Kurzfassung
Der Bundesrat hat am 28. Januar 2026 eine neue Antikorruptionsstrategie für den Zeitraum 2026-2029 verabschiedet. Diese fokussiert auf die Bekämpfung von Korruption in exponierten Bereichen der Bundesverwaltung sowie auf die Reduktion der Korruptionsanfälligkeit der Schweizer Wirtschaft im Ausland. Die Strategie basiert auf breiten Konsultationen mit Experten aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft und integriert Empfehlungen internationaler Gremien sowie der Eidgenössischen Finanzkontrolle.
Personen & Institutionen
- Bundesrat
- Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK)
- Europarat (GRECO)
- Interdepartementale Arbeitsgruppe (IDAG) Korruptionsbekämpfung
Themen
- Korruptionsbekämpfung in der Bundesverwaltung
- Prävention und Transparenz
- Strafverfolgung
- Auslandskorruption
- Risikomanagement
Detaillierte Zusammenfassung
Die neue Antikorruptionsstrategie 2026-2029 wurde von der Interdepartementalen Arbeitsgruppe (IDAG) Korruptionsbekämpfung unter Leitung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) entwickelt. Sie stellt eine Weiterentwicklung der vorherigen Strategie 2021-2025 dar und setzt neue Prioritäten basierend auf operativen Erkenntnissen.
Die Strategie konzentriert sich auf zwei Hauptschwerpunkte: Erstens die Minderung von Korruptionsrisiken in besonders exponierten Bereichen der Bundesverwaltung, zweitens die Verringerung der Korruptionsanfälligkeit der Schweizer Wirtschaft bei internationalen Aktivitäten. Dabei stehen Prävention, Transparenz und wirksame Strafverfolgung im Zentrum des Ansatzes.
Bei der Erarbeitung führte die IDAG breite Konsultationen durch, an denen Experten aus der Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und kantonalen Behörden teilnahmen. Die Strategie berücksichtigt zudem Empfehlungen der Eidgenössischen Finanzkontrolle, parlamentarische Vorstösse, wissenschaftliche Forschungsergebnisse und Empfehlungen multilateraler Organisationen wie dem Europarat (GRECO).
Für alle geplanten Massnahmen wurden Messindikatoren definiert, um eine zielgerichtete Evaluation der Umsetzung zu ermöglichen. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt bei den zuständigen Bundesstellen, während die IDAG die Überprüfung der Implementierung übernimmt.
Kernaussagen
- Die Strategie fokussiert auf Risikominderung in exponierten Bereichen der Bundesverwaltung
- Prävention, Transparenz und Strafverfolgung bilden die drei Säulen des Ansatzes
- Messindikatoren ermöglichen eine systematische Evaluierung der Umsetzungserfolge
- Die Strategie richtet sich sowohl an die Bundesverwaltung als auch an externe Stakeholder (Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft)
- Internationale Empfehlungen (GRECO, EFK) sind in die Strategie integriert
Stakeholder & Betroffene
| Stakeholder | Rolle |
|---|---|
| Bundesverwaltung | Hauptadressat und Umsetzungsverantwortlicher |
| Schweizer Wirtschaft | Zielgruppe für Reduktion von Auslandskorruptionsrisiken |
| Kantonale Behörden | Konsultierte Partner und indirekt Betroffene |
| Zivilgesellschaft & Wissenschaft | Beratende Experten und Kontrollinstanzen |
| Europarat (GRECO) | Internationale Evaluierungs- und Empfehlungsinstanz |
Chancen & Risiken
| Chancen | Risiken |
|---|---|
| Stärkere Integrität in exponierten Verwaltungsbereichen | Unzureichende Ressourcen für Umsetzung |
| Verbessertes internationales Vertrauen in Schweizer Wirtschaft | Widerstand gegen Transparenzmassnahmen |
| Systematische Evaluation durch Messindikatoren | Verzögerungen bei Strafverfolgung |
| Breiter Stakeholder-Konsens durch Konsultationen | Ungleiche Umsetzung zwischen Bundesstellen |
Handlungsrelevanz
Für Entscheidungsträger relevant:
- Ressourcenallokation: Sicherstellung ausreichender Mittel für Präventions- und Kontrollmassnahmen
- Monitoring: Regelmässige Überprüfung der Messindikatoren und Umsetzungsfortschritte
- Koordination: Abstimmung zwischen Bundesstellen und kantonalen Behörden
- Kommunikation: Transparente Berichterstattung über Fortschritte und Herausforderungen
- Externe Compliance: Unterstützung der Schweizer Wirtschaft bei Einhaltung internationaler Standards
Qualitätssicherung & Faktenprüfung
- [x] Zentrale Aussagen und Daten überprüft
- [x] Offizielle Medienmitteilung des Bundesrates als Primärquelle
- [x] Keine unbestätigten Daten vorhanden
- [x] Keine erkennbare politische Einseitigkeit
Ergänzende Recherche
- GRECO-Evaluierungsberichte: Offizielle Empfehlungen der Staatengruppe gegen Korruption des Europarates zur Schweiz
- Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK): Berichte zu Korruptionsrisiken in der Bundesverwaltung
- OECD-Konvention gegen Bestechung: Internationale Standards zur Bekämpfung von Auslandskorruption
Quellenverzeichnis
Primärquelle:
Medienmitteilung des Bundesrates – «Bundesrat verabschiedet Strategie gegen Korruption 2026-2029» (28. Januar 2026)
https://www.news.admin.ch/de/newnsb/syBQpKw2vsJej8pI-NaQL
Ergänzende Quellen:
- Strategie des Bundesrates gegen die Korruption 2026-2029 (PDF, 808 KB)
- Eidgenössische Finanzkontrolle – Antikorruptionsmassnahmen
- Europarat GRECO – 5. Evaluationsrunde Schweiz
Verifizierungsstatus: ✓ Fakten geprüft am 28. Januar 2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung von Claude erstellt.
Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 28.01.2026