Kurzfassung
Der Schweizer Bundesrat hat am 20. März 2026 erstmals eine umfassende Strategie zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung genehmigt. Die Strategie schafft einen gemeinsamen Rahmen für alle beteiligten Bundesämter und Behörden und verfolgt das Ziel eines effektiven, risikobasierten und innovativen Abwehrdispositivs. Kernmassnahmen sind die Einführung eines Transparenzregisters, die Stärkung der Aufsichtsbehörden und verbesserte internationale Kooperation.
Personen
- Bundesrat (kollektiv)
Themen
- Geldwäscherei-Bekämpfung
- Terrorismusfinanzierung
- Finanzmarktintegrität
- Transparenzregister
- Asset Recovery
Clarus Lead
Der Bundesrat hat eine koordinierte Gesamtstrategie zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung verabschiedet. Dies ist das erste Mal, dass die Schweiz ein solches übergreifendes Strategiepapier vorlegt und damit die Kohärenz zwischen allen involvierten Behörden erhöht. Die Massnahme soll die internationale Reputation des Schweizer Finanzplatzes wahren und die Effektivität der Finanzkriminalitäts-Bekämpfung messbar verbessern.
Detaillierte Zusammenfassung
Die neue Strategie fasst bestehende Einzelmassnahmen der verschiedenen Bundesämter erstmals unter einem einheitlichen Dach zusammen. Sie richtet sich primär an die Koordinationsgruppe zur Bekämpfung von Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung und soll eine bessere Risikoevaluation sowie nationale Koordination ermöglichen. Das Dokument unterstreicht das Schweizer Engagement gegen Finanzkriminalität und ist inhaltlich abgestimmt mit der nationalen Strategie zur Bekämpfung organisierter Kriminalität, die der Bundesrat Ende 2025 verabschiedet hat.
Konkrete Prioritäten für die kommenden Jahre sind: (1) Einführung und Nutzung des vom Parlament beschlossenen Transparenzregisters zur Erhöhung der Transparenz von Vermögensstrukturen, (2) Entwicklung praxisgerechter Strafverfolgungsinstrumente, (3) Stärkung der Aufsichtsbehörden durch verbesserte Datengrundlagen und (4) Erstellung einer dritten nationalen Risikobeurteilung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rückführung unrechtmässig erworbener Vermögenswerte (Asset Recovery) sowie der Intensivierung der Kooperation zwischen Bundesstellen, Behörden und Privatsektor.
Kernaussagen
- Erstmalige Gesamtstrategie: Der Bundesrat schafft einen einheitlichen Rahmen für alle beteiligten Ämter und ersetzt fragmentierte Einzelmassnahmen.
- Risikobasierter Ansatz: Die Strategie fokussiert auf bessere Datengrundlagen und nationale Risikobeurteilung zur gezielteren Ressourcenallokation.
- Transparenzregister als Schlüsselinstrument: Die Implementierung des parlamentarisch beschlossenen Registers steht im Mittelpunkt der nächsten Umsetzungsphase.
- Internationale Abstimmung: Die Massnahmen sind koordiniert mit anderen Sicherheitsstrategien und unterstreichen das nationale Engagement gegen Finanzkriminalität.
Kritische Fragen
Datenqualität: Welche spezifischen Verbesserungen der Datengrundlagen sind für die dritte nationale Risikobeurteilung geplant, und wie wird deren Validität sichergestellt?
Umsetzungskapazität: Verfügen die Aufsichtsbehörden über ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen zur Implementierung aller geplanten Massnahmen im vorgesehenen Zeitrahmen?
Privatsektor-Compliance: Wie werden die praxisgerechten Strafverfolgungsinstrumente mit den Compliance-Anforderungen des Privatsektors abgestimmt, um Überregulierung zu vermeiden?
Transparenzregister-Effektivität: Welche Kontrollmechanismen sichern, dass das Transparenzregister tatsächlich zur Bekämpfung von Geldwäscherei beiträgt und nicht nur administrative Lasten erhöht?
Asset Recovery: Wie werden Erfolgskennzahlen für die Rückführung unrechtmässig erworbener Vermögenswerte definiert und gemessen?
Internationale Koordination: Inwiefern ist die Schweizer Strategie mit internationalen Standards (FATF, EU-Richtlinien) harmonisiert, und wo bestehen bewusste Abweichungen?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Medienmitteilung: Bundesrat genehmigt Strategie zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung – news.admin.ch, 20.03.2026
Verifizierungsstatus: ✓ 20.03.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 20.03.2026