Kurzfassung

Der Bundesrat hat am 28. Januar 2026 Professorin Tanja Zimmermann für eine zweite Amtsperiode von vier Jahren (2026–2030) zur Direktorin der Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) gewählt. Unter ihrer Leitung hat die Empa ihre strategische Position als Innovationsmotor der Schweiz gestärkt und die Zusammenarbeit mit anderen ETH-Bereich-Institutionen intensiviert. Ihre erste Amtszeit war geprägt durch erfolgreiche Forschungsinitiativen in Energie-, Infrastruktur- und Gesundheitstechnologien sowie durch die Förderung von Spin-offs, die 2025 knapp CHF 10 Millionen an Investitionskapital einwarben.

Personen

Themen

  • Forschungsinstitutionen und Governance
  • Materialwissenschaften und Nachhaltigkeit
  • ETH-Bereich und Zusammenarbeit
  • Innovationsförderung und Spin-offs
  • Energie- und Negativemissionstechnologien

Detaillierte Zusammenfassung

Die Wiederwahl von Professorin Tanja Zimmermann zur Direktorin der Empa wurde vom Bundesrat am 28. Januar 2026 bestätigt. Sie wird die Leitung der renommierten Materialprüfungs- und Forschungsanstalt vom 1. Juni 2026 bis 31. Mai 2030 fortsetzen.

Während ihrer ersten Amtszeit hat Zimmermann die Empa strategisch und strukturell weiterentwickelt. Ein Schwerpunkt war die Intensivierung der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen des ETH-Bereichs – darunter ETH Zürich, EPFL, PSI, WSL und Eawag. Unter ihrer Führung konnte die Empa ihre Rolle als Brückenbauerin zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft weiter ausbauen.

Die Forschungsschwerpunkte der Empa liegen in Energie- und Negativemissionstechnologien, Infrastruktur und gebauter Umwelt sowie Gesundheitstechnologien. Zimmermann hat mehrere interinstitutionelle Forschungsinitiativen lanciert, etwa zur Stärkung der Schweizer Halbleiterindustrie, zur Entwicklung nachhaltiger Materialien als Alternativen zu problematischen Chemikalien wie PFAS, sowie zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen.

Ein weiterer Erfolg ihrer Leitung war die Umsetzung von Sparmassnahmen bei gleichzeitiger Intensivierung der Förderung junger Talente und Spin-offs. Allein im letzten Quartal 2025 sammelten drei Empa-Spin-offs (viboo, BTRY und Ionic Wind) knapp CHF 10 Millionen an Investitionskapital ein.

Zimmermann verfügt über eine starke wissenschaftliche Laufbahn: Sie promovierte 2007 an der Universität Hamburg und baute von 2001 bis 2012 das Forschungsgebiet Zellulose-Nanokomposite auf. Von 2011 bis 2017 leitete sie die Abteilung Angewandte Holzforschung, ab 2017 war sie Direktionsmitglied und Leiterin des Departements Funktionale Materialien mit etwa 200 Mitarbeitenden.

Kernaussagen

  • Kontinuität und Vertrauen: Der Bundesrat bestätigt Zimmermann für eine zweite Amtsperiode – ein starkes Vertrauensvotum für ihre bisherige Arbeit.
  • Strategische Neuausrichtung: Unter ihrer Leitung hat die Empa ihre Position als Innovationsmotor und Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gefestigt.
  • Kooperationserfolge: Intensivierte Zusammenarbeit innerhalb des ETH-Bereichs und lancierung mehrerer interinstitutioneller Forschungsprojekte.
  • Nachhaltigkeitsforschung: Fokus auf Energie-, Emissions- und Gesundheitstechnologien sowie auf Lösungen für Umweltprobleme (PFAS, Antibiotikaresistenzen).
  • Wirtschaftliche Dynamik: Erfolgreiche Förderung von Spin-offs und Start-ups mit erheblichen Investitionskapitalzuflüssen.
  • Finanzielle Effizienz: Gleichzeitige Umsetzung von Sparmassnahmen und Talentförderung.

Stakeholder & Betroffene

GruppeAuswirkung
Empa-MitarbeitendeKontinuität und klare Führungsperspektive für die kommenden vier Jahre
Schweizer ForschungslandschaftGestärkte Vernetzung und Kooperation innerhalb des ETH-Bereichs
Industrie und WirtschaftVerstärkte Innovationspartnerschaften und Technologietransfer
Spin-offs und Start-upsFortgesetzte Unterstützung und Förderung von Ausgründungen
GesellschaftBeschleunigte Lösungsentwicklung für Nachhaltigkeits- und Gesundheitsfragen
Bundesrat und BundSicherung der Investitionen in anwendungsorientierte Forschung

Chancen & Risiken

ChancenRisiken
Verstärkte Innovationskraft durch bewährte FührungAbhängigkeit von einzelner Führungsperson
Beschleunigte Lösungen für Klimawandel und NachhaltigkeitRessourcenknappheit trotz Sparmassnahmen
Weitere Stärkung der Schweizer HalbleiterindustrieInternationale Konkurrenz um Forschungstalente
Wachstum von Empa-Spin-offs und TechnologietransferKoordinationskomplexität in ETH-Bereich
Vertiefung der Zusammenarbeit mit Wirtschaft und GesellschaftRisiko von Forschungsprioritäten-Verschiebungen

Handlungsrelevanz

Für Entscheidungsträger relevant:

  1. Monitoring der Forschungsergebnisse: Verfolgung der Fortschritte bei Negativemissionstechnologien und PFAS-Alternativen.
  2. ETH-Bereich-Koordination: Sicherstellung, dass interinstitutionelle Initiativen optimal umgesetzt werden.
  3. Investitionsförderung: Unterstützung der Spin-off-Finanzierung zur Beschleunigung des Technologietransfers.
  4. Ressourcenallokation: Überprüfung, ob Sparmassnahmen die Forschungsqualität gefährden.
  5. Strategische Ausrichtung: Abstimmung mit nationalen Klimazielen und Nachhaltigkeitszielen.

Qualitätssicherung & Faktenprüfung

  • [x] Zentrale Aussagen und Zahlen überprüft
  • [x] Unbestätigte Daten mit ⚠️ gekennzeichnet (keine vorhanden)
  • [x] Amtliche Quelle (news.admin.ch) verifiziert
  • [x] Bias oder politische Einseitigkeit markiert (keine erkannt)

Hinweis: Der Text basiert auf einer offiziellen Medienmitteilung des Bundesrats. Alle Angaben entsprechen der Primärquelle.

Ergänzende Recherche

  1. Empa-Jahresbericht 2024/2025 – Detaillierte Leistungskennzahlen und Forschungsergebnisse
  2. ETH-Bereich Kooperationsberichte – Übersicht interinstitutioneller Projekte
  3. Schweizer Halbleiterindustrie-Studien – Kontext der Industrieförderung durch Empa

Quellenverzeichnis

Primärquelle:
Bundesrat – Medienmitteilung: «Bundesrat bestätigt Tanja Zimmermann als Direktorin der Empa» (28. Januar 2026)
https://www.news.admin.ch/de/newnsb/wGjnRKsv0_0sHSzMJIBvi

Ergänzende Quellen:

  1. Empa – Offizielle Website und Forschungsportfolio
  2. ETH-Bereich – Informationen zur institutionellen Zusammenarbeit
  3. Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) – Forschungspolitik

Verifizierungsstatus: ✓ Fakten geprüft am 28. Januar 2026


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Dieser Text wurde mit Unterstützung von Claude erstellt.
Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 28. Januar 2026