsmethoden lassen sich auch ökonomische und soziale Nachhaltigkeitsdimensionen abbilden.
Das zentrale Hindernis bleibt jedoch die Kluft zwischen Forschung und Praxis. Konkrete Herausforderungen sind die praxisgerechte Aufbereitung von Forschungsergebnissen, verständliche Vermittlung komplexer Inhalte, transparente Darstellung von Datenlücken und Unsicherheiten sowie die Definition einheitlicher Benchmarking-Kriterien. Unterschiedliche Analysewerkzeuge führen häufig zu divergierenden Ergebnissen, was für Praktiker schwer nachvollziehbar ist.
Die Tagung richtet sich an Innovationsverantwortliche aus der Privatwirtschaft sowie an Vertreter von Verbänden, Verwaltung und Forschung. Das Programm wird auf Deutsch und Englisch angeboten; Interviews mit Fachpersonen können über den Mediendienst koordiniert werden.
Kernaussagen
- Ökobilanzierung ist eine wissenschaftlich etablierte Methode zur umfassenden Bewertung von Klimawirkungen und Nachhaltigkeitspotenzialen in Landwirtschaft und Ernährung
- Die Forschungs-Praxis-Lücke bleibt das Haupthindernis: Standardisierung, Datenqualität und Verständlichkeit müssen verbessert werden
- Einheitliche Kriterien und Benchmarks sind erforderlich, um vergleichbare und nachvollziehbare Bewertungen zu ermöglichen
Kritische Fragen
Datenqualität: Welche Datenlücken bestehen derzeit in der Ökobilanzierung landwirtschaftlicher Systeme, und wie werden diese in den verschiedenen Analysewerkzeugen behandelt?
Methodische Konsistenz: Warum führen unterschiedliche Ökobilanz-Werkzeuge zu divergierenden Ergebnissen, und welche Standards sollen auf der Plattform zur Harmonisierung vorgeschlagen werden?
Umsetzungsbarrieren: Welche konkreten Massnahmen werden diskutiert, um Forschungsergebnisse für kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe praktikabel zu machen?
Zielkonflikte: Wie werden Interessenskonflikte zwischen Klimaschutz, Biodiversität, Bodengesundheit und wirtschaftlicher Rentabilität in der Bewertung transparent gemacht?
Governance: Wer definiert die einheitlichen Kriterien und Schwellenwerte für Benchmarking, und wie wird Unabhängigkeit von Industrieinteressen gewährleistet?
Reichweite: Inwiefern werden Scope-3-Emissionen (Transport, Verpackung, Konsum) in den Bewertungen systematisch erfasst, oder liegt der Fokus primär auf Produktionsemissionen?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Medienmitteilung Agroscope – news.admin.ch
Verifizierungsstatus: ✓ 24.03.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 24.03.2026