Kurzfassung

Die Ausgaben für Ergänzungsleistungen (EL) zu AHV und IV sind 2025 um 4,7 % auf 6,2 Milliarden Franken angewachsen. Ende 2025 erhielten 231 900 Personen EL zur Altersversicherung (6000 mehr als 2024) und 126 100 Personen EL zur Invalidenversicherung (4300 mehr als 2024). Der Bund trägt rund 34 % der Kosten, die Kantone den Rest. EL spielen eine zentrale Rolle bei der Finanzierung von Heimaufenthalten: 65 000 Personen mit EL wohnten Ende 2025 in einem Heim und erhielten durchschnittlich 3900 Franken monatlich.

Personen

(Keine Einzelpersonen namentlich genannt)

Themen

  • Sozialversicherung / Ergänzungsleistungen
  • Altersversicherung (AHV)
  • Invalidenversicherung (IV)
  • Pflegefinanzierung / Heimkosten

Clarus Lead

Die EL-Statistik 2025 dokumentiert einen beschleunigten Anstieg der Sozialausgaben: Die Zuwachsrate von 4,7 % übersteigt die übliche Teuerung und signalisiert steigende Bedürftigkeit in der älteren und behinderten Bevölkerung. Besonders kritisch ist der Anstieg bei IV-Rentner/innen, von denen nunmehr knapp die Hälfte (49,8 %) auf EL angewiesen ist – ein Indikator für wachsende Finanzierungslücken im Invalidenversicherungssystem. Für Kantone und Gemeinden bedeutet dies erhebliche Haushaltsbelastungen, da sie zwei Drittel der EL-Kosten tragen.

Detaillierte Zusammenfassung

Die Statistik der Ergänzungsleistungen zeigt strukturelle Verschiebungen im Schweizer Sozialversicherungssystem. Bei der AHV ist der Anteil der Rentner/innen mit EL-Bezug auf 12,3 % gestiegen – ein moderater, aber kontinuierlicher Anstieg. Deutlicher fällt die Entwicklung bei der IV aus: Der Anteil der Invalidenrentner/innen mit EL-Anspruch hat sich dem kritischen Schwellenwert von 50 % genähert (49,8 %), was auf strukturelle Defizite in der Invalidenversicherung hindeutet.

Die Heimfinanzierung bleibt ein zentraler Einsatzbereich der EL. Mit durchschnittlich 3900 Franken pro Monat für Heimbewohner/innen – etwa das Dreifache des Betrags für zu Hause lebende Personen – verdeutlicht die Statistik die enormen Kosten für stationäre Langzeitpflege. Die 65 000 Heimbewohner/innen mit EL-Unterstützung repräsentieren eine wachsende Gruppe, deren Finanzierung zunehmend von öffentlichen Mitteln abhängig ist.

Kernaussagen

  • EL-Ausgaben wuchsen 2025 um 4,7 % auf 6,2 Milliarden Franken; Bund trägt 34 %, Kantone 66 %
  • 231 900 AHV-Rentner/innen und 126 100 IV-Rentner/innen bezogen EL Ende 2025
  • Fast 50 % der IV-Rentner/innen sind auf EL angewiesen – kritischer Indikator für IV-Defizite
  • Heimbewohner/innen mit EL erhalten durchschnittlich 3900 Franken monatlich (3× mehr als zu Hause)

Kritische Fragen

  1. Evidenz: Welche Faktoren erklären den Anstieg von 4,7 % – demografische Alterung, erhöhte Armut, oder Änderungen in den EL-Richtlinien?

  2. Interessenkonflikte: Inwiefern beeinflussen Kantone und Gemeinden als Kostenträger (66 % der Ausgaben) die Zugänglichkeit und Höhe der EL-Leistungen?

  3. Kausalität: Ist der Anstieg bei IV-EL-Bezügen (49,8 %) Ausdruck mangelhafter Erwerbstätigenintegration oder unzureichender IV-Renten?

  4. Umsetzbarkeit: Wie nachhaltig ist die aktuelle Finanzierungsaufteilung zwischen Bund und Kantonen angesichts der steigenden Ausgaben?

  5. Datenqualität: Deckt die EL-Statistik auch informelle Pflegearrangements ab, oder erfasst sie nur formale Heimbewohner/innen?

  6. Alternativen: Welche Kosteneinsparungen durch Prävention oder Früherkennung wurden in der Analyse berücksichtigt?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Statistik der Ergänzungsleistungen zu AHV und IV 2025 – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/9K-smKKWLaNZyNeVsLl3-

Verifizierungsstatus: ✓ 26. Mai 2026


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 26. Mai 2026