Kurzfassung
Die Schweizerische Nationalbibliothek in Bern wird im Rahmen ihrer Gesamtsanierung ein neues Kunstwerk erhalten. Die Eidgenössische Kunstkommission hat das Projekt «Sedimente» der Künstlerin Shirana Shahbazi aus Zürich ausgewählt. Sieben Künstler waren zum Wettbewerb «Kunst am Bau» eingeladen worden, um ein Konzept für den denkmalgeschützten Bücherturm von 1931 einzureichen. Die Installation soll ab 2027 während der Sanierung realisiert werden. Eine öffentliche Ausstellung aller sieben Projektvorschläge findet vom 14. April bis 1. Mai 2026 in der Nationalbibliothek statt.
Personen
- Shirana Shahbazi (Künstlerin, Zürich; Gewinnerin Wettbewerb)
Themen
- Kunst am Bau
- Nationalbibliothek Bern
- Denkmalpflege
- Kulturvermittlung
- Architektur und zeitgenössische Kunst
Clarus Lead
Die Wahl von «Sedimente» unterstreicht eine strategische Neuausrichtung der Nationalbibliothek als offenes Forum für Austausch und Forschung. Die zurückhaltende künstlerische Intervention soll während der umfassenden Sanierung ab 2027 entstehen und das Gebäude als «lebendes Gedächtnis der Schweiz» repositionieren. Die Jury würdigte besonders die sensible Einbindung in die Architektur des «Neuen Bauens» und die Kontinuität mit früheren Kunst-am-Bau-Arbeiten. Die öffentliche Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge macht den Gestaltungsprozess transparent und lädt zur gesellschaftlichen Debatte über Archiv und kulturelle Identität ein.
Detaillierte Zusammenfassung
Das Projekt «Sedimente» arbeitet mit der Sgraffito-Technik, einem klassischen Wandgestaltungsverfahren, das durch Kratzen mehrschichtiger Putzaufträge abstrakte Muster erzeugt. Die Installation erstreckt sich über zwei neue Schächte, die alle acht Ebenen des Bücherturms durchlaufen und die Stockwerke vertikal miteinander verbinden. Durch diese räumliche Anordnung wird das Konzept der «Sedimente» – das Freilegen von Wissens- und Zeitschichten – sowohl formal als auch symbolisch umgesetzt. Die Farbgebung und formale Ausrichtung orientiert sich eng an der bestehenden Architektur des Gebäudes von 1931, einem bedeutenden Vertreter des «Neuen Bauens», um eine harmonische Integration zu gewährleisten.
Der Wettbewerb wurde im August 2025 vom Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) zusammen mit der Eidgenössischen Kunstkommission (EKK) und dem Bundesamt für Kultur (BAK) lanciert. Die Jury traf sich am 4. und 5. März 2026 zur Bewertung und setzte sich aus Fachleuten aus Kunst, Architektur, Denkmalpflege sowie Vertretern der Nationalbibliothek und des Bundes zusammen. Die geplante Sanierung und Erweiterung ab 2027 zielt darauf ab, die architektonischen Qualitäten des denkmalgeschützten Bestands zu bewahren und gleichzeitig eine zukunftsorientierte, multifunktionale Bibliothek zu schaffen.
Kernaussagen
- Künstlerin Shirana Shahbazi gewinnt Wettbewerb «Kunst am Bau» für die Nationalbibliothek Bern mit dem Projekt «Sedimente»
- Die Installation nutzt Sgraffito-Technik zur abstrakten Wandgestaltung in zwei vertikalen Schächten durch den gesamten Bücherturm
- Kunstwerk soll ab 2027 während der Gesamtsanierung des denkmalgeschützten Gebäudes von 1931 realisiert werden
- Jury würdigt die sensible Integration in die Architektur und Kontinuität mit bestehenden Kunst-am-Bau-Arbeiten
- Öffentliche Ausstellung aller sieben Wettbewerbsbeiträge vom 14. April bis 1. Mai 2026 in der Bibliothek
Kritische Fragen
Quellenvalidität: Welche objektiven Kriterien hat die Jury zur Bewertung der sieben Projekte angewendet, und wie wurden Gewichtungen zwischen künstlerischer Innovation, Denkmalpflege und Funktionalität vorgenommen?
Interessenskonflikte: Sind alle Jurymitglieder unabhängig von den eingereichten Künstlern und ihren institutionellen Netzwerken, oder bestehen Verbindungen, die die Auswahlentscheidung beeinflusst haben könnten?
Kausalität und Alternativen: Inwiefern wurde geprüft, ob die Sgraffito-Technik tatsächlich das Konzept von «Sedimenten» und Wissensvermittlung stärker vermittelt als alternative künstlerische Techniken oder Interventionen?
Umsetzungsrisiken: Welche konkreten Massnahmen sind geplant, um die Sgraffito-Installation während der Bauarbeiten ab 2027 zu schützen und Beschädigungen zu vermeiden?
Öffentliche Partizipation: Werden Nutzer und Mitarbeiter der Nationalbibliothek in den Realisierungsprozess einbezogen, um sicherzustellen, dass die Installation die Anforderungen an Austausch und Kulturvermittlung erfüllt?
Budgetklarheit: Welches Budget ist für die Realisierung von «Sedimente» vorgesehen, und wie wird die Kosteneffizienz im Vergleich zu den anderen Wettbewerbsbeiträgen bewertet?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Zeitgenössische Kunst für die Schweizerische Nationalbibliothek in Bern – news.admin.ch, 14.04.2026
Ergänzende Quellen:
- Jurybericht «Kunst am Bau Wettbewerb Nationalbibliothek Bern» (PDF)
- Wettbewerbsprogramm «Kunst am Bau Nationalbibliothek Bern» (PDF)
Verifizierungsstatus: ✓ 14.04.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 14.04.2026