Kurzfassung

Der Nationale Kulturdialog (NKD) hat am 4. Mai 2026 die Pilotausgabe des «Kulturforum Schweiz» beschlossen. Das Forum findet am 19. Juni 2027 in La Chaux-de-Fonds im Rahmen der «Capitale culturelle suisse» statt. Es richtet sich an Kulturakteure, Fachleute aus Wirtschaft, Bildung, Forschung, Soziales und Gesundheit sowie an Politikerinnen und Politiker aller Staatsebenen. Das Leitmotiv lautet «Kultur ist Gesellschaft». Das Forum soll die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Kultur und anderen gesellschaftsrelevanten Bereichen sichtbar machen.

Personen

  • Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) (Vorsitz NKD)

Themen

  • Nationale Kulturpolitik
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Kulturförderung
  • Schweizer Kulturstrategie

Clarus Lead

Das Kulturforum Schweiz markiert einen strategischen Wendepunkt in der schweizerischen Kulturpolitik: Erstmals institutionalisiert der Bund einen nationalen Dialog, der Kultur nicht isoliert, sondern als zentrale Schnittstelle zu Wirtschaft, Bildung und Gesundheit positioniert. Diese Neuausrichtung signalisiert, dass Kulturförderung künftig als Querschnittsaufgabe verstanden wird – relevant für Entscheidungsträger in allen Sektoren und auf allen Staatsebenen.

Detaillierte Zusammenfassung

Der Nationale Kulturdialog wurde 2011 gegründet und vereinigt Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden in zwei Ebenen: einer politischen Ebene für institutionelle Vertreter und einer Fachebene für Kulturförderung. Die Zusammenarbeit basiert auf einer Vereinbarung aus 2011. Das strategische Steuerungsorgan setzt sich aus der Vorsteherin des EDI, Vertreterinnen und Vertretern der Konferenz der kantonalen Erziehungs- und Kulturdirektoren (EDK), des Schweizerischen Städteverbands (SSV) und des Schweizerischen Gemeindeverbands (SGV) zusammen.

Das neue Kulturforum adressiert explizit die Interdependenzen zwischen Kultur und anderen gesellschaftlichen Feldern. Gesundheit, Bildung, Forschung, Soziales und Wirtschaft werden als Bereiche verstanden, die Kultur gegenseitig beeinflussen und bedingen. Diese Vernetzungsperspektive soll durch das Forum erstmals systematisch in den Fokus rücken und damit die gesellschaftliche Bedeutung von Kulturpolitik über traditionelle Kulturkreise hinaus sichtbar machen.

Kernaussagen

  • Das Kulturforum Schweiz ist die erste nationale Plattform, die Kultur als Schnittstelle zu anderen Politikfeldern etabliert
  • Der Nationale Kulturdialog fungiert als koordinierendes Steuerungsorgan zwischen Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden
  • Kultur wird als Querschnittsaufgabe positioniert, die Wirtschaft, Bildung, Forschung, Soziales und Gesundheit beeinflusst

Kritische Fragen

  1. Evidenz/Datenqualität: Auf welchen empirischen Erkenntnissen basiert die Annahme gegenseitiger Abhängigkeiten zwischen Kultur und Gesundheit, Bildung oder Wirtschaft? Welche Daten untermauern diese Wechselwirkungen?

  2. Interessenkonflikte: Wie wird sichergestellt, dass die Fachebene des NKD (Kulturförderung) und die politische Ebene unabhängig voneinander arbeiten können, wenn beide im selben Forum zusammentreffen?

  3. Kausalität/Alternativen: Warum wurde 2027 als Startdatum gewählt? Gibt es alternative Formate oder Plattformen, die ähnliche Ziele bereits verfolgen?

  4. Umsetzbarkeit: Wie konkret sind die geplanten Arbeitsergebnisse des Forums? Welche verbindlichen Beschlüsse oder Empfehlungen sollen entstehen?

  5. Repräsentation: Sind kulturelle Minderheiten und marginalisierte Kunstformen in der Akteursauswahl des Forums angemessen vertreten?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Nationale Kulturdialog – Pilotausgabe Kulturforum Schweiz – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/zTWedDaZ355MY63DspKF-

Verifizierungsstatus: ✓ 05.05.2026


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 05.05.2026