Kurzfassung
Der ETH-Rat hat am 15./16. Juli 2026 insgesamt 10 neue Professorinnen und Professoren an ETH Zürich und EPFL ernannt. Darunter sind 7 Frauen und 3 Männer, was einem Frauenanteil von 45 % bei den Neuernennungen der letzten 12 Monate entspricht. Die Ernennungen verteilen sich auf Forschungsschwerpunkte wie Ökosystemgesundheit, Materialwissenschaften, diskrete Mathematik, computergestützte Biologie, Cloud-Infrastruktur, Computer Vision, Netzwerksicherheit, intelligente Wartungssysteme, Waldökologie und Algorithmentheorie. Ein Professor mit Verdankung verabschiedet sich Ende September 2026.
Personen
- Carolina Bello (Assistenzprofessorin, Arteninteraktionen und Ökosystemgesundheit)
- Raphael Mario Steiner (Tenure-Track-Assistenzprofessor, Mathematik und Hochschuldidaktik)
- Dagmar Iber (Ordentliche Professorin, Rechnergestützte Biologie)
Themen
- Hochschulpolitik und Personalentwicklung
- Nachhaltigkeitsforschung und Klimawandel
- Künstliche Intelligenz und Informatik
- Materialwissenschaften und Festkörperchemie
- Biodiversitätsmanagement und Waldökologie
Clarus Lead
Die Ernennungen signalisieren eine strategische Ausrichtung beider Hochschulen auf zukunftskritische Forschungsfelder: Künstliche Intelligenz, nachhaltige Infrastruktur und Klimaanpassung dominieren das Profil der neuen Professorinnen und Professoren. Mit einem Frauenanteil von 45 % bei Neuernennungen bewegen sich ETH Zürich und EPFL näher an Geschlechterparität in der Professorenschaft – ein Indikator für institutionelle Diversitätsziele. Die Beförderungen mehrerer Tenure-Track-Assistenzprofessorinnen (Klimovic, Tang, Fink, Grossiord) unterstreichen zudem die Bedeutung von Karrierepfaden für weibliche Nachwuchswissenschaftlerinnen im MINT-Bereich.
Detaillierte Zusammenfassung
Die Ernennungen verteilen sich auf beide Hochschulen und mehrere Fachbereiche. An der ETH Zürich werden 7 Personen ernannt oder befördert: Carolina Bello konzentriert sich auf die Rolle von Tieren in Ökosystemprozessen tropischer Wälder mit Relevanz für internationale Politikbereiche wie CO₂-Kompensation und Biodiversitätsmanagement. Elzbieta Gradauskaite forscht an der Schnittstelle zwischen anorganischer Chemie und Festkörperphysik, spezialisiert auf Synthese komplexer Übergangsmetalloxide. Raphael Mario Steiner, einer der weltweit führenden Nachwuchsforscher in diskreter Mathematik, löste die 1997 aufgestellte Kohayakawa-Kreuter-Vermutung vollständig und hat bereits fast 100 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht.
Dagmar Iber wird zur ordentlichen Professorin befördert und gilt als führende Expertin in computergestützter Biologie, die datengestützte Modelle für Entwicklung und Krankheitsforschung nutzt. Ana Klimovic entwickelt bessere Systeme und Architekturen für Cloud und Künstliche Intelligenz; ihr Projekt «Dandelion» prägt neue Trends im Bereich. Siyu Tang ist international anerkannt für bahnbrechende Forschung in Bewegungsschätzung und Avatar-Erstellung mit Anwendungen in Augmented Reality und Robotik. Laurent Vanbever, zum ordentlichen Professor befördert, zählt zu den weltweit führenden Forschenden in Computernetzwerken und Netzwerkverifikation.
An der EPFL werden 3 Personen befördert: Olga Fink ist Expertin für Deep Learning und intelligente Wartungssysteme, angewandt auf Schienenverkehr, Tunnelbohrmaschinen und Infrastruktur. Charlotte Grossiord forscht an der Schnittstelle von Waldökologie und Klimawandel und leitet die Forschungsgruppe Funktionale Pflanzenökologie der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL. Ola Svensson, zum ordentlichen Professor befördert, befasst sich mit Algorithmentheorie und kombinatorischer Optimierung.
Zusätzlich erhält Christophe Galland an der EPFL den Titel Titularprofessor für Arbeiten in Quantenoptik und Nanophotonik. An der ETH Zürich wird Markus Kalousek, Dozent und Biotechnologie-Unternehmer mit Industrieerfahrung, zum Professor of Practice ernannt.
Kernaussagen
- 10 Neuernennungen/Beförderungen mit 45 % Frauenanteil in den letzten 12 Monaten
- Strategische Schwerpunkte: KI-Infrastruktur, Klimaanpassung, nachhaltige Technologien und computergestützte Biologie
- Karrierepfade für Frauen: Mehrere Tenure-Track-Assistenzprofessorinnen erhalten Beförderungen zu ausserordentlichen Professorinnen
- Externe Anerkennung: Mehrere Ernannte mit ERC Starting Grants und SNSF-Förderung ausgezeichnet
Kritische Fragen
Evidenz/Datenqualität: Wie wird der Frauenanteil von 45 % bei Neuernennungen der letzten 12 Monate in Relation zu den Gesamtquoten in der Professorenschaft bewertet? Sind die Zahlen auf bestimmte Fachbereiche konzentriert?
Interessenkonflikte: Welche Rolle spielen externe Finanzierungsquellen (ERC Grants, SNSF-Mittel, Industriepartnerschaften) bei Berufungsentscheidungen, insbesondere bei Personen wie Markus Kalousek mit Venture-Capital-Verbindungen?
Kausalität/Alternativen: Inwiefern reflektieren diese Ernennungen tatsächlich institutionelle Diversitätsstrategie versus externe Markttrends (z. B. globale Nachfrage nach KI-Fachleuten)?
Umsetzbarkeit/Risiken: Wie wird sichergestellt, dass neue Professorinnen und Professoren, insbesondere im Tenure-Track, angemessene Ressourcen und Mentoring für Karriereentwicklung erhalten?
Geschlechterrepräsentation: Der Frauenanteil liegt bei 70 % der Neuernennungen (7 von 10). Wird diese Quote in höheren Positionen (ordentliche Professorinnen) gehalten, oder konzentriert sich der Anstieg auf Assistenz- und ausserordentliche Positionen?
Strategische Ausrichtung: Wie wird die Auswahl der Forschungsschwerpunkte (KI, Nachhaltigkeit) mit den Forschungsprioritäten des Bundes und internationalen Trends abgestimmt?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Paket Schweiz-EU (Bilaterale III) – ETH-Rat Sitzung 15./16. Juli 2026 – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/Bb1OMDz55xsp0Em4vcoMr
Verifizierungsstatus: ✓ 16.07.2026
Weitere Sprachen: Französisch | Englisch
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 16.07.2026