Kurzfassung
Die Schweiz hat am 18. Juni 2026 das Vorprojekt für das Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK) offiziell gestartet. Das neue System wird bis 2035 das bestehende Polycom-Netz ablösen und die sichere Kommunikation von Bund, Kantonen und Betreibern kritischer Infrastrukturen gewährleisten. Bundesrat Martin Pfister (VBS) und Bundesrat Beat Jans (EJPD) unterzeichneten gemeinsam mit kantonalen Vertretern den Projektinitialisierungsauftrag. Das Kommando Cyber trägt ab Ende 2025 die Projektverantwortung. Das Vorprojekt wird Anforderungen, Lösungsarchitektur, Finanzierungsmodelle und Migrationspläne entwickeln.
Personen
- Martin Pfister (Bundesrat, Chef VBS)
- Beat Jans (Bundesrat, Chef EJPD)
Themen
- Kritische Infrastruktur
- Sicherheitskommunikation
- Digitale Transformation
- Föderalismus
Clarus Lead
Das MSK-Projekt adressiert eine strategische Sicherheitslücke: Mit dem Ende von Polycom 2035 verliert die Schweiz ein System, das in Alltag und Krisensituationen – von Cyberangriffen bis Naturkatastrophen – unverzichtbar ist. Die Vorprojektphase muss nun klären, wie ein einheitliches, krisen- und ausfallsicheres Netz über föderale Grenzen hinweg aufgebaut wird, ohne bestehende Strukturen zu gefährden. Parallel läuft bereits die Parlamentsbotschaft zur Finanzierung des Hauptprojekts – ein Signal, dass die Umsetzung zeitlich eng getaktet ist.
Detaillierte Zusammenfassung
Das MSK-Vorprojekt baut auf dem Projekt «Mitnutzung ziviler Dienste» (MzD) auf, das zivile Datennetze für die Armee nutzbar macht und härtet. Dadurch entstehen Synergien zwischen Verteidigung und Sicherheitskommunikation. Im Vorprojekt werden Einsatzszenarien, Lösungsarchitektur, Betriebskonzepte und Service-Management-Modelle entwickelt. Ein Proof of Concept mit den Kernelementen «resilientes Netz» und «Kollaborationsdienste» soll die technische Machbarkeit demonstrieren; Kanton, Finanzierung und Umfang werden in der Initialisierungsphase festgelegt.
Die Finanzierungsabstimmung zwischen Bund und Kantonen erfolgt parallel zur Vorprojektentwicklung. Das System muss schrittweise eingeführt und später skalierbar sein. Das Projekt «Werterhalt Polycom 2030» (WEP2030) wird Mitte 2026 abgeschlossen – mit Erneuerung der Tetrapol-Technologie, Migration der Basisstationen und Modernisierung der kantonalen Einsatzzentralen. Trotz einer zehnährigen Laufzeit verzeichnet WEP2030 nur eine sechsmonatige Verzögerung und hält das ursprüngliche Budget ein.
Kernaussagen
- MSK wird Polycom 2035 ablösen und sichere Mobilfunkkommunikation für Blaulichtorganisationen und kritische Infrastrukturen gewährleisten
- Vorprojekt läuft bis zur genehmigungsreifen Grundlage; Hauptprojekt-Finanzierung wird parallel dem Parlament vorgelegt
- Lösungsarchitektur nutzt Synergien mit dem zivilen Netzprojekt MzD und basiert auf Resilienz sowie Kollaborationsdiensten
Kritische Fragen
Evidenz/Datenqualität: Welche Risikoanalysen liegen der Annahme zugrunde, dass Polycom 2035 nicht mehr betriebsfähig ist? Wurden Lebensdauerverlängerungen technisch evaluiert?
Interessenkonflikte: Inwiefern beeinflussen Lieferanteninteressen die Architekturentscheidung, Synergien mit dem Armee-Projekt MzD zu nutzen?
Kausalität/Alternativen: Warum wurde ein föderales Multi-Kanton-System dem Ansatz einer dezentralen kantonalen Lösung vorgezogen? Welche Kostenvergleiche liegen vor?
Umsetzbarkeit: Wie wird sichergestellt, dass der Proof of Concept bis zur Hauptprojektentscheidung abgeschlossen ist, wenn der Kanton erst in der Initialisierungsphase bestimmt wird?
Finanzierungsrisiken: Welche Szenarien wurden für Kostensteigerungen während der zehnjährigen Hauptprojektphase modelliert?
Governance: Wie wird die Balance zwischen föderaler Autonomie und zentraler Standardisierung in Betrieb und Support gewährleistet?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Bundesrat startet Vorprojekt Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK) – news.admin.ch, 18.06.2026
Verifizierungsstatus: ✓ 18.06.2026
Weitere Sprachen: Französisch | Englisch
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 18.06.2026