Kurzfassung
Das EU-Forschungsprojekt «HyMetBat» entwickelt innovative Messmethoden zur Charakterisierung nachhaltiger Batterien und beschleunigt damit die Energiewende. Die Empa kombiniert Strahlungsmethoden mit elektroanalytischen Verfahren, um Batterien während des Betriebs zu analysieren – ein «Belastungs-EKG» für Energiespeicher. Das Konsortium mit über 30 Partnerinstitutionen arbeitet bis 2028 an der Optimierung von Batterietechnologien für klimaneutrale Mobilität und erneuerbare Energiequellen.
Personen
- Artur Braun – Physiker und Gruppenleiter Hochleistungskeramik, Empa
Themen
- Batterieforschung und Energiespeicherung
- Nachhaltige Materialien und Kreislaufwirtschaft
- Messtechnische Charakterisierung
- Europäischer Green Deal und Energiewende
- Internationale Forschungskooperation
Detaillierte Zusammenfassung
Das Projekt «HyMetBat» («Hybrid metrology for sustainable and low-carbon footprint battery materials») baut auf dem erfolgreichen Vorgängerprojekt «OpMetBat» auf und zielt darauf ab, zuverlässige Charakterisierungsmethoden für nachhaltige und recycelbare Batterien zu etablieren. Dies ist essentiell für die Beschleunigung der Batterieentwicklung im Kontext der Energiewende.
Die Empa konzentriert sich darauf, die komplette Kausalkette von der Materialwahl über Synthese, Verarbeitung, Elektrodenfertigung und Zellaufbau bis zum Betrieb und Versagen von Batterien zu verstehen. Das Kernverfahren kombiniert moderne Strahlungsmethoden – insbesondere Neutronen- und Röntgenstrahlen – mit elektroanalytischen Techniken und wird «in operando» durchgeführt, also während die Batterie aktiv lädt und entlädt.
Unter der Leitung von Artur Braun analysieren die Forschenden, wie sich elektrochemische und mechanische Eigenschaften der Aktivmaterialien während des Ladezyklus verändern und welche Auswirkungen diese auf die Batteriefunktion haben. Diese detaillierten Erkenntnisse sollen die industrielle Skalierung neuer Batterietechnologien fördern und damit den Übergang zu erneuerbaren Energien beschleunigen.
Das Konsortium umfasst über 30 Partnerinstitutionen, darunter Universitäten, Forschungsinstitute und Industriepartner. Die Empa trug zur internationalen Öffnung bei und integrierte zwei zusätzliche Partner aus assoziierten und nicht-EU-Ländern. Das Projekt wird von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Berlin koordiniert und läuft bis 2028.
Kernaussagen
- Innovative Messtechnik: Kombination von Strahlungsmethoden und elektroanalytischen Verfahren ermöglicht «Belastungs-EKG» für Batterien im laufenden Betrieb
- Systemisches Verständnis: Detaillierte Analyse der Kausalkette von Materialwahl bis Batterieversagen
- Skalierungsfähigkeit: Ergebnisse unterstützen industrielle Umsetzung neuer Batterietechnologien
- Breite Kooperation: 30+ Partnerinstitutionen bilden ein robustes Netzwerk für nachhaltige Batterieentwicklung
- Europäische Relevanz: Direkter Beitrag zum European Green Deal und Schweizer Klimaneutralitätsziel 2050
Stakeholder & Betroffene
| Gruppe | Rolle |
|---|---|
| Empa & Forschungspartner | Entwicklung und Validierung von Messmethoden |
| Batteriehersteller | Profitieren von beschleunigter Technologieentwicklung |
| Energiesektor | Zugang zu besseren Energiespeicherlösungen |
| Öffentlichkeit | Ermöglichung klimaneutraler Mobilität und Energieversorgung |
| Politische Entscheidungsträger | Datengrundlage für Regulierung und Förderung |
Chancen & Risiken
| Chancen | Risiken |
|---|---|
| Beschleunigte Marktreife neuer Batterietechnologien | Hohe Komplexität kann Implementierung verzögern |
| Verbesserte Qualitätskontrolle in der Produktion | Abhängigkeit von Spezialinfrastruktur (Strahlungsquellen) |
| Optimierte Ressourceneffizienz durch besseres Verständnis | Begrenzte Ressourcen für Folgeprojekte |
| Stärkere internationale Forschungskooperation | Geistiges Eigentum und Verwertungskonkurrenz |
| Beitrag zu europäischen Klimazielen | Transferbarkeit auf andere Batterietypen unklar |
Handlungsrelevanz
Für Entscheidungsträger:
- Beobachten: Zwischenergebnisse des Projekts bis 2028 auf Skalierungspotenziale überprüfen
- Investieren: Kontinuierliche Förderung von Batterieforschung sicherstellen, um Technologieführerschaft zu bewahren
- Koordinieren: Standardisierung von Messmethoden mit internationalen Partnern vorantreiben
- Umsetzen: Erkenntnisse in Produktionsrichtlinien und Qualitätsnormen integrieren
Qualitätssicherung & Faktenprüfung
- [x] Zentrale Aussagen und Projektdetails überprüft
- [x] Projektlaufzeit, Partner und Koordination bestätigt
- [x] Methodische Beschreibung validiert
- [ ] Quantitative Ergebnisse (noch nicht verfügbar – Projekt läuft bis 2028)
Ergänzende Recherche
- European Green Deal – Europäische Kommission: Strategische Rahmenvorgaben für Batterieforschung
- Batterie-Roadmap Schweiz 2050 – Bundesamt für Energie: Nationale Ziele und Förderprogramme
- OpMetBat-Projektbericht – Vorgängerprojekt mit etablierten Messmethoden
Quellenverzeichnis
Primärquelle:
Medienmitteilung der Empa – «Neue Messmethoden für Batterien im EU-Green-Deal-Projekt «HyMetBat»» (22. Januar 2026)
https://www.news.admin.ch/de/newnsb/ebQSZx3v6DnKql7oAjE-4
Ergänzende Quellen:
- Empa – Abteilung Hochleistungskeramik: Forschungsschwerpunkte Batterietechnologie
- Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) Berlin – HyMetBat-Projektkoordination
- Bundesamt für Metrologie (METAS) – Standardisierung von Messmethoden
Verifizierungsstatus: ✓ Fakten geprüft am 22. Januar 2026
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Dieser Text wurde mit Unterstützung von Claude erstellt.
Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 22. Januar 2026