Kurzfassung

Die Bundesanwaltschaft stellt ihr IT-Projekt „Core Link" ein, nachdem bereits 15 Millionen Franken investiert wurden. Das Projekt sollte das Geschäftsverwaltungssystem erneuern und die veraltete Juris-Software ersetzen. Die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) hat die Sistierung festgestellt. Eine Neuausschreibung für ein Nachfolgesystem wurde bereits gestartet.

Personen

  • Philipp Anz (Autor)

Themen

  • E-Government
  • IT-Beschaffung
  • Justiz
  • Business-Software

Clarus Lead

Die Sistierung signalisiert tiefere Governance-Probleme in der Bundesverwaltung: Die AB-BA greift bei „festgestelltem Handlungsbedarf" ein, deutet also auf systematische Defizite hin. Der Abbruch nach bereits fünfstelliger Investition zeigt, dass zentrale Behörden Probleme haben, IT-Grossprojekte zu steuern. Dies verschärft den Druck auf andere Kantone und Bundesstellen, ihre Digitalstrategie und Beschaffungsprozesse zu überprüfen.

Detaillierte Zusammenfassung

Die Bundesanwaltschaft hatte mit „Core Link" ein ehrgeiziges Vorhaben gestartet: die Ablösung des Geschäftsverwaltungssystems Juris, einer veralteten Software-Lösung im Justizbereich. Nach Investitionen in Höhe von 15 Millionen Franken wird das Projekt nicht weiterverfolgt.

Die Aufsichtsbehörde AB-BA, die als Kontrollinstanz tätig ist, hat sich im Berichtsjahr mit Reorganisationen, IT-Projekten und Governance-Fragen der Bundesanwaltschaft befasst. Ihre Rolle ist es, zentrale Entwicklungen zu begleiten und bei erkanntem Reformbedarf einzugreifen. Die Sistierung von „Core Link" fällt in diesen Interventionsrahmen und deutet auf Koordinations- oder technische Probleme hin, die das Projekt scheitern liessen.

Die Neuausschreibung für ein Nachfolgesystem ist bereits initiiert. Dies bedeutet, dass der Bundesanwaltschaft ein zweiter Anlauf bevorsteht – unter erhöhtem Druck und mit Lerneffekten aus dem abgebrochenen Vorgänger.

Kernaussagen

  • 15 Millionen Franken wurden in das gescheiterte Projekt investiert
  • IT-Governance der Bundesanwaltschaft steht unter Aufsicht und wird aktiv interveniert
  • Neuausschreibung für Nachfolgesystem ist bereits eingeleitet
  • Juris-Ablösung bleibt strategisches Ziel, aber unter neuen Bedingungen

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Kritische Fragen

  1. Evidenz/Datenqualität: Welche konkreten technischen oder organisatorischen Gründe führten zur Sistierung? Liegt ein formaler Abschlussbericht vor?

  2. Interessenkonflikte: Wer waren die beteiligten Auftragnehmer/Softwarehersteller? Entstehen ihnen finanzielle Folgen durch die Sistierung?

  3. Kausalität/Alternativen: War „Core Link" von Anfang an nicht realisierbar, oder entstanden Verzögerungen erst im Verlauf? Hätte eine Anpassung des Umfangs geholfen?

  4. Umsetzbarkeit/Risiken: Wie wird sichergestellt, dass die Neuausschreibung nicht wiederum scheitert? Welche Governance-Änderungen wurden eingeleitet?

  5. Kosten/Nebenwirkungen: Wie lange muss die Bundesanwaltschaft noch mit Juris arbeiten? Was kostet der verzögerte Systemwechsel operativ?

  6. Transparenz: Wurde die Öffentlichkeit/das Parlament systematisch über Probleme informiert, oder kam die Sistierung überraschend?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: 15 Millionen ausgegeben: Bundesanwaltschaft sistiert IT-Projekt – inside-it.ch, 5. Juni 2026 https://www.inside-it.ch/15-millionen-ausgegeben-bundesanwaltschaft-sistiert-it-projekt-20260605

Verifizierungsstatus: ✓ 5. Juni 2026


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 5. Juni 2026