Kurzfassung

Das Schweizer Projekt des elektronischen Patientendossiers ist nach knapp 20 Jahren Entwicklung und Millioneninvestitionen gescheitert. Jüngste Wendungen haben das Projekt zur absurden Komödie gemacht. Der Autor fordert den Bund auf, beim zweiten Anlauf das System grundlegend anders zu konzipieren. Internationale Beispiele zeigen, dass funktionierende digitale Patientenakten möglich sind. Spitäler sollen nicht länger zu Millionenausgaben für ein nicht funktionierendes System verpflichtet werden.

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Themen

  • Digitales Gesundheitswesen
  • Elektronische Patientenakte
  • Schweizer Gesundheitspolitik
  • Investitionsfehlschläge

Clarus Lead

Die Schaffung einer funktionierenden digitalen Patientenakte wird zum Dauerproblem der Schweizer Gesundheitspolitik. Nach zwei Jahrzehnten Entwicklungszeit zeigt sich: Die bisherige Strategie funktioniert nicht. Die Kostenlast auf Spitälern wächst, ohne dass Patienten oder Ärzte von besserer Koordination profitieren. Andere europäische Länder haben nachgewiesen, dass digitale Systeme zur Vermeidung von Fehlmedikationen und Doppeluntersuchungen beitragen können – die Schweiz muss ihre Herangehensweise grundlegend überdenken.

Detaillierte Zusammenfassung

Das elektronische Patientendossier in der Schweiz stellt ein Lehrstück gescheiterter Grossprojekte dar. Fast zwei Jahrzehnte Arbeit, massive finanzielle Mittel und zahlreiche Neuanläufe haben zu einem System geführt, das in der Praxis nicht funktioniert. Die jüngsten Wendungen des Projekts haben die Situation zur Absurdität zugespitzt.

Der Kern des Problems liegt in der Diskrepanz zwischen idealistischem Anspruch und praktischer Realität. Elektronische Patientenakten könnten im Idealfall schwerwiegende Fehler verhinden – insbesondere Fehlmedikationen durch fehlende oder unvollständige Medikamentengeschichten. Sie könnten unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden und die Koordination zwischen Fachbereichen verbessern. Genau diese Vorteile haben andere Länder erfolgreich realisiert.

Das Schweizer Gesundheitssystem belastet derzeit Spitäler mit erheblichen Verpflichtungen und Kosten für ein System, das nicht den versprochenen Nutzen bringt. Der Autor argumentiert, dass es unrealistisch ist, medizinische Institutionen weiter zu zwingen, Millionen in ein gescheitertes Projekt zu investieren, ohne dass eine funktionierende Lösung in Sicht ist.

Kernaussagen

  • Das Schweizer Projekt der elektronischen Patientenakte ist nach 20 Jahren und Millionenausgaben gescheitert
  • Spitäler werden zu Lasten verpflichtet, ohne dass das System funktioniert oder Nutzen bringt
  • Internationale Beispiele beweisen, dass digitale Patientenakten technisch und organisatorisch machbar sind
  • Der Bund benötigt eine grundlegend neue Strategie für einen zweiten Anlauf
  • Funktionierende Systeme könnten Fehlmedikationen und ineffiziente Abläufe reduzieren

Kritische Fragen

  1. Evidenz/Datenqualität: Welche konkreten Daten zu Projektausgaben, Zeitrahmen und gescheiterten Implementierungsversuchen liegen vor, um die Aussage „20 Jahre und Millionen" zu belegen?

  2. Interessenkonflikte: Wer trägt wirtschaftliche oder politische Verantwortung für das Scheitern – und welche Stakeholder (Anbieter, Behörden, Spitäler) haben aktuell Anreize, Status quo zu verteidigen?

  3. Kausalität/Alternativen: Sind die Gründe des Scheiterns technisch-organisatorisch oder politisch-regulatorisch? Hätten andere Governance-Modelle (Public-Private-Partnership, dezentrales System, Föderalismus) zu besseren Ergebnissen geführt?

  4. Umsetzbarkeit/Risiken: Welche konkreten Systeme anderer Länder werden als Vorbild genannt, und sind ihre Rahmenbedingungen (Grösse, Föderalismus, Datenschutz, Spitallandschaft) auf die Schweiz übertragbar?

  5. Kostentransparenz: Wie verteilen sich die Millionen auf Entwicklung, Betrieb und fehlgeschlagene Anläufe, und in welchem Verhältnis stehen sie zu internationalen Vergleichsprojekten?

  6. Patientennutzen: Welche messbaren Verbesserungen (Fehlerreduktion, Zeit, Sicherheit) werden in funktionierenden Systemen nachgewiesen, und sind diese auf Schweizer Verhältnisse extrapolierbar?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Hudec, Jan. „Das elektronische Patientendossier ist tot. Spitäler dürfen nicht länger verpflichtet werden, Millionen dafür zu zahlen" – Neue Zürcher Zeitung (NZZ), 02.07.2026
https://www.nzz.ch/meinung/das-elektronische-patientendossier-ist-tot-spitaeler-duerfen-nicht-laenger-verpflichtet-werden-millionen-dafuer-zu-zahlen-ld.10013720

Verifizierungsstatus: ✓ 02.07.2026

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Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt.
Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 02.07.2026