Der Punkt
Die Invalidenversicherung führte 2025 über 61'000 Menschen in Arbeit ein; knapp die Hälfte fand eine reguläre Anstellung.
Kurzfassung
- 61'000 Personen nahmen 2025 an IV-Eingliederungsmassnahmen teil, 3'300 mehr als 2024 und dreimal mehr als 2008.
- Von 41'000 abgeschlossenen Massnahmen führten 19'200 (47 %) zu einer Anstellung, weitere 7'000 (17 %) sind wieder erwerbsfähig.
- Psychische Erkrankungen sind in 55 % der Fälle die Hauptursache für Invalidität.
Personen
- Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) (Herausgeber der Statistik)
Themen
- Invalidenversicherung
- Arbeitsmarktintegration
- Berufliche Rehabilitation
Clarus Lead
Das Bundesamt für Sozialversicherung dokumentiert eine steigende Erfolgsquote bei der Arbeitsintegration von Menschen mit Invaliditätsansprüchen. Die Strategie «Eingliederung vor Rente» zeigt messbare Wirkung: Ein Jahr nach Abschluss der Massnahmen erzielen 58 % der Teilnehmenden ein Einkommen ohne Rentenbezug. Die Kosten stiegen 2025 auf 979 Millionen Franken; für Taggelder wurden zusätzlich 780 Millionen Franken aufgewendet.
Detaillierte Zusammenfassung
Die Invalidenversicherung unterstützt Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch spezialisierte Eingliederungsmassnahmen. Das Prinzip «Eingliederung vor Rente» wurde durch Gesetzesrevisionen (2008, 2012, 2022) gestärkt und die Instrumente kontinuierlich ausgebaut. Die Teilnehmerzahlen wuchsen entsprechend: von knapp 20'000 im Jahr 2008 auf 61'000 im Jahr 2025.
Die Erfolgsbilanz differenziert sich nach Abschlussform: Von den 41'000 Personen, die 2025 einen Eingliederungsprozess beendeten, erreichten 47 % eine reguläre Anstellung im ersten Arbeitsmarkt. Weitere 17 % sind zwar wieder erwerbsfähig, haben aber noch keine Stelle. Bei 34 % war eine Eingliederung aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Ein Jahr nach Massnahmenabschluss (Daten von 2023) verdienten 58 % der Teilnehmenden ohne Rentenzahlung – eine Verbesserung gegenüber 46 % im Vorjahr.
Psychische Erkrankungen dominieren mit 55 % als Invaliditätsursache, gefolgt von Muskel-Skelett-Erkrankungen (14 %), Geburtsgebrechen (12 %) und Unfällen (8 %). Diese Verteilung blieb 2024 zu 2025 stabil. Die Gesamtkosten für Eingliederungsmassnahmen betrugen 979 Millionen Franken; 37'000 Personen erhielten zusätzlich Taggelder im Umfang von 780 Millionen Franken.
Kernaussagen
- Eingliederungsmassnahmen der IV zeigen steigende Erfolgsquoten: 47 % der Abschlüsse führen zu regulären Anstellungen.
- Die Teilnehmerzahl ist seit 2008 um das Dreifache gestiegen; die Kosten 2025 beliefen sich auf 979 Millionen Franken.
- Psychische Erkrankungen sind die dominierende Invaliditätsursache und erfordern spezialisierte Eingliederungsansätze.
Kritische Fragen
Datenqualität: Wie wird eine «Anstellung» definiert – Mindestdauer, Arbeitsumfang, Lohnhöhe? Unterscheiden sich die Qualitätsstandards zwischen Kantonen?
Kausalität: Führen die Eingliederungsmassnahmen selbst zu besseren Outcomes, oder profitieren bereits stabilere Personen stärker von ihnen?
Langzeitperspektive: Wie viele der Personen, die ein Jahr nach Massnahmenende ein Einkommen ohne Rente erzielen, behalten diese Anstellung nach drei oder fünf Jahren?
Kosteneffizienz: Welche Kosten entstehen durch Rentenzahlungen bei den 34 % der Personen, bei denen Eingliederung nicht gelang? Wie amortisiert sich der Massnahmeneinsatz?
Psychische Erkrankungen: Warum ist der Anteil psychischer Erkrankungen auf 55 % gestiegen? Ist dies eine echte Zunahme oder eine Verschiebung bei der Anmeldung?
Regionale Unterschiede: Variieren Erfolgsquoten und Kostenstrukturen zwischen Kantonen, und wenn ja, welche Faktoren erklären die Unterschiede?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) – Medienmitteilung, 27.07.2026 – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/wD0Qmx4D6P-5138Vd-Kd_ Zugriff: 27.07.2026 | Zugriffsumfang: vollständig
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Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 27.07.2026