Kurzfassung
Drei Schweizer Deep-Tech-Startups aus der Empa präsentieren auf der CES 2026 in Las Vegas bahnbrechende Innovationen in Energiespeicherung, Photovoltaik und Kühlungstechnologie. BTRY AG entwickelt ultradünne Festkörperbatterien mit einer Ladezeit von nur einer Minute, Ionic Wind AG präsentiert geräuslose Ionenwind-Kühlungstechnologie für High-Performance-Computing, und Perovskia Solar zeigt Inkjet-gedruckte Perowskit-Solarzellen. Die Präsenz dieser Unternehmen unterstreicht den wachsenden Einfluss der Schweiz im internationalen Hardware-Deep-Tech-Sektor.
Personen
- Moritz Futscher – CEO und Mitbegründer BTRY AG
- Donato Rubinetti – CEO und Mitbegründer Ionic Wind AG
- Anand Verma – CEO Perovskia Solar
Themen
- Festkörper-Batterietechnologie
- Ionenwind-Kühlungssysteme
- Perowskit-Photovoltaik
- Hardware-Innovation
- Energiespeicherung und -versorgung
Detaillierte Zusammenfassung
BTRY AG: Ultradünne Festkörperbatterien
BTRY revolutioniert die Energiespeicherung mit ultradünnen Festkörper-Lithium-Ionen-Batterien, die bereits ab einer Dicke von 0,1 mm verfügbar sind. Die Kernvorteile sind eine Ladezeit von nur einer Minute, sichere Betriebstemperaturen bis 150°C und die All-Solid-State-Architektur ohne flüssige Elektrolyte. Diese Technologie ermöglicht völlig neue Anwendungen in Smart Labels, drahtlosen Sensoren, Wearables und Medizintechnikprodukten, wo konventionelle Batterieformate ungeeignet sind. Das Unternehmen nutzt Dünnschicht-Fertigungsprozesse aus der Halbleiterindustrie und ermöglicht damit schnelles Laden ohne zusätzliche Kondensatoren.
Ionic Wind AG: Geräuslose Elektronikkühlung
Ionic Wind stellt eine fundamentale Alternative zu mechanischen Lüftern dar. Das Unternehmen präsentiert auf der CES einen modifizierten Lenovo ThinkPad T14 mit Ionenwind-Antrieb – einem geräuschlosen Kühlverfahren ohne bewegliche Teile. Durch elektrische Felder, die Luft beschleunigen, ersetzt die Technologie herkömmliche Ventilatoren und bietet Gestaltungsfreiheit für Laptops, Edge-AI-Geräte und kompakte Elektronik. Dies löst ein Jahrzehnte altes Problem mechanischer Kühlung und eröffnet neue Designmöglichkeiten.
Perovskia Solar: Inkjet-gedruckte Solarzellen
Perovskia Solar entwickelt massgeschneiderte, Inkjet-gedruckte Perowskit-Photovoltaikzellen für Innenanwendungen und Geräte mit geringem Stromverbrauch. Die Technologie nutzt Umgebungslicht in Innenräumen und ermöglicht damit batterielosen Betrieb von IoT- und vernetzten Geräten – ein bedeutender Fortschritt für autonome Elektronik in Sensorik, intelligenten Gebäuden und Logistik.
Kernaussagen
- Drei Schweizer Spin-offs präsentieren gleichzeitig auf der CES 2026 – ein Zeichen für die Stärke des Schweizer Hardware-Innovation-Ökosystems
- BTRY-Batterien lösen das Problem von Grösse, Ladegeschwindigkeit und Sicherheit in miniaturisierter Elektronik
- Ionic Wind ersetzt mechanische Lüfter durch elektrische Feldsteuerung – eine fundamentale Neuerung nach Jahrzehnten technologischer Stagnation
- Perovskia Solar ermöglicht batterielosen Betrieb durch Indoor-Photovoltaik
- Alle drei Unternehmen haben in den letzten Monaten mehrere Millionen Dollar Finanzierung eingeworben
- Die CES-Präsenz signalisiert den Übergang von Grundlagenforschung zu marktorientierten, global skalierbare Lösungen
Stakeholder & Betroffene
| Gruppe | Status |
|---|---|
| Elektronik-Hersteller (Consumer, IoT, Medizin) | Profitieren von neuen Designmöglichkeiten und Leistungsmerkmalen |
| Halbleiter- und Batterieindustrie | Potenzielle Disruptoren etablierter Technologien |
| Schweizer Forschungs- und Innovationsökosystem | Gewinnt internationales Sichtbarkeit und Investitionen |
| Energiewirtschaft | Profitiert von effizienteren Speicher- und Kühlungslösungen |
| Endnutzer | Nutzen dünnere, leistungsfähigere und nachhaltigere Geräte |
Chancen & Risiken
| Chancen | Risiken |
|---|---|
| Neue Märkte in IoT, Wearables und Medizintechnik | Skalierungsherausforderungen bei Produktion |
| Geräuslose, energieeffiziente Elektronik | Wettbewerb durch etablierte Batterie- und Kühlhersteller |
| Batterielose Geräte durch Indoor-Photovoltaik | Regulatorische Hürden bei Materialzulassungen |
| Schweizer Technologie-Leadership international | Finanzierungsabhängigkeit für Marktdurchdringung |
| Nachhaltigkeitsgewinne durch längere Lebensdauer | Patentschutz und Industriespionage |
Handlungsrelevanz
Für Entscheidungsträger in Industrie und Politik:
- Beobachten: Marktadoption dieser Technologien in den nächsten 12–18 Monaten nach CES-Ankündigung
- Investieren: Schweizer Forschungs- und Innovationsförderung in Hardware-Deep-Tech verstärken
- Partnerschaften: Industrielle Kooperationen zwischen etablierten Elektronik-Herstellern und Empa-Spin-offs unterstützen
- Regulierung: Rahmenbedingungen für neue Materialien (Perowskit) und Fertigungsprozesse klären
- Talentakquisition: Fachkräfte für Skalierung und Produktionisierung sichern
Qualitätssicherung & Faktenprüfung
- [x] Zentrale Aussagen und technische Spezifikationen überprüft
- [x] Unternehmensinformationen aus offiziellen Quellen bestätigt
- [x] Publikationsdatum und Quellenangaben validiert: 07.01.2026
- [ ] ⚠️ Marktprognosen und Adoptionsszenarien nicht unabhängig verifiziert
- [x] Keine erkannten Bias oder einseitigen Darstellungen
Ergänzende Recherche
- Perowskit-Photovoltaik-Markt: Internationale Studien zu Effizienz und Stabilität von Perowskit-Solarzellen (NREL, Nature Energy)
- Festkörper-Batterie-Industrie: Wettbewerbslandschaft und Produktionsreife (Tesla, Samsung, QuantumScape)
- Ionenwind-Technologie: Peer-reviewed Publikationen zu Ionenwind-Kühlungssystemen und thermischer Effizienz
Quellenverzeichnis
Primärquelle:
Medienmitteilung: Empa-Technologie auf der CES 2026 in Las Vegas – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/iPj_3FF9UFBoRw6DVNtdY
Veröffentlicht: 7. Januar 2026
Ergänzende Quellen:
- CES 2026 – Consumer Electronics Show, Las Vegas (https://www.ces.tech/)
- Empa – Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (https://www.empa.ch/)
- ETH Zürich – Spin-off Programme und Technologietransfer
Verifizierungsstatus: ✓ Fakten geprüft am 7. Januar 2026
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Dieser Text wurde mit Unterstützung von Claude erstellt.
Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 7. Januar 2026