Kurzfassung
Das Bundesamt für Kultur hat die Gewinner des Wettbewerbs «Die schönsten Schweizer Bücher 2025» bekannt gegeben. Der renommierte Jan-Tschichold-Preis (25.000 Franken) geht an das französisch-schweizerische Grafikdesign-Duo Coline Sunier & Charles Mazé für hervorragende Leistungen in der Buchgestaltung. Zudem wurde ein Schweizer Werk beim internationalen Wettbewerb «Schönste Bücher aus aller Welt» in Leipzig mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet. Von 388 eingereichten Büchern wurden 17 Werke prämiert, die zeitgenössische Designtendenzen widerspiegeln.
Personen
- Coline Sunier (Grafikdesignerin, CH/FR)
- Charles Mazé (Grafiker, FR)
- Sereina Rothenberger (Juryvorsitzende)
Themen
- Buchgestaltung und Buchproduktion
- Schweizer Kulturpreise
- Grafikdesign und Typografie
- Internationale Designwettbewerbe
Clarus Lead
Das Bundesamt für Kultur zeichnet jährlich hervorragende Leistungen in der Schweizer Buchgestaltung aus. Der diesjährige Jan-Tschichold-Preis würdigt das transnational tätige Duo Sunier & Mazé, das Grafikdesign als kritische Forschung und Wissensvermittlung versteht. Für Kulturinstitutionen und Designschulen relevant: Die Preisträger fördern aktiv den internationalen Austausch und die Erneuerung des Designs aus kollektiver, transdisziplinärer Perspektive. Ein Schweizer Buch erreichte zudem beim Leipziger Wettbewerb «Schönste Bücher aus aller Welt» eine Bronzemedaille.
Detaillierte Zusammenfassung
Die internationale Fachjury unter Vorsitz von Sereina Rothenberger evaluierte 388 Einreichungen und prämierte 17 Werke des Jahrgangs 2025. Die Jury bescheinigt den Auszeichnungen «aussergewöhnliche Qualität und hohen Anspruch», die zeitgenössische gestalterische Tendenzen dokumentieren.
Coline Sunier (geb. 1984, CH/FR) und Charles Mazé (geb. 1982, FR) bilden ein international etabliertes Designduo mit Sitz in Marseille und Paris. Beide sind akademisch tätig – Sunier unterrichtet an der Genfer HEAD und am Institut supérieur des arts et du design de Toulouse, Mazé leitet Forschungsprojekte am Atelier national de recherche typographique in Nancy. Ihre Arbeitsweise kombiniert kritische Dokumentation mit pädagogischem Anspruch: Sie verstehen Typografie als kulturelle, soziale und politische Realität und positionieren Grafikdesign an der Schnittstelle von Wissenschaft, Publikation und Lehre. Ihre Projekte wurden mehrfach ausgezeichnet (Prix Fernand Baudin, Prix unique du livre, Silbermedaille «Schönste Bücher aus aller Welt» 2022).
Auf internationaler Ebene erreichte das Schweizer Buch «Heatwave» (Gestaltung: Samuel Bänziger, Rosario Florio, Larissa Kasper, St. Gallen) beim Wettbewerb in Leipzig eine Bronzemedaille. Zwei weitere Schweizer Publikationen wurden auf die Shortlist aufgenommen. Die Ausstellung «Die schönsten Schweizer Bücher 2025» findet vom 12. bis 21. Juni 2026 im Helmhaus Zürich statt und wird anschliessend an rund 20 Orten in der Schweiz und weltweit gezeigt.
Kernaussagen
- Der Jan-Tschichold-Preis 2025 (25.000 Franken) würdigt das französisch-schweizerische Duo Sunier & Mazé für innovative Buchgestaltung
- 17 von 388 eingereichten Büchern wurden als «Die schönsten Schweizer Bücher 2025» ausgezeichnet
- Schweizer Werke erzielen internationale Erfolge: Bronzemedaille beim Leipziger Wettbewerb «Schönste Bücher aus aller Welt»
- Die Preisträger verstehen Grafikdesign als kritische Forschung und fördern transnationalen Wissenstransfer
- Ausstellung und Katalog ab Juni 2026; Tournee an 20 internationalen Standorten geplant
Kritische Fragen
Evidenz: Welche objektiven Kriterien definiert die Jury für «hervorragende Leistungen in der Buchgestaltung» – und wie transparent sind diese Bewertungskriterien für Einreichende und Öffentlichkeit?
Interessenkonflikte: Inwiefern könnte die akademische Tätigkeit der Preisträger (Lehraufträge an HEAD und isdaT) ihre Sichtbarkeit in internationalen Fachjurys erhöht haben, und wie werden solche Interessenskonflikte bei der Juryzusammensetzung berücksichtigt?
Kausalität: Lässt sich nachweisen, dass die Auszeichnung «schönster Bücher» tatsächlich zu erhöhter Marktakzeptanz oder Verkaufszahlen führt, oder ist die Wirkung primär symbolisch-prestigeträchtig?
Umsetzbarkeit: Wie werden die 17 prämierten Werke nach der Ausstellungstournee einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht – beispielsweise durch Katalogvertrieb oder digitale Archive – und welche Nachnutzung ist für die Designschulen vorgesehen?
Alternative Perspektiven: Werden bei der Juryauswahl bewusst Vertreter aus kleineren Verlagen oder unkonventionellen Designansätzen berücksichtigt, oder dominiert ein etabliertes akademisch-institutionelles Netzwerk die Bewertung?
Risiken: Könnte die starke Fokussierung auf formale Gestaltungsexzellenz dazu führen, dass inhaltlich innovative, aber formal weniger spektakuläre Publikationen übersehen werden?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Medienmitteilung Bundesamt für Kultur – «Die schönsten Schweizer Bücher des Jahrgangs 2025» – https://www.news.admin.ch/de/newnsb/SF_2QNR4Wlw5pu-RZ2CBx (12.03.2026)
Weiterführende Informationen:
- www.themostbeautifulswissbooks.ch
- www.schweizerkulturpreise.ch
- www.bak.admin.ch/beautifulbooks.ch
Verifizierungsstatus: ✓ 12.03.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 12.03.2026