Kurzfassung
Die Schweiz verzeichnet im Februar 2026 einen deutlichen Rückgang bei Asylgesuchen. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) registrierte 1556 neue Asylgesuche – ein Minus von 8,1 Prozent gegenüber Januar und 11,8 Prozent gegenüber Februar 2025. Afghanistan bleibt mit 399 Gesuchen das Hauptherkunftsland, gefolgt von Eritrea und der Türkei. Das SEM entschied über 2350 Fälle und gewährte 538 Personen Asyl. 810 Personen verliessen die Schweiz ohne Aufenthaltsrecht.
Personen
- Staatssekretariat für Migration (SEM) (Behörde)
Themen
- Asylpolitik Schweiz
- Migrationsstatistik
- Herkunftsländer Asylsuchender
- Asylentscheide und Rückführungen
Clarus Lead
Die Asylgesuche in der Schweiz sind im Februar 2026 sowohl monatlich als auch im Jahresvergleich gesunken. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) dokumentiert einen stabilen Abwärtstrend bei Neuanträgen, während die Entscheidungsquote der Behörde hoch bleibt. Diese Entwicklung signalisiert eine Entspannung im Asylbereich und wirkt sich auf Ressourcenplanung sowie Integrationsmassnahmen aus.
Detaillierte Zusammenfassung
Die Schweiz verzeichnet im Februar 2026 kontinuierlich sinkende Asylgesuche. Mit 1556 Neuanträgen liegt die Quote deutlich unter dem Vormonat (–8,1 %) und dem Vorjahresvergleich (–11,8 %). Die Primärgesuche sanken sogar um 14,7 Prozent gegenüber Januar und 14,2 Prozent gegenüber Februar 2025 auf 1138 Fälle. Sekundärgesuche (Geburten, Familiennachzüge, Mehrfachgesuche) machten 418 Fälle aus.
Die geografische Herkunftsverteilung zeigt eine stabile Struktur: Afghanistan führt mit 399 Gesuchen deutlich an, gefolgt von Eritrea (164), der Türkei (162), Algerien (148) und Somalia (101). Diese fünf Länder prägen das Asylaufkommen massgeblich.
Das SEM bewies hohe Entscheidungskapazität: 2350 Asylgesuche wurden im Berichtsmonat abgeschlossen. 538 Personen erhielten Asylgewährung. Bei den Rückführungen zeigt sich ein differenziertes Bild: 810 Personen verliessen die Schweiz ohne Aufenthaltsrecht, davon 497 freiwillig und 313 unter polizeilicher Begleitung in Herkunftsstaaten, Dublin-Staaten oder Drittstaaten.
Kernaussagen
- Rückläufiger Trend: Asylgesuche sinken monatlich (–8,1 %) und jährlich (–11,8 %)
- Geografische Konzentration: Afghanistan, Eritrea und Türkei dominieren mit über 60 % aller Gesuche
- Hohe Entscheidungsquote: SEM entschied über 2350 Fälle; Asylquote bei ca. 23 % (538 von 2350)
- Rückführungen: Etwa 35 % der Ausreisen erfolgen freiwillig, 65 % unter behördlicher Begleitung
Kritische Fragen
Datenqualität: Basiert die Statistik auf vollständigen Erfassungsdaten aller Kantone, oder gibt es regionale Erfassungslücken, die den Gesamttrend verzerren könnten?
Kausalität des Rückgangs: Ist der Rückgang bei Asylgesuchen primär auf strengere Zulassungskriterien, veränderte Fluchtrouten, oder auf Stabilisierung in Herkunftsregionen zurückzuführen?
Rückführungseffektivität: Wie wird die Nachhaltigkeit von freiwilligen Ausreisen gemessen? Gibt es Daten zu Wiedereinreisen oder irregulären Rückkehrversuchen?
Sekundärgesuche-Trend: Sind die 418 Sekundärgesuche (Familiennachzüge) stabil, steigend oder sinkend? Welche Verzögerungen entstehen bei Familienvereinigung?
Interessenskonflikte: Werden Asylentscheide von Budgetdruck oder Kapazitätsengpässen beeinflusst, oder folgen sie ausschliesslich sachlichen Kriterien?
Länder-Spezifika: Warum stammen über 25 % aller Gesuche aus Afghanistan? Sind aktuelle Sicherheitslageänderungen in der Analyse berücksichtigt?
Umsetzungsrisiken: Wie werden Rückführungen in fragile Staaten (Somalia, Eritrea) völkerrechtlich und humanitär überprüft?
Quellenverzeichnis
Primärquelle: Asylstatistik Februar 2026 – Staatssekretariat für Migration (SEM), 18. März 2026
Verifizierungsstatus: ✓ 18.03.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 18.03.2026