Kurzfassung
Der ETH-Bereich hat im ersten Jahr der Finanzierungsperiode 2025–2028 die vom Bundesrat gesetzten strategischen Ziele mehrheitlich erreicht. Die beiden Hochschulen ETH Zürich und EPFL zeigen starke Leistungen in Lehre und Forschung, während drei Ziele nur teilweise erfüllt wurden. Der Bund finanziert 82 Prozent der Erträge, während Drittmittel auf fast 34 Prozent anwuchsen.
Personen
- ETH-Rat (strategisches Führungs- und Aufsichtsorgan)
Themen
- Hochschulfinanzierung und strategische Ziele
- Forschungsinfrastrukturen und Hochleistungsrechnen
- Studierendenzahlen und Zulassungsregelungen
- Entrepreneurship und Spin-off-Gründungen
Clarus Lead
Der Bundesrat bilanziert die Leistungen des ETH-Bereichs im Jahr 2025 positiv: Die Institutionen erfüllten die meisten strategischen Ziele. 40.627 Studierende und Doktorierende verteilen sich auf ETH Zürich und EPFL, mit Ingenieurwissenschaften als grösstem Fachgebiet. Beide Hochschulen behielten ihre Spitzenplätze in internationalen Rankings (ETH Zürich Platz 11, EPFL Platz 35 im Times Higher Education Ranking). Der ETH-Bereich trägt durch Forschung in künstlicher Intelligenz, Energie und Klima zu zukunftsrelevanten Feldern bei.
Detaillierte Zusammenfassung
Die ETH Zürich und EPFL verzeichneten 2025 erneut steigende Studierendenzahlen, wobei das Wachstum durch gezielte Kapazitätsmassnahmen auf zwei Prozent moderiert wurde. Um Engpässe zu bewältigen, beschränkte die EPFL die Zulassung ausländischer Studierender zum Bachelorstudium für vier Jahre und verdreifachte die Studiengebühren für Bildungsausländer an beiden Schulen.
Im Bereich Forschungsinfrastrukturen erzielte der ETH-Bereich bedeutende Fortschritte: Das Paul Scherrer Institut (PSI) weihte die modernisierte Synchrotron Lichtquelle Schweiz (SLS) ein. Der Supercomputer Alps am Hochleistungsrechenzentrum CSCS in Lugano ermöglichte die Entwicklung von «Apertus», dem ersten mehrsprachigen Open-Source-Sprachmodell aus Schweizer Entwicklung. Mit Alps nimmt die Schweiz weltweit eine führende Position im Hochleistungsrechnen ein.
Die unternehmerische Aktivität nahm zu: 70 Spin-offs entstanden 2025 aus dem ETH-Bereich, sechs mehr als im Vorjahr. Die Finanzierung zeigt Stabilität – der Bund deckt 82 Prozent der Erträge, während Drittmittel auf fast 34 Prozent anwuchsen. Die Reserven wurden moderat um 25 Millionen Franken auf 916 Millionen Franken abgebaut.
Der Bundesrat identifizierte drei teilweise erreichte Ziele und fordert Verbesserungen bei Synergien in Beschaffungen, Reservenabbau, Immobilienmanagement und der laufenden Organisations- und Strukturüberprüfung durch den ETH-Rat.
Kernaussagen
- Mehrheitliche Zielerfüllung: Der ETH-Bereich erreichte die strategischen Ziele 2025 überwiegend; drei Ziele wurden nur teilweise erfüllt
- Studierendenzahlen stabilisiert: 40.627 Studierende und Doktorierende mit moderiertem 2-Prozent-Wachstum durch Kapazitätsmassnahmen
- Forschungsinfrastrukturen ausgebaut: Synchrotron SLS eingeweiht, Supercomputer Alps etabliert Schweiz als Hochleistungsrechnen-Führungsland
- Entrepreneurship gestärkt: 70 Spin-offs gegründet; Drittmittelquote auf 34 Prozent angewachsen
- Finanzielle Stabilität: Bund finanziert 82 Prozent; Reserven auf 916 Millionen Franken
Kritische Fragen
Evidenz: Welche konkreten Metriken definieren «mehrheitlich erreicht» bei den strategischen Zielen, und wie transparent sind die Erfolgskriterien für die drei teilweise erreichten Ziele dokumentiert?
Datenqualität: Sind die Studierendenzahlen (40.627) und Spin-off-Zahlen (70) mit Vorjahreswerten direkt vergleichbar, oder haben sich die Erfassungsmethoden verändert?
Interessenskonflikte: Inwiefern beeinflussen die verdreifachten Studiengebühren für Bildungsausländer die Forschungsqualität und internationale Kooperationen, besonders bei EU-Partnerschaften?
Kausalität: Lässt sich das Wachstum auf zwei Prozent tatsächlich auf die Kapazitätsmassnahmen zurückführen, oder spielen andere Faktoren (Arbeitsmarkt, Zulassungskonkurrenz) eine Rolle?
Umsetzbarkeit: Wie konkret sind die geforderten Verbesserungen bei Synergien und Reservenabbau, und welche Zeitrahmen setzt der Bundesrat für deren Umsetzung?
Nebenwirkungen: Könnte die vierjährige Beschränkung ausländischer Bachelorstudierender an der EPFL zu Fachkräftemangel in bestimmten Disziplinen führen?
Alternativen: Wurden bei der Zulassungsbeschränkung Alternativen wie gestaffelte Gebührenmodelle oder Kapazitätserweiterung evaluiert?
Reservenabbau: Ist die Reduktion der Reserven um 25 Millionen Franken nachhaltig, oder droht ein strukturelles Defizit bei sinkender Bundesfinanzierung?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Medienmitteilung des Bundesrates – ETH-Bereich erfüllt im ersten Jahr der Finanzierungsperiode 2025–2028 die strategischen Ziele mehrheitlich – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/PQxbSe0ycw6Gu1ttiKO4r
Verifizierungsstatus: ✓ 13.03.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 13.03.2026