Kurzfassung

Die Migros-Tochter Digitec Galaxus bricht ihr Megaprojekt in Rafz (Zürich-Unterland) ab. Das geplante Verteilzentrum mit 500 Arbeitsplätzen und 50.000 täglichen Paketversänden wird stattdessen im Kanton Solothurn (Egerkingen) realisiert. Die Gemeinde Rafz ist enttäuscht, akzeptiert aber die wirtschaftliche Logik des Entscheids. Parallel halten Schaffhausen und Thurgau mit Quaggamuscheln im Rhein ihre Entscheidung zur Säuberung bis Mitte Jahr auf.

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  • Wirtschaftsstandorte Schweiz
  • Raumplanung & Genehmigungsverfahren
  • Logistik & E-Commerce
  • Umwelt & Invasive Arten

Clarus Lead

Digitec Galaxus stoppt sein Flaggschiff-Logistikprojekt in der Region Zürich-Unterland. Das 60.000-Quadratmeter-Zentrum in Rafz sollte 500 Jobs schaffen und täglich 50.000 Pakete verarbeiten – nach dreieinhalb Jahren Planung wird es in den Kanton Solothurn verlegt. Der Grund: Zürich hat zu viele raumplanerische und ökologische Auflagen, Solothurn bietet schneller Klarheit. Das Signal ist kritisch für ländliche Regionen, die auf Grossarbeitgeber angewiesen sind. Gleichzeitig halten Schaffhausen und Thurgau ihre Entscheidung über invasive Quaggamuscheln im Rhein bis Mitte 2026 auf – eine Zwischenlösung mit ungewissem Ausgang.


Detaillierte Zusammenfassung

Das gescheiterte Rafz-Projekt. Digitec Galaxus kündigte 2022 an, im Industriegebiet Rafz Süd ein Riesenzentrum zu bauen. Die Migros begründet den Ausstieg damit, dass der Standort nach Bewertung mehrerer Faktoren – wirtschaftlich, ökologisch, raumplanerisch – eine „geringere Realisierungswahrscheinlichkeit" habe als Egerkingen. Kanton Solothurn bedeutet: weniger Vorgaben, schnellere Genehmigung.

Enttäuschung und Selbstkritik in Rafz. Gemeinderat Roman Neukomm räumt ein, dass die Zürcher Prozesse langwierig sind. Er hätte schneller mit dem Kanton arbeiten müssen, und die Bevölkerung hätte das Projekt aktiver unterstützen sollen. Neukomm versteht aber die Logik: Für Digitec war Solothurn die wirtschaftlich rationale Wahl. Das Land in Rafz bleibt Eigentum der Migros; Neukomm hofft auf neue Interessenten in den kommenden Monaten oder Jahren.


Kernaussagen

  • Raumplanung als Wettbewerbsnachteil: Zürich verliert ein 500-Arbeitsplatz-Projekt an Solothurn wegen langsamerer Genehmigungsverfahren.
  • Regionale Wirtschaft unter Druck: Ländliche Gemeinden haben weniger Mitsprache bei Grossprojekten; schnellere Kantone gewinnen.

Kritische Fragen

  1. Datenqualität: Welche konkreten „raumplanerischen Vorgaben" in Zürich machten Rafz weniger rentabel als Solothurn? Digitec nennt keine Zahlen – sind Vergleichsstudien öffentlich?

  2. Interessenkonflikte: Hat die Migros Solothurn bereits zugesagt, oder ist Egerkingen nur ein Fallback? Profitiert ein Einzelkanton von diesem Wechsel stärker als andere?

  3. Kausalität: Ist tatsächlich Zürichs Regulierung der Hauptgrund, oder spielen auch Flächen-verfügbarkeit, Transportkosten oder Arbeitskräfte eine Rolle? Wie gewichtet Digitec diese Faktoren?

  4. Regionale Anreize: Hätte Zürich durch Deregulierung oder finanzielle Anreize das Projekt halten können – oder war der Entscheid bereits gefallen?

  5. Nebenwirkungen Rafz: Wie wirkt sich der Projektverlust auf die Steuereinnahmen und Arbeitsmarktplanungen der Gemeinde aus? Gibt es einen Notfallplan?


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Quellenverzeichnis

Primärquelle: Regionaljournal Zürich Schaffhausen (SRF) – 20.02.2026, 17:00 Uhr https://www.srf.ch/audio/regionaljournal-zuerich-schaffhausen

Verifizierungsstatus: ✓ 20.02.2026


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 20.02.2026