Kurzfassung

Der Schweizer Bundesrat hat am 27. Mai 2026 Professor Martin Ackermann für eine zweite vierjährige Amtsperiode (2027–2030) zum Direktor der Eawag, dem Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, gewählt. In seiner ersten Amtszeit schärfte Ackermann die strategische Ausrichtung der Eawag auf zentrale gesellschaftliche Herausforderungen – Klimawandel, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft und Gesundheit – und intensivierte die Zusammenarbeit mit anderen ETH-Institutionen. Ackermann verfügt über einen starken akademischen Hintergrund in Biologie und mikrobiologischer Forschung sowie langjährige Erfahrung an der ETH Zürich.

Personen

Themen

  • Wasserforschung und Umweltwissenschaften
  • ETH-Bereich und Hochschulmanagement
  • Klimawandel und Nachhaltigkeit

Clarus Lead

Die Wiederwahl Ackermanns signalisiert institutionelle Kontinuität in einem strategisch wichtigen Forschungsbereich: Der ETH-Bereich setzt auf eine stärkere Koordination seiner Institutionen bei drängenden Umweltfragen. Die Expansion von Kooperationen zwischen Eawag, Empa, WSL und den beiden ETH-Hochschulen zeigt, dass die Schweiz ihre Forschungskapazitäten in Wasser-, Klima- und Biodiversitätsthemen systematisch bündelt – eine Antwort auf wachsende regulatorische und gesellschaftliche Anforderungen in diesen Bereichen.

Detaillierte Zusammenfassung

Martin Ackermann hat seine erste Amtszeit als Eawag-Direktor (seit Januar 2023) genutzt, um das Institut neu auszurichten. Im Zentrum steht eine Doppelstrategie aus Grundlagenforschung und praktischer Anwendung: Die Eawag verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit Wissenstransfer und direkter Wirkung in Politik und Praxis. Diese Ausrichtung adressiert vier Kernthemen, die für die Schweiz und global relevant sind – Klimawandel, Biodiversität, zirkuläre Wirtschaft und Gesundheit.

Unter Ackermanns Leitung wurden institutionelle Synergien systematisch ausgebaut. Mit der Empa entstanden gemeinsame Programme zu Klimalösungen und nachhaltigen Materialien. Mit der WSL wurde die Biodiversitätsforschung intensiviert. Parallel dazu verankerte Ackermann die Eawag stärker in der akademischen Lehre durch gemeinsame Professuren und Forschungsinitiativen mit ETH Zürich und ETH Lausanne. Diese Vernetzung ermöglicht es dem ETH-Bereich, fragmentierte Stärken zu bündeln und Wasser- sowie Umweltlösungen ganzheitlicher zu entwickeln.

Ackermanns Karriere zeigt ein konsistentes Profil: Ausbildung in Biologie (Universität Basel, Promotion 2002), Postdoktorat an der University of California, danach kontinuierlicher Aufstieg an der ETH Zürich (Assistenzprofessor 2006, ordentlicher Professor 2015). Parallel leitete er ab 2012 eine Forschungsabteilung an der Eawag mit Schwerpunkt auf lösungsorientierte aquatische Mikrobiologie. 2024 erhielt er den ALEA Award für Führungsexzellenz.

Kernaussagen

  • Martin Ackermann wird für zweite Amtsperiode (2027–2030) als Eawag-Direktor bestätigt
  • Strategische Neuausrichtung auf Klimawandel, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft und Gesundheit erfolgreich etabliert
  • Intensivierte Zusammenarbeit zwischen ETH-Institutionen (Empa, WSL, ETH Zürich, ETH Lausanne) unter seiner Leitung

Kritische Fragen

  1. Evidenz/Datenqualität: Welche messbaren Erfolgsindikatoren belegen, dass die Eawag unter Ackermann ihre Rolle als „führendes Wasserforschungsinstitut" gestärkt hat (Publikationen, Drittmittel, Impact)?

  2. Interessenkonflikte: Inwiefern könnte Ackermanns Doppelrolle als Professor an ETH Zürich und Eawag-Direktor zu Ressourcenkonflikten oder Prioritätsverlagerungen führen?

  3. Kausalität/Alternativen: Sind die beobachteten Kooperationen mit Empa, WSL und ETH-Hochschulen Folge von Ackermanns Strategie oder Teil einer breiteren ETH-Bereichspolitik, die unabhängig von seiner Leitung vorangetrieben würde?

  4. Umsetzbarkeit: Wie wird sichergestellt, dass die ambitionierte Mehrfach-Agenda (Grundlagenforschung + Anwendung + Wissenstransfer + Lehre) in der Praxis nicht zu Überbelastung oder Qualitätsverlust führt?

  5. Governance: Nach welchen Kriterien evaluiert der Bundesrat die Leistung des Direktors, und welche Rolle spielen externe Reviews oder Peer-Assessments bei der Wiederwahl?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Bundesrat wählt Martin Ackermann für zweite Amtsperiode zum Direktor der Eawag – news.admin.ch, 27. Mai 2026

Verifizierungsstatus: ✓ 27.05.2026


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 27.05.2026